Das Auto ist voll beladen mit Bildern, Büchern und natürlich auch der Kiste mit druckfrischen Kalendern. Um 7 Uhr brechen wir nach Berlin-Pankow auf. Zum 50. Mal wird dort das „Fest an der Panke“ gefeiert. Neben allem, was so ein munteres Volksfest auf der Palette hat, zelebrieren 80 Künstler den ältesten Kunstmarkt von Pankow.
Neben den kreativen Schaustellen ist dieses 2. Wochenende im September auch immer eine gute Gelegenheit einander zu treffen, Gedanken auszutauschen und Freundschaften aufzufrischen.
Es wäre also schön, Ihr würdet vorbeikommen. Samstag und Sonntag ist mein Stand in der Ossietzkystraße von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
Ein entspanntes Wochenende wünscht Euch allen, Eure Petra
Seit Tagen warte ich auf den Schräge-Vogel-Kalender aus der Druckerei. Die Dinge kommen neuerdings immer erst auf den allerletzten Pfiff, dass hält mein Herz auf Trab. Wie so oft, gehen die Gedanken währenddessen an alle Abgründe, die man/frau sich denken kann. Der Schlimmste davon ist die Frage: Ist das Teil misslungen? FRÜHER (!) gab es Druckfahnen. Nach deren Sichtung und möglicherweise erforderlichen Korrekturen gab der Verlag und der Autor die Imprimatur, was so viel bedeutet „Es kann gedruckt werden!“ Danach musste man nicht mehr bibbern, denn das Druckerzeugnis war klar und wenn es nicht so kam wie gesichtet, konnte man die Druckerei dafür haftbar machen. HEUTE bekommt der Autor eine kleine PDF via Mail, die über Farbe, Papier, Format, Druckqualität gar nichts verrät. Man schaut nach typografischen Fehlern und der Rechtschreibung – Ende. Natürlich ist das nicht mehr so teuer und geht schneller, aber… das Bibbern derweil… Ich warte also auf die Post, wenn sie morgen erst kommt, hab ich die A-Karte, denn dann bin ich schon auf dem Kunstmarkt und die Kalender liegen auf unbestimmte Zeit auf Halde – herrje, nicht dann denken…. 14.17 Uhr, es klingelt: Das Kalenderpaket ist da. Schauf, Jubel und die Anspannung steigt bis zum Anschlag, während ich das Paket mit einem Cutter öffne. Lächeln, rausnehmen, blättern, weiter lächeln bis zur letzten Seite und nun? Breites Grinsen! Dieser Schräge-Vogel-Kalender für 2020 ist klasse. Morgen kommt er unter die Leute…
Interessenten von weiter weg können den Kalender online hier beim Verlag bestellen:
Bibliografie Herausgeber: Verlagsbuchhandlung Ehm Welk, Petra Elsner Seiten: 14 Monatsblätter Fotos: 12 großformatige, originelle Cartoons von Petra Elsner Einband: Wire-O-Bindung, Kalender Auflage: 1. Auflage 2019 Sprache: Deutsch Format: 42,0 x 29,7 cm ISBN: 978-3-946815-20-4 Preis (UVP): 18 € Verlag: Verlagsbuchhandlung Ehm Welk
Man könnte schon Blätterfegen, aber ich verweigere mich, nicht Anfang September, dass gehört noch nicht in die Zeit, aber man könnte. Die letzten Hitzetage haben den erschöpfen Pflanzenwesen den Rest gegeben, jetzt saugen sie sich das Grün als letzte Reserve. Ich habe sie alle täglich gegossen, aber die Sonnenstrahlung war so extrem, dass sie trotz feuchter Wurzeln, regelrecht verdorrten. Heute duckt sich der Himmel grau, es regnet endlich sacht und ein leis-müdes Aufatmen ist spürbar überall im Herbstgarten. Gerade hab ich diese Leinwand (Bild oben) abgeschlossen. Ich nenne es Hafenlicht (40 x 50 cm). Hier kommt die Farbe Gold dezenter, ist aber immer noch präsent. In den nächsten Tagen stehen wieder diverse Außentermine an und ich werde für den Marktstand in Berlin packen, das bringt immer Chaos ins Atelier… Der Imkergatte schleudert derweil den letzten Honig, Als er gestern von seinem Standort in Mildenberg kam, war er einigermaßen sauer. Eine Beute lag versetzt und umgestoßen auf der umzäunten Wiese. Ein Bienendieb? Nein, dazu war das alles viel zu dilettantisch angerichtet. Wir vermuten eine Mutprobe unter betrunkenen Jungs, die ins Stolpern gerieten oder von den Bienen attackiert wurden und alles fallen ließen. Wie auch immer, das Volk ist futsch, sehr ärgerlich. Wir hoffen, es bleibt ein Einzelfall, denn Landjugend sollte eigentlich wissen, dass die Tierchen gebraucht werden.
Nachtrag vom 10. September: Dieses Bild (oben) wurde am 7. September auf dem Berliner Kunstmarkt verkauft :).
Das abstrakte Gold vom Tage im Kleinformat auf Leinwand. Ansonsten ist heute mal ein bisschen Pause. Die andauernde Hitze frisst viel Energie, werde einfach mal im Schatten der Linde ein bisschen lesen, nachmittags gibt’s einen Ausflug. Morgen ist Wahltag in Brandenburg, ich hoffe, dass er nicht eine längst verflüchtigte Substanz der Vergangenheit freilegt. Ja, ich verstehe den Frust der Leute, 30 Jahre lang immer am kürzeren Tischende zu sitzen, schafft Unmut. Es ist für viele Menschen im Osten nicht so gut gelaufen mit der Deutschen Einheit, und die SPD hat das eben auch zugelassen und die Zustände lange viel zu wenig thematisiert. Das hat Folgen, aber dennoch ist ein Rechtsruck in Brandenburg für mich eine unerträgliche Vorstellung. Sie haben es nicht verdient, aber ich werde trotzdem morgen SPD wählen und nicht mehr Grün. Es gilt Mehrheiten zu schaffen. Das ist gerade keine Wahl mehr aus dem Herzen heraus, sondern schlicht Taktik. Wie auch immer, habt ein schönes Wochenende alle miteinander!
Nach den zwei großen Bilderfahnen arbeite ich seit gestern Abend auf kleinen Leinwänden. Abstraktes, gespachtelt – leuchtende Schauer. Ein weiteres Experiment mit der Farbe Gold. In acht Tagen ist in Berlin-Pankow Fest an der Panke, da kann ich an meinem Kunstmarktstand mal probieren, ob man/frau dieses Goldrauschen mag. Ich bin gespannt. Gestern kamen die Belegexemplare für die Einladungen zu diesem Stadtfest. Das von mir gezeichnete Motiv kam ganz gut im Druck, aber beim Beschnitt, haben sie bei der Erarbeitung der Druckvorlage irgendeinen Mist gemacht. Die Karten haben einen nach allen Seiten unterschiedlich breiten weißen Rand. Das ist einigermaßen schade. Aber solche Dinge geschehen leider und es kam auch schon schlimmer: Da wurde zum Beispiel einmal aus meinem sonnengelben Hintergrund (Indischgelb) ein blasses Zitronengelb im Druck. Sowas nimmt mir dann beim Ansehen schon die Luft, weil es wirklich alles zerstört. Vom Leuchten zum Schmutzlappen… Heutzutage sind die Druckkosten für solchen Karten wirklich nicht mehr so erheblich, da muss man nicht auch noch an der professionellen Erarbeitung einer Druckvorlage sparen. Wirklich nicht. Geiz ist nicht geil, er macht die Dinge nur schlecht-billig. Nein, ich rege mich nicht mehr auf, ich spachtle heute einfach weiter …😊 Habt einen schönen Freitag noch.
Das Licht ist heute noch nicht so optimal, um so ein langes Teil richtig im Raum auszuleuchten. Ich versuche es später noch einmal, aber jetzt hängt sie erst einmal, die Bilderfahne „Goldrauschen 2“. Das reicht mir nun für ein Weilchen.
Es ist damit nicht die Farbe Gold gemeint, dieses Leuchten reizt mich schon noch, aber jetzt brauche ich unbedingt wieder andere Formate, denn diese schmale Länge (42 cm x 2 Meter) verlangt Turmbauten-Konzepte und schafft indem Wimmelbilder. Nun denn, als Experiment ist es O.K.., muss ich nicht weiterverfolgen.
Heute muss ich mal wieder Papiere wälzen. Suche einen Wahrnehmungsvertrag aus den 90er Jahren, herrje, es graust mir, nach einigen Umzügen und der Beschränkung auf einen kleinen Raum, kann das ein Problem werden – wo ist er hin??? Noch einen Kaffee – aber dann, wenn nicht im Atelier, dann in den Kisten auf dem Boden, das kann staubig werden, riecht irgendwie nach einem Montag…
Sonntag. Der Morgen schwitzt schon, doch ganz leise schleicht der Herbst sich ein. An meinen Lieblingsplatz im Weidenbogen sprenkelt sich schon Gelb und Braun durchs Blattgrün, die Wiesen liegen dürr. Ein bisschen Melancholie hockt gefühlt auf der Banke. Die letzten Rosen, aber dafür knuffige Hagebutten, immer noch sind die Hortensien prächtig, Kürbisse leuchten prall. Das letzte Goldrauschen im Kopf der Bilderfahne ist gestern fertig geworden, symbolistisch-abstrakt. Heute muss ich oben noch eine Metallschiene mit Hängevorrichtung montieren, dann kann ich es Euch auch mal aufrecht vorführen – morgen. Habt derweil einen schönen Sonntag, Eure Petra
Goldrauschen 2, Tag vier: Das nächste Detail auf der Bilderfahne zeigt drei Glücksvögel, auf denen die Träume reisen – weit in die Lüfte – über das allwissende Wasser …. 2004 hab‘ ich zu einem meiner Millenniumbilder diesen kleinen Text geschrieben, der hier auch gut passt…
Hinter dem Fluss
Aus der Hitze der Erde sprudelt das allwissende Wasser. Mit ihm fließt die Zeit. Dieses blaue Band ist zugleich Brücke zwischen den Welten. Dort, hinter dem Fluss, wohnt das friedfertige Licht. Es ist die helle Ewigkeit, die auch in den Herzen der Menschen leuchtet. Als Kraft auf Lebenszeit. Wenn dieses Elixier verbraucht ist, erlischt es nicht. Es geht ein in die große Energie des Seins. Und der Mensch wird abermals Lichtgestalt.
Es geht weiter auf dem Fahnenbild. Das nächste Detail thematisiert einen antiken Mythos: Männer und Frauen waren einst ein Kugelwesen, das so stark war, dass es die Götter erzürnte. Deshalb sandten sie ihm einen Blitz, der es teilte. So grob die Legende, die Platon in einem Dialog Symposion den Komödiendichter Aristophanes erzählen ließ. Für dieses „All-Eine“ hab diese Form (linkes Bild) erfunden, dazu drei kosmische Sonnenzeichen. Heute geht es weiter mit dem Detail über dem All-Einen – ein Himmelsbild mit Glücksvögeln. Grob angelegt ist es bereits…
Wieder ein Turm im Hof, diesmal sind es rückgeführte Unterbauten. Der Imkergatte hat nächtens die ersten Wandervölker heimgeholt, und nun brummt es mächtig im Bienengarten, denn tausende Bienen fliegen sich auf ihren neuen (alten) Standort ein. In den nächsten Tagen holt er die letzten Völker aus der Sommerfrische, dann stehen die Beuten über das Winterhalbjahr dicht beieinander. Im Atelier geht das Goldgeplätscher weiter. Detail für Detail, ganz ruhig und schön konzentriert. Der Pierrot steht am Ende der stehlenhaften Komposition auf der entstehenden Bilderfahne, denn der Narr ist Anfang und Ende. Mein Nachdenken über den Sinn und die Symbolik dieser Figur könnt ihr hier nachlesen … Einstweilen wünsche ich allen einen schönen Tag!
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