Virtuelle Kunstausstellung – virtual art exhibition (28)

Retrospektive 1995 bis 2020

Die gold-roten Sujets
Ein Goldrauschen hauchte der Jahreszeit die Krönung ein und inspirierte mich neu. Herbst 2018. Mir juckte es schon seit Monaten in den Fingern mit der Farbe Gold zu experimentieren und ich begann dem Reiz nachzugeben… Zunächst mit kleinformatigen, abstrakten Spachtelarbeiten. Dem folgten zwei aufwendige Kraftbanner, allein die Ewigkeitsspirale darauf verschlang drei Tage – ein echtes Geduldsspiel im Juli 2019.  Nach einer weiteren Bilderfahne „Goldrauschen 2“ war es genug, denn diese gestreckten Formate (83 x 200 bzw. 42 cm x 200) verlangen Turmbauten-Konzepte, die mir zu kopflastig wurden. Nun denn, als Experiment waren diese Bilderfahnen O.K., ich musste sie nicht weiterverfolgen. Damit war aber nicht die Farbe Gold gemeint, dieses Leuchten reizte mich weiter, aber in anderen, kleineren, endgültig abstrakten Formaten.

Petra Elsner: Bilderfahne GOLDRAUSCHEN I, 82 x 200, Acryl auf Gewebe, 2019

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Morgenstunde (319. Blog-Notat)

Gestern Nachmittag wurde nun auch die zweite Leihgabe in Mannheim via Telefon gekauft. Zeichen und Wunder. Das gleicht unsere Verluste von März/April aus, so muss ich nicht nach würdelosen Hilfen hangeln, sehr schön. Die Bilderfahne heißt „Schattenfang“ und wie schon die erste „Seelen im Wald“ hat sie eine ernste Bildsprache. Ein Zeitspiegel mit Schutzzeichen mit einem Hauch intuitivem Schamanenzauber. Vielleicht ist es das, weswegen die Teile gerade jetzt angenommen werden. Der Unwägbarkeiten wegen, wer weiß. In den Menschen hocken neue Erfahrungen von Einschnitten, die womöglich nach einem bildhaften Ausdruck suchen. Ich bin jedenfalls sehr froh darüber. Der Schattenfang hängt jetzt in einem schönem Stadtquartier und nicht verloren im Wind wie hier bei einer Garten-Ausstellung 😊.

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Morgenstunde (204. Blog-Notat)

Sonntag. Der Morgen schwitzt schon, doch ganz leise schleicht der Herbst sich ein. An meinen Lieblingsplatz im Weidenbogen sprenkelt sich schon Gelb und Braun durchs Blattgrün, die Wiesen liegen dürr. Ein bisschen Melancholie hockt gefühlt auf der Banke. Die letzten Rosen, aber dafür knuffige Hagebutten, immer noch sind die Hortensien prächtig, Kürbisse leuchten prall. Das letzte Goldrauschen im Kopf der Bilderfahne ist gestern fertig geworden, symbolistisch-abstrakt. Heute muss ich oben noch eine Metallschiene mit Hängevorrichtung montieren, dann kann ich es Euch auch mal aufrecht vorführen – morgen. Habt derweil einen schönen Sonntag, Eure Petra

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Ateliernotiz: Neue Bilderfahne in Arbeit

Ateliernotiz

Das  Wimmelmotiv auf der Bilderfahne mit ersten Schemen.

Nach der Ausstellungseröffnung letzte Woche und dem runden Geburtstag des Imkergattens, kehrt Normalität ins Atelier zurück. Die Pinsel saugen wieder Farbe und eine neue Bilderfahne (202 x 42) wächst …

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Bilderfahne: Die große Erdenmutter

Bilderfahne: Die große Erdenmutter  von Petra Elsner
Bilderfahne: Die große Erdenmutter von Petra Elsner

… da ist sie nun die erdige Gestalt mit ihren geheimnisvollen Höhlen und Fäden zu allen Ebenen des Seins … Ich hab sie mal provisorisch aufhängt, draußen geht es wettertechnisch gerade gar nicht … Sie erweitert mein bildschaffendes Arbeitsthema “Funken der Seele” als ein frei schwebendes Element in einer noch zu platzierenden Ausstellung irgendwann 2015/16. Mit anderen Worten, ich suche für die Schau noch einen guten Ausstellungsplatz.

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Der große Schattenfänger

Im letzten Licht war der große Schattenfänger fertig … hier ist er:

Bilderfahne: Der große Schattenfänger (214 x 84 cm) von und mit Petra Elsner: Foto: Lutz Reinhardt
Bilderfahne: Der große Schattenfänger (214 x 84 cm) von und mit Petra Elsner:
Foto: Lutz Reinhardt

Nebenbei hat er mich zu einem Geschichtenanfang inspiriert:

Der große Schattenfänger hing auf der Leine und trocknete langsam. Die Malerin saß zufrieden im Gras und sah ihm dabei lächelnd zu. Das ist doch mal ein Wurf, dachte sie, ein guter. Der kann sie fangen, die schlechten Träume, alle, wie sie sich knisternd über die Kopfkissenzipfel webten, er wird sie vertreiben. Sie war davon fest überzeugt. Neulich war sie in so einem Traumgespinst im Bademantel über eine Kleinstadtstraße unterwegs, um die öffentliche Badeanstalt aufzusuchen. Und wirklich alle schauten ihr aus ihren blank geputzten Scheiben dabei zu. Nein, diese und weitaus schlimmere Träume wollte sie nicht mehr …

© Petra Elsner

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