Morgenstunde (204. Blog-Notat)

Sonntag. Der Morgen schwitzt schon, doch ganz leise schleicht der Herbst sich ein. An meinen Lieblingsplatz im Weidenbogen sprenkelt sich schon Gelb und Braun durchs Blattgrün, die Wiesen liegen dürr. Ein bisschen Melancholie hockt gefühlt auf der Banke. Die letzten Rosen, aber dafür knuffige Hagebutten, immer noch sind die Hortensien prächtig, Kürbisse leuchten prall. Das letzte Goldrauschen im Kopf der Bilderfahne ist gestern fertig geworden, symbolistisch-abstrakt. Heute muss ich oben noch eine Metallschiene mit Hängevorrichtung montieren, dann kann ich es Euch auch mal aufrecht vorführen – morgen. Habt derweil einen schönen Sonntag, Eure Petra

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Morgenstunde (203. Blog-Notat)

Detail Glücksvögel auf der Bilderfahne

Goldrauschen 2, Tag vier: Das nächste Detail auf der Bilderfahne zeigt drei Glücksvögel, auf denen die Träume reisen – weit in die Lüfte –  über das allwissende Wasser ….
2004 hab‘ ich zu einem meiner Millenniumbilder diesen kleinen Text geschrieben, der hier auch gut passt…

Hinter dem Fluss

Aus der Hitze der Erde sprudelt das allwissende Wasser.
Mit ihm fließt die Zeit.
Dieses blaue Band ist zugleich Brücke zwischen den Welten.
Dort, hinter dem Fluss, wohnt das friedfertige Licht.
Es ist die helle Ewigkeit, die auch in den Herzen der Menschen leuchtet.
Als Kraft auf Lebenszeit.
Wenn dieses Elixier verbraucht ist, erlischt es nicht.
Es geht ein in die große Energie des Seins.
Und der Mensch wird abermals  Lichtgestalt.

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Morgenstunde (202. Blog-Notat)

Es geht weiter auf dem Fahnenbild. Das nächste Detail thematisiert einen antiken Mythos: Männer und Frauen waren einst ein Kugelwesen, das so stark war, dass es die Götter erzürnte. Deshalb sandten sie ihm einen Blitz, der es teilte. So grob die Legende, die Platon in einem Dialog Symposion den Komödiendichter Aristophanes erzählen ließ. Für dieses „All-Eine“ hab diese Form (linkes Bild) erfunden, dazu drei kosmische Sonnenzeichen. Heute geht es weiter mit dem Detail über dem All-Einen – ein Himmelsbild mit Glücksvögeln. Grob angelegt ist es bereits…

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Morgenstunde (195. Blog-Notat)

Die Fotos zeigen neue Details auf dem Kraftbanner.

Tag neun im Goldgeplätscher. Genauer gesagt schaffe ich mich gerade am allerletzten Dreh der Ewigkeitsspirale im Farbton eines roten Jaspis – auch eine göttliche Farbe, die schlecht deckt… 26,5 Grad herrschen im Atelier, die Luft innen und außen drückend. Wir haben keinen Tropfen in der Nacht abbekommen. Der Liebste schleppt Honigeimer (35 Kilo) über den Hof in den kühlsten Raum des Hauses und wundert sich, dass er dabei dampft und schnauft wie eine Lock. Beim letzten Gefäß bringt er eben die Nachricht mit: Es regnet endlich – wie gut. Heute noch, vielleicht auch noch morgen glühen die Pinsel, dann dürfte das Fahnenbild abgeschlossen sein und ich kann endlich wieder eine neue Geschichte beginnen …

Acht Stunden später: 28 Grad im Atelier, die Ewigkeitspirale (Bild 3) ist geschafft… und der Rest (Bilder 4 und 5) bis auf ein paar Kleinigkeiten auch…:)

 

 

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Morgenstunde (194. Blog-Notat)

Jeden Morgen baden zwei Ringeltauben an unserem kleinen Teich, nachdem sie uns mit ihrem Gurren auf dem Dach geweckt haben. Eine hab ich bei meinem Morgengang durch den Garten mit der Kamera einfangen können, bevor sie das Weite suchte. Der gestrige Turm Honiggläser ist inzwischen verstaut, allerdings hat der Imkergatte davon Muskelkater. Nachbars Kater scheint das heiße Wetter auch zuzusetzen oder er hatte nachts eine unheimliche Begegnung mit Dachs, Waschbär und Co. Jedenfalls ist er sehr schreckhaft unterwegs, streunt aber dennoch um die Höfe und kommt unregelmäßig. Kater eben. Wir haben den kleinen Grauen in Pflege, weil die Nachbarn Urlauben. Im Atelier geht das Goldrauschen auf dem Fahnenbild weiter. Ihr seht hier ein neues Detail. Die Ewigkeitsspirale braucht noch vier weitere Umdrehungen usw., darüber werden die nächsten zwei Tage vergehen. Habt alle miteinander ein lebensfrohes Sommerwochenende!

 

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Morgenstunde (192. Blog-Notat)

Goldrauschen im Atelier. Das Kraftbanner lässt sich Zeit im Entstehen, allein schon wegen der aufwendigen Symbolik. Die Ewigkeitsspirale auf der Bilderfahne ist ein echtes Geduldsspiel. Tag 3 und immer noch nicht fertig, dafür zwickt es im Kreuz:).
Die Farbe Gold steht für mich für den inneren Glanz der Seele. Sie umspielt das Höchste aller Nuancen des Lebens und das Leuchten des Geistes im Diesseits und im ewigen Jenseits. Mein Goldrauschen im Bild meint das Magische und die transzendente Faszination des Lichts als Lebensquell. Ich hab mich lange nicht gewagt, Gold dominant einzusetzen, aber jetzt im Ältersein scheint mir, darf ich alle Grenzen überschreiten und muss gar nichts mehr befürchten. Ja, nach dem Jugendstil war die Farbe Gold verpönt, doch längst benutzen etliche zeitgenössische Künstler wieder diese sakrale Farbe, beispielsweise Peter Murphy oder Gerhard Richter. Ich bin sehr gespannt, wohin mich dieses Goldrauschen führt.

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Morgenstunde (101. Blog-Notat)

Im Lesegarten

Mein Lieblingsmonat schlägt die ersten Seiten auf, goldbraun liegt schon Laub, im Lesegarten rollt es sich und auf der Wiese reifen die Früchte. Diese satten Blicke versöhnen, nähren Herz und Seele. Ein Goldrauschen haucht der Jahreszeit die Krönung ein und inspiriert. Mir juckt es schon seit Monaten in den Fingern mit der Farbe Gold zu experimentieren, vielleicht liegt es am Alter, wie auch immer, ich beginne dem Reiz nachzugeben… Die zwei kleinformatigen Spachtelarbeiten entstanden gestern.

Goldrauschen auf dem Zeichentisch

Reifezeit

Pralle Früchte

 

 

 

 

 

1023. Blogbeitrag

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