Morgenstunde (208. Blog-Notat)

Hafenlicht, 40 x 50, Acryl auf Leinwnd

Man könnte schon Blätterfegen, aber ich verweigere mich, nicht Anfang September, dass gehört noch nicht in die Zeit, aber man könnte. Die letzten Hitzetage haben den erschöpfen Pflanzenwesen den Rest gegeben, jetzt saugen sie sich das Grün als letzte Reserve. Ich habe sie alle täglich gegossen, aber die Sonnenstrahlung war so extrem, dass sie trotz feuchter Wurzeln, regelrecht verdorrten. Heute duckt sich der Himmel grau, es regnet endlich sacht und ein leis-müdes Aufatmen ist spürbar überall im Herbstgarten. Gerade hab ich diese Leinwand (Bild oben) abgeschlossen. Ich nenne es Hafenlicht (40 x 50 cm). Hier kommt die Farbe Gold dezenter, ist aber immer noch präsent. In den nächsten Tagen stehen wieder diverse Außentermine an und ich werde für den Marktstand in Berlin packen, das bringt immer Chaos ins Atelier… Der Imkergatte schleudert derweil den letzten Honig, Als er gestern von seinem Standort in Mildenberg kam, war er einigermaßen sauer. Eine Beute lag versetzt und umgestoßen auf der umzäunten Wiese. Ein Bienendieb? Nein, dazu war das alles viel zu dilettantisch angerichtet. Wir vermuten eine Mutprobe unter betrunkenen Jungs, die ins Stolpern gerieten oder von den Bienen attackiert wurden und alles fallen ließen. Wie auch immer, das Volk ist futsch, sehr ärgerlich. Wir hoffen, es bleibt ein Einzelfall, denn Landjugend sollte eigentlich wissen, dass die Tierchen gebraucht werden.

Nachtrag vom 10. September: Dieses Bild (oben) wurde am 7. September auf dem Berliner Kunstmarkt verkauft :).

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2 Antworten zu Morgenstunde (208. Blog-Notat)

  1. Das ist echt traurig, wenn es dumme Jungs waren! Hier regnet es keinen Tropfen, weshalb heute wieder der Gartenschlauch ausgepackt werden muss. Wenigstens habe ich heute den Balkon auf Fordermann gebracht, damit die Kräuter und der Lavendel gedeihen! Viel Erfolg in Berlin 🙂

  2. Petra Elsner sagt:

    Balkon auf Vordermann bringen, ist auch ganz nett. Hab ich seinerzeit in Berlin geliebt. Begrünt nach allen Seiten bis unter die Decke. Ich freu mich riesig auf die zwei Tage in unserer alten Gegend, denn das heißt neben dem Kunstmarktgeschäft auch immer: Freunde treffen. Auch jene, die ohne Auto seit elf Jahren nicht zu uns kommen können. Gestern Abend traf mich fast der Schlag als ich bemerkte, dass ich bei meiner Zimmerbestellung einen Zahlendreher drin hatte. Ich hab die halbe Nacht nicht geschlafen, denn nach so einem Markttag in die Schorfheide zurückzufahen und sonntags wieder im Morgengrauen los, wäre wirklich hart. Aber die gute Seele der Pension hat für uns heute noch eine Kammer vorgezaubert… Schnauf. Hab einen schönen Tag, lieber Arno!

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