Morgenstunde (970. Blog-Notat)

War schön gewesen. Schlimmes Lampenfieber gab es gratis… Unter dem freien Himmel versammelten sich immerhin 34 Gäste zu der Musikalischen Lesung am Jagdschloss Groß Schönebeck. Viele Vertraute und Bekannte. Micha Seidel meinte, die Sache mit dem Lampenfieber würde im Alter immer schlimmer werden. Auweh. Aber der Rest war wohl gelungen und passte wunderbar zusammen. (Wussten wir vorher 😊!)  Mein Liebster war gefangen vom Fluss der Veranstaltung und hat vergessen, Fotos zu machen. Sagt auch was… 😊 Deshalb hier nur die 2 Vorabbilder als noch Gäste eintrafen. Viele haben sich im Nachhinein für diesen leichten und lebensfrohen Nachmittag bedankt. Schön, dass war genauso gemeint und baut auf. Der Veranstalter bot sofort eine Wiederholung mit anderen Texten und Liedern an. Schauen wir mal. Schönes Wochenende allerseits!

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Märkische Sommer

Ein Veranstaltungstipp in eigener Sache:

Am 13. Juli 2024, 15 Uhr, geben wir die Musikalische Lesung „Märkische Sommer“ im Park des Jagdschlosses von Groß Schönebeck. Von der Hitze unterm Sonnenhut, einem Mann ohne See, einem nächtlichen Schrippen-Abenteuer, Luststöhnen im Hinterhof und einer musikalischen Illusion erzählen diesmal meine Kurzgeschichten. Der wunderbare Musiker Micha Seidel begleitet die Lesung. Er spielt auf dem Bandoneon und singt dazu herzfrohe Lieder.

Der Eintritt kostet Eintritt: 10 €. Karten erhalten Sie im Vorverkauf über die Touristinformation, Telefon: 033393 65777 (Regenvariante: Roter Salon im Schloss).

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Morgenstunde (969. Blog-Notat)

Gulasch mit Waldpilzen, Klößen und blanchiertem Wirsingkohl in Sahnesoße habe ich gestern meinem Sohn und seiner Freundin aufgetischt. Und weil sie jedes Mal ohne Sonntagsfrühstück zu uns starten, standen da noch frische, selbstgemachte Brotships mit Frischkäse-Kräuter-Dipp und heißem Zitronenschwarztee auf dem Tisch. Ratzfatz war alles verdrückt, so schnell konnte ich gar nicht gucken. Die Tafelrunde später war schön gewesen, aber danach war ich platt von der aufwändigen Kocherei. Doch an diesen vollen Geschmack wird er sich erinnern, bestimmt. Nachdem wir in den vergangenen Tagen den lästigen Steuerabschluss bewerkstelligt haben, geht es heute endlich in die Vorbereitungen zum Honig-Schleudern. Bienenküche aufräumen, alle sauber eingelagerten Gefäße noch einmal spülen, damit sie nicht nur sauber, sondern auch geruchsfrei sind. Wir sind damit noch später dran als in den Vorjahren. Warum auch immer. Dafür ist mir Freitag die Weihnachtsgeschichte für 2024 aus dem Hirn gefallen und ich glaube, die ist gut geworden. Fehlt nur noch eine Illustration dazu, dann ist ein Kreativposten des Jahres abgeschlossen 😊. Es ist die 32. Weihnachtsgeschichte, die ich inzwischen schrieb, eine ging noch…

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Morgenstunde (968. Blog-Notat)

Die Schönen sind eingetroffen und: Sie konnten ihr Hardcover behalten. Ich hatte wirklich Sorge, dass auch dieses Sommerbuch in einem Softmantel neu daherkommt, wie alle seine Geschwister im Nachdruck (aus Kostengründen) in 2024. Aber nein „Der Duft der warmen Zeit“ hat sein Hardcover behalten dürfen. Hach, wie schön. Seit dem Weihnachtsverkauf letztes Jahr war es vergriffen, auch antiquarisch bekam man es nicht. Was wohl heißen kann, die Menschen behalten es bei sich 😊. Sagt mir was, wenn sonst schon keiner was sagt. Jedenfalls habe ich jetzt 30 Stück vorrätig und im Schwedter Verlag ist das Buch auch wieder zu haben. Für die Musikalische Lesung „Märkische Sommer“ mit dem wunderbaren Musiker Micha Seidel (am 13. Juli, 15 Uhr, im Schlosspark des Jagschlosses Groß Schönebeck) sollen sie reichen und er bringt auch seine tolle Scheibe “Seidel singt” mit dorthin.

Karten sind über die Touristinformation erhältlich, Telefon: 033393 65777 (Regenvariante: Roter Salon im Schloss).

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Morgenstunde (967. Blog-Notat)

Gestern probte ich mit Micha Seidel in Ringsleben. Er hat mir seine Liederauswahl zu den Texten meiner Lesung „Märkische Sommer“ vorgestellt. Ich bin begeistert, das wird ein launiges Zusammenspiel am 13. Juli, 15:00 Uhr, im Schlosspark von Groß Schönebeck (Barnim). Heute soll die Büchersendung mit dem Nachdruck meines Sommerbuches „Der Duft der warmen Zeit“ eintreffen. Es war ein halbes Jahr lang vergriffen. Daraus und aus dem Bändchen „Seltsame Zeit“ werde ich lesen. Es ist angerichtet, nun wünschen wir uns: Kommt zu uns auf die Schlossparkwiese und bestellt am besten die Karten schon heute, damit die Veranstalter besser die Sitzgelegenheiten planen können. Der Eintritt kostet 10 €. Karten sind über die Touristinformation erhältlich, Telefon: 033393 65777 (Regenvariante: Roter Salon im Schloss).

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Morgenstunde (966. Blog-Notat)

Sommerfeste wohin man schaut. Noch einmal trifft man sich, bevor es in die großen Ferien geht und ins Dorf die Stille einzieht. Die Probleme brodeln anderswo weiter, keine Lösung in der Hand…
Nachmittags sahen wir kurz ins Dorffest. Nicht lange, mir war es zu heiß, zu staubig. Zum Abend waren wir in die Nachbarschaft geladen, zu einem wunderbaren Essen in guter diskutierfreudiger Runde, die hinüberwuchs in einen spannenden Fußballabend. Es macht Laune in Gesellschaft dem Spiel zu folgen. Auch wenn sich die deutsche Mannschaft die Führung erspielte, es war keine souveräne Nummer. Aber ich gönne es den Deutschen, dass sie ein bisschen was zum Jubeln haben. Gabs ja wahrlich nicht viel davon in den letzten Jahren.

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Morgenstunde (965. Blog-Notat)

Nach der Europawahl mehren sich die Stimmen in Politik und Gesellschaft, die endlich eine Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen verlangen. Bisher haben die Verantwortlichen gemauert. Es gab nur kleinteilige Einsichten wie z.B. die unverhältnismäßigen Schulschließungen. Sie werden nun jede Menge Zivilcourage brauchen, wenn die Karten auf einem möglichen Runden Tisch oder/und in einer Enquetekommission offengelegt werden. Denn es ist wichtig, die zeitweilige Deformierung der Demokratie und Einschränkungen der Freiheitsrechte aufzuarbeiten. Sie haben das Vertrauen in selbige am stärksten beschädigt und die Gesellschaft nachhaltig gespalten. Die unabhängigen Medien mutierten in dieser Zeit zu Echokammern der staatlichen Verlautbarungen und cancelten oder deformierten jede andere Meinung. Aber nicht nur das. Die Corona-Zeit führte uns im Nachklang (vor allem den Westdeutschen) deutlich vor Augen, wie schnell Menschen gleichgeschaltet werden können und kritische Bürger ausgegrenzt oder gar beschädigt wurden. Angst sorgte für Anpassung und so ist nun die überhebliche Pose „Mit uns hätten sie das (System der DDR) nicht gemacht…“ Aha, so so… – auch nur eine Legende.

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Morgenstunde (964. Blog-Notat)

Heute gegen 9 Uhr morgens klingelte das Telefon. Eine Zeit, in der Langschläfer noch schlafen. Gewissermaßen auf der Bettkannte erklärte mir Klaus aus Bebersee, man erwarte mich heute zur „Romantischen Nacht“. Das zweisprachige Ortsschild würde eingeweiht werden und ich solle später bei Christian lesen. Was Romantisches. Ja, bei einer unverhofften Begegnung in Templin sagte er mir vor vier Wochen: „Merke Dir mal den 22. Juni, aber der Ortsvorsteher meldet sich noch bei Dir.“ Tat er nicht.  Via Internet las ich vorgestern von der neuen plattdeutschen Beschilderung, und dass es eine Lesung auf Platt geben würde. Ich konnte damit nicht gemeint sein… also war ich unvorbereitet. Schließlich entschied ich mich spontan für „Gerdas Hofgesellschaft“, 20 Minuten, aktuelles Thema, zweimal Probelesen mussten reichen. Und ja: es ging alles gut und ich bekam sogar den Bibertaler aus Keramik – für die Treue und als Danke. Schön. Hängt jetzt an der Hauswand und ich bin hübsch müde. War gut gewesen….

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ALTERN – eine Buchbesprechung

Wenn eine wie Elke Heidenreich über das Altern schreibt, dann ist das nicht ein schlichtes Nachsinnen, sondern das Ausgießen des Füllhorns der Bücherwisserin. Störrisch und kämpferisch, wie sie eben ist, die Heidenreich, erzählt sie uns von sich und ihrem zum Thema Gelesenen. Darüber entsteht ein fiktiver Dialog über Zitate. Spannend ja, aber zuweilen auch schwergewichtig wie ein Gesellschaftsvortrag. Mir sind die Passagen am liebsten, in denen sie über sich selbst schreibt. Wie zu viel Energie, für andere bedrohlich wirken kann. Sie ist eine, die sich mit 81 Jahren immer noch ein Arbeitspensum zumutet, dessen Preis „Erschöpfung und oft eine gewisse Einsamkeit…“ ist. Sie will für sich ein bisschen „Ruhe in eine Welt bringen, in der es keine Ruhe mehr gibt,“ indem sie „weniger, aber alles zu Ende“ liest, hört, sieht. Nicht weglegt, wegzappt, eben ruhig bei der Sache bleibt.
Heidenreich reflektiert über Herkunft, Glück, Lebenssinn, Schuld und (sehr wichtig!), dass man sich vor der „Enteignung“ im Alter nur durch Selbstbewusstsein schützen kann. Sie schreibt über selbst gewählte „Einsamkeit als Technik der Leidensabwehr – nicht als Dauerzustand.“ Und unterscheidet zwischen Einsamkeit als Verzicht und Vereinsamung als Verlust. Sehr wahr. Am Ende spricht sie vielen Lesern aus dem Herzen, wenn sie das „Grundgefühl der Überforderung“ der Alten benennt, die uns ab und zu in eine tiefe Niedergeschlagenheit führt. Da muss man sich wieder rausrappeln, auch um wieder gesehen zu werden. „ALTERN“ ist ein reiches, gedankenanstiftendes Essay zum Thema Altwerden in dieser unserer Zeit. (pe)

ALTERN von Elke Heidenreich, Hanser Berlin Verlag,
ISBN: 978-3-446-27964-3

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Morgenstunde (963. Blog-Notat)

Wieder gab es am Wochenende Rufe nach einem Kalifat in Deutschland. Was für eine Zumutung! Globaler Islam, der Integration als Wertediktatur ansieht! Das ist eine bekannte Gefahr, aber warum dauert es immer so lange, bis man deren Einflussnahme in Deutschland unterbindet? Wie viele Tragödien müssen also noch geschehen…? So etwas macht mich immer aufs Neue fassungslos, auch im Alter, denn es geht uns was an, wenn man an unseren gesellschaftlichen Lebenswurzeln gräbt. Der Zulauf junger Deutscher in diese radikale Szene, erklärt sich aus der Hoffnungslosigkeit auf eine gute Zukunft hier im Land. Das herrschende politische System in Deutschland braucht zukunftssichernde Antworten, eine klare gesellschaftliche Vision. Jede Epoche kennt diese Umbrüche, die mit Verwerfungen einhergehen, aber die gegenwärtige Stolperei, von einer Baustelle in die nächste, ist keine Lösung. Ehe es mir wieder den Blutdruck an die Decke treibt, gehe ich lieber in den Garten. Die sommerlichen Blicke dort besänftigen…

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