Gestaltete Lyrik
Morgenstunde (1171. Blog-Notat)

Mein nächstes Künstlerheft in der Reihe ELSNER EDITION wächst langsam heran. Der sechste Titel MINIATUREN wird Kurzprosa & gestaltete Lyrik umfassen. Eigentlich sollte es ein Klausurthema werden und nun fließt es so nebenher. Nichts liegenlassen, wenn die Zeit tickt. Bei diesem herrlichen Sommerwetter sind wir natürlich mehr im wilden Garten, aber in der frühen Morgenstunde sind die kleinen Teile rasch geschrieben und die Lyrikblätter entstanden ja schon im letzten Winterhalbjahr, sie bekommen hier nur einen besonderen Platz. Der Imkergatte hat indes drei Schwärme gefangen, das wird wohl bis zur Sonnenwende so weitergehen. Da hat er mehr zu tun, als er ursprünglich wollte. Das Gartenjahr wird reicher, denn zum ersten Mal seit vielen Jahren, ist unsere Obstblüte mal nicht erfroren. Und nun steht ist Pfingsten im Kalender und das Wetter wird fabelhaft, also macht es Euch schön alle miteinander!
Morgenstunde (1170. Blog-Notat)
Das Gemeinschaftswerk GARTEN pendelt sich ein. Als ich sieben Tomatentöpfe bestückt hatte, platzierte der Liebste sie im Tomatenhäuschen. In das zweite Hochbeet schüttete er weitere vier Säcke Erde und lockerte das gepresste Material. Danach konnte ich pflanzen, was noch in Töpfen wartete. Gurken, Kohlrabi, Paprika. Zwischendurch ein Tosen in der Luft. Ein Bienenschwarm stieg auf und landete nicht wie die zwei Vorgänger dieser Tage in den Gärten der Nachbarschaft, sondern hoch oben in einer Kiefer am Waldrand. 18, 20 Meter hoch, da winkt der Imker ab. Wie es aussieht, entpuppt sich das Frühjahr als Schwarmjahr. Gestern hat er bei der Durchsicht der Beuten jede Menge Weiselzellen entdeckt und entfernt, was das Schwärmen verhindern soll. Nun denn. Das ruhigen Pflanzen gestern und heute füttert meine Seele und glättet die emotionale Krise der vergangenen Woche…
MINIATUR (9)
Versehrte
Bereits wenn der riesige Mann im braunen Mantel mir entgegenkam, kroch mich ein Schaudern an. Herr Schawan hatte eine tiefliegende Narbe auf der gewölbten Stirn, wie von der Axt getroffen. Das eine Auge irrte flink nach allen Seiten, während sein Glasauge immer streng geradeaus starrte. Eine schwere Strenge umgab diesen gezeichneten Mann, der das Lachen verloren hatte. Die Grausamkeiten des Krieges hingen in seinem Blick wie ein Kainsmal. Es lebten etliche Versehrte und schwarz gekleidete Witwen in unserer Straße, wie überall im Land. Niemand kam an ihnen vorbei, ohne sie mit einem verschämten Blick zu streifen. Kriegszeichen im noch jungen Frieden und die Schuld als Last. Auch mein Vater ging noch an Krücken. Bei der Kesselschlacht auf den Seelower Höhen trafen ihn Granatensplitter. Es war sein erstes und letztes Gefecht auf dieser atemschweren Erde, dass ihn beinahe das linke Bein kostete. Mit dem Segelfliegen war es vorbei, und die Narbenschmerzen blieben ein Leben lang. Die jungen Frauen hassten ihn, wenn er morgens die S-Bahn bestieg, sich in dem Gedränge mit einer Krücke den Weg zu den Sitzbänken stocherte, um dort seinen Schwerbeschädigtenausweis zu zücken. Während er saß und die Zeitung aufschlug, mussten sie eine Stunde lang stehen. Erschöpfung hing blass in ihren Gesichtern.
Und dann gab es noch Hermann. Der konnte keine Stille mehr ertragen. Sein Mundwerk ratterte los, sobald er einen Menschen auf der Straße traf. Ganz gleich, ob bekannt oder unbekannt. Nicht alle Verletzungen sind offensichtlich, aber noch war das ganze Land versehrt, der Schwur „Nie wieder Krieg!“ wurde gelebt beim Anblick der Trümmer und Narben.
Lange her. Glatt sind inzwischen die Fassaden, die Einschüsse verborgen und vergessen „Nie wieder Krieg!“? Die Pazifisten werden neuerdings als naiv beschimpft, und man rüstet wieder. Aber Schwüre bricht man nicht!
MINIATUR (8)
Der Schlapphut
37 Grad, und auf den Steinplatten des Alexanderplatzes schien es noch heißer. Ina streckte ihre Füße in das Becken des Womacka-Brunnens und spürte ein wenig Erleichterung. Über der Szenerie schwebte etwas Verspieltes. Jemand klimperte schräg auf einer Campinggitarre, ein anderer spielte Mundharmonika dazu. Die junge Arbeiterin Ina hatte Urlaub, aber nicht genug Geld, um zu verreisen. Am Brunnen schien es einigen ähnlich zu gehen. Deren Blicke verrieten das. Die einen suchten einen Anker, die anderen ein Abenteuer. Als es über dem Platz dämmerte und die quälende Hitze von einem lässigen Windhauch vertrieben worden war, hatte sich ein Kreis gefunden, der in jenem Hitzesommer spontan beieinanderblieb. Man zog von einem Quartier zum nächsten – auf Dachböden oder in leerstehende Wohnungen, in einen Garten in der Vorstadt oder ein Lagerhaus am See. Die Wandergesellschaft bildete eine Art Urlaubsfamilie, und wo immer sie ihr Lager ausbreitete, traten junge Menschen hinzu, die nach einer kleinen Weile wieder verschwanden. Irgendwann tauchte Marie auf. In dem Blick unter ihrem schwarzen Schlapphut lag ergriffenes Staunen. Es sah so aus, als würden diese dunklen Augen das erste Mal ins Leben schauen. Das weckte Inas Beschützerinstinkt. Sie blieb in ihrer Nähe, während zum Abend ein Lagerfeuer loderte. Plötzlich sprach Marie in das flackernde Licht: „Ich werde morgen 18 und muss mich entscheiden. Eine Woche hatte ich dafür Zeit.“ „Was musst du entscheiden?“, fragte Ina vorsichtig. „Ob ich Nonne werde.“ Ina schwieg irritiert und erfuhr, dass Marie in einem Kloster geboren wurde. Man schickte sie auf diesen Ausgang, damit sie etwas von der Außenwelt erlebte, um wirklich entscheiden zu können. Die Novizin war unschlüssig, und was sie bisher sah, beunruhigte sie. Eines der Mädchen am Feuer zog sich unbemerkt in die Dunkelheit zurück. Ein Wimmern ließen Ina und Marie aufhorchen. Das Mädchen lag zusammengerollt im Gras und erlitt gerade eine Fehlgeburt. Was war zu tun? Es gab keine öffentliche Telefonzelle und in der Runde besaß niemand ein Auto. Aufgewühlt fanden sie zur Landstraße, und als ein LKW heranschepperte, hob Ina den rechten Arm. Der Koloss mit Hänger stoppte schnaufend. Heraus sprang ein gedrungener Mann mit Igel und Dreitagebart: „Was ist los?“ „Fahren Sie uns bitte in das nächste Krankenhaus!“ Für Kalle war das keine Frage. Er legte eine Wolldecke über sein Lager in der Schlafkoje, hob das schluchzende Geschöpf darauf. Ina und Marie kletterten auf den Beifahrersitz. Der Mann war nur wenig älter als die jungen Frauen, doch er schwieg väterlich. Langsam kamen sie zur Ruhe. Keine halbe Stunde später war das Mädchen in die Notaufnahme des Kreiskrankenhauses gebracht. Auf dem Parkplatz fragte Marie den Fahrer: „Du fährst Richtung Sachsen?“ Er nickte. „Würdest du mich nach Hause bringen? Das hier ist nichts für mich.“ Kalle nickte wieder. Die zwei kletterten in die Fahrerkabine, und Ina flog der schwarze Schlapphut auf den Blondschopf. „Der passt besser zu dir als zu mir! Mach‘s gut!“
MINIATUR (7)
Die Schreibmaschine
Ob die Backsteinbauten am S-Bahnhof Zeuthen noch stehen? Es war eine geduckte Ladenzeile mit Parfümerie, Reinigung, Schuster und das Schreibwarengeschäft, das mich schon als Kind magisch anzog. Familie Dreiers hatte wunderbare Papiere, Pinsel, Stifte, Lineale, Ratzefummel, Tuschkästen, Tintenfässchen, Löschpapier, Abziehbilder, Poesiealben, Kalender, Notizblöcke, Lampions, Girlanden und Krepppapier. Natürlich Schulbücher, Schreib- und Rechenhefte und auch die Hefte für Noten. Es gab Ausmalblätter, Sammelmappen, Aktendullis, Locher und Umschläge aller Art, Mappen, Feder- und Aktentaschen… Ach, man konnte sich in der Menge der Enge verlieren.
Es war die Zeit, als ich meine ersten Liebesgedichte und Liedtexte auf der Schreibmaschine meiner Mutter schrieb. Das kleine „e“ hakte und das Band schmierte, aber immerhin. Als alleinerziehende Mutter war eine eigene unerschwinglich, und so arrangierte ich mich mit dem hakenden „e“.
An einem frühen Sommerabend Ende der 70er Jahre schlenderte ich frisch verliebt mit einem langhaarigen Parker-Typen durch den Ort, als ich sie bei Dreiers im Schaufenster entdeckte: eine Reiseschreibmaschine für satte 400 DDR-Mark. Orange mit weißen Tasten, ein Träumchen, an dem ich mich gar nicht sattsehen konnte. Ich wollte mich gerade loseisen und die Straßenseite wechseln, um ins Café Centra einzukehren, als der Mann neben mir schnellen Schrittes im Laden verschwand und das Teil ungefragt kaufte. Einfach so. Mein Magen meldete sich, während er mir die Maschine grinsend in die Hand drückten wollte. Kreidebleich wehrte ich ab, rannte blitzartig bis zur Bäcker-Ecke und kotzte dort in den Vorgarten. So ein teures Geschenk konnte ich nicht annehmen. In meiner Familie waren die Geschenke eher bescheiden, selten gab es etwas über 20 Mark. Der Parker-Typ ging an diesem Abend allein nach Hause, behielt aber die schöne „Erika“ ein Jahr lang in seinem alten Skoda versteckt. Monate später versuchte er es noch einmal: Ganz vorsichtig übergab er mir das Prachtstück und schmeichelte: „Leihgabe für die angehende Schriftstellerin.“ Das verfing.
Auf Facebook kommentierten:
Bärbel Kaiser
Den Geruch im Schreibwarenladen Brendel in Bernburg mochte ich sehr gern. Meine Mama war mit der Inhaberin befreundet.
Axel Kempert
… in der Menge der Enge …
Morgenstunde (1169. Blog-Notat)

Darf ich was fragen? So in die schweigende Runde: Ist das Beschreiben meiner Lebensumstände mit COPD verstörend? Womöglich gar lästig? Ich weiß es nicht. Damit begonnen habe ich, als ich bemerkte, dass meine Umwelt nicht verstand, weshalb ich so oder so reagiere und mich zurückzog. Es gab Besucher, die nicht begriffen, dass ich keine Lesungen oder gar Hoffeste mehr gebe. „Du musst doch als Künstlerin präsent sein!“ Nein, muss ich nicht mehr, wenn es nicht geht. Es ist keine Laune des Älterwerdens. Ich bin darüber eine Suchende geworden: Wie kann ich anders aktiv sein, mich mitteilen, mit Euch etwas teilen. Vielleicht hilft das Verstehen anderen durch diese Lungenkrankheit zu gehen, jeder 5. hat sie. Das ist so mein Antrieb und ich schreibe ja nicht unentwegt darüber. Also bitte helft mir, das richtige Maß zu finden. Danke, habt morgen einen schönen Feiertag!
Auf Facebook antwortete:
Das passt schon alles, liebe Petra. Es ist doch für dich etwas befreiendes über deine Krankeit zu schreiben. Tue, was dir gut tut. Besser als sich zurück zu ziehen. Solange du uns etwas zu sagen hast bist du am Leben.
Mir hilft es auf jeden Fall mit meinen eigenen Unzulänglichkeiten umzugehen. Und die Achtsamkeit schult es allemal. Also, mir hilfst du mit dem Leben fertig zu werden. Ich bewundere deine Stärke, nicht aufgeben.![]()
Ja, Petra frage.
Manchmal ist das Schweigen mit einer gewissen Hilflosigkeit verbunden. Gestern ging mir das auch so, und da ich im Laden einen Haufen Arbeit hatte, habe ich später den Eintrag ob der Flut an Nachrichten nicht noch einmal aufgerufen.
Manchmal lese ich deine Beiträge ja auch erst später, wenn ich die Muse dazu habe.
Du selbst hast seit einiger Zeit dein Vorgehen auf FB geändert, indem du kommentarlos deinen Blogeintrag verlinkst. Das hat sich möglicherweise auf die Reaktionen hier auf FB und den Blog selbst augewirkt (Likes, Kommentare könnten weniger geworden sein, da b.B. der FB- Beitrag beim schließen des Blogs in der Timeline automatisch verschwindet, was nervt).
Ich finde es dennoch gut so, denn ich sehe ja bei mir selbst, daß viele Leute liken, ohne den Beitrag wirklich genau anzuschauen.
Ob du jemanden belästigt? Er muß es ja nicht lesen. Ich finde es gut, das du öffentlich mit deiner Krankeheit ungehst. Es hilft dir ganz bestimmt dabei mit ihr zu leben, auch mit der manchmal spürbaren Verzweifelung umzugehen und für die Leser ist es auch Aufklärung.
Das ist LEBEN.
Und für mich ist es auch Verbindung.
Also mach gern weiter so, solange du das möchtest, lass dich zart umarmen und bleib verbunden mit der Welt! ![]()
P.S.: Es kommen ja auch noch Beiträge und Geschichten, die die Lage reflektieren und das Fühlen unser Generation in diesem Land und der Welt.
Danke, mein lieber Andre für Deine Ermutigung! Und Du hast schon recht, ich musste das Verlinken zu FB ändern, weil FB die Fotos nicht mehr mit dem Link zog. Da war nur ein weißes Feld mit einer Zeile zu sehen, was kontraproduktiv war… deshalb dieser andere Weg. Aber seit ich so offen über COPD schreibe, kommen auf dem Blog inzwischen täglich mehr als 200 Leser an, die allerdings auch ganz selten, schriftlich reagieren. Sie lesen, immerhin. Ich nehme Deine Worte mit hinüber…
Petra, ich bleibe ein treuer Dauerleser!
Petra Elsner
Reinhard Gundelach Das ist schön.
Es fällt mir sehr schwer, auf solch traurige Nachrichten etwas zu antworten. Alles hört sich in meinem Inneren wie eine blöde Floskel an. In meinem Herzen nehme ich dich dann immer in den Arm, wir stehen in deinem Garten, sagen nichts und hören das Summen der Bienen ![]()
Petra Elsner
Arno von Rosen Eine sehr schöne Vorstellung, daran werde ich mich zukünftig erinnern, wenn es mal wieder heftig ist: Ah, der Arno nimmt mich gleich in seine Arme
. Danke.
Liebe Petra, bitte schreib immer, wie es Dir geht. Es interessiert mich und ist mir wichtig. Und wenn es da geschrieben ist, ist es im Kopf leichter, so ab ich es immer wieder erfahren. LG
Petra Elsner
Barbara Liebrenz Mach ich, liebe Barbara. Und ja, ich teile Deine Erfahrung. LG
Liebes, mir geht es wie Arno. Ich bin im Gedanken immer bei dir, mache dir Sorgen und wünsche immer nur, dass es dir nicht schlecht geht
Es ist gut, dass du es nicht in dich rein frisst!
Petra Elsner
Bärbel Kaiser Du weißt doch, ich trage mein Herz auf der Zunge…Sei umärmelt!
Morgenstunde (1168. Blog-Notat)

Die schlechten Tage überwiegen gerade. Selbst kleine Anstrengungen bringen den Atemfluss aus dem Rhythmus. Die Lunge flattert unter den Rippen und ich muss sitzend innehalten, bis es sich nach zwei, drei Minuten beruhigt. Das ist für mich heftig und es ist wohl auch nicht schön anzusehen… Gestern war eine Pflegebegutachterin bei uns und hat die Situation aufgenommen. Man sah ihr an, wie erstaunt sie war, dass ich schon so lange mit COPD lebe. Fast 20 Jahre. Bin lange drüber… Ich habe ihr von dem Dupixent erzählt und dass es offenbar lebensverlängernd gewirkt hat. Es hat in dieser Zeit Exazerbationen verhindert, das Lungenvolumen bis zu 10 % gesteigert und mein allgemeines Befinden gestärkt. Für 3 Jahre, dann ging es wieder abwärts. Aber bei Stagnation oder wieder schlechteren Lungenwerten müssen diese Antikörper abgesetzt werden. Heißt, wenn es nichts bringt, müssen (dürfen!) nicht tausende Euros verschossen werden. Gut, ich habe dieses experimentelle Zwischenhoch erleben dürfen und bin vielleicht deshalb noch auf Erden. In etwa zwei Wochen werden wir vom Medizinischen Dienst erfahren, ob wir Hilfe im Haushalt bekommen oder nicht. Bis auf das Kochen, bin ich da inzwischen ein Totalausfall. Den Bilderspeicher werden wir dieses Jahr nicht einrichten, nur ein, zwei Teile an die Wände, der Rest bleibt im Block stehen. Es ist ja ein Speicher, keine Galerie. Der Aufwand lohnt sich eh nicht mehr. Die Zeit der Bildergucker ist vorbei.
Heute düsen wir mit dem Auto nach Finowfurt, 37 Kilometer hin und 37 Kilometer zurück, um einen Überweisungsschein zum CT abzuholen. Die Wege übers Land…
Morgenstunde (1167. Blog-Notat)

Sie kamen heute mit der Post, die neuen Teichbewohner. Ich hoffe, mit den Teichmuscheln wird die Wasserqualität über die warme Jahreszeit besser und der Algenbefall geringer. Mal sehen… ich bin hier hoffnungsvoll.
Was man allerdings gegen den kompletten Realitätsverlust einiger Politiker machen kann, ist mir inzwischen wirklich schleierhaft. Ich sehe und staune, wie das geht. Niemand wandere in unsere Sozialsysteme ein… so, so, sehr seltsam. Es wäre gut, wenn jeder Bundespolitiker alljährlich ein mehrwöchiges Lebenspraktikum in sozialen Brennpunkten abzuleisten hätte. Dann würden die Draufsichten vielleicht wieder der Wirklichkeit entsprechen. Vielleicht.
Morgenstunde (1166. Blog-Notat)
Diese Woche lag ein beunruhigender Flyer der Bürgerinitiative „Wir sind Biosphäre“ in unserem Briefkasten. Man befürchtet eine Absenkung des Schutzstatus der Biosphäre und damit einen ungewollten Flächenverbrauch für Windrad- und Solarfelder. Die Begehrlichkeiten… Vor gut zehn Jahren war es die holländische Gasindustrie, die ihre Finger nach der westlichen Schorfheide ausstreckte. Bürgerprotest konnte die Schadstoffbelastung für die Region verhindern. Vorerst, denn wer weiß, was uns die Energiekrise noch alles beschert. Mich wundert es doch sehr, dass die Landespolitik sich gerne mit diesem UNESCO-Kulturerbe schmückt und doch immer wieder Schleichwege für wirtschaftliche Nutzung versucht werden. Wir haben umgehend die Petition der BI unterschrieben.
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