
Schon seit Wochen dreht die Frankfurter Buchmesse das große Rad der Werbung, da ist ein Autor nicht wirklich überrascht, wenn sich der SWR via Mail meldet, um eine bestimmte literarische Perspektive einzuholen, die in die Berichterstattung einfließen soll. Merkwürdig nur, wenn sich die Redakteurin auf ein (mein) Buch bezieht, dass schon 2018 erschien. „Vom Duft der warmen Zeit“. Sie schwärmt, dass der Honig tropft, das tut der gebeutelten Schreiberseele gut, auch wenn man sich dann schon fragt: Warum erst jetzt, wo ich am Lebensende stehe? Und irgendwie klang die Lobhudelei doch schon nach KI. Man wird dann gebeten, sein Interesse zu bekunden und es folgt eine zweite Mail, die von einem Teilnahmebeitrag über 200 € spricht. Da war ich fertig mit dem Versuch, weil es journalistischer Kodex beim ÖRR ist, für solche Gespräche niemals Geld zu verlangen. Ich habe die Mail dem SWR weitergeleitet und was ich ahnte, stellte sich nun als wahr heraus: Der Sender und auch der Name Redakteurin wurden zum Phishing missbraucht.
Also liebe Kollegen, wenn Euch so eine dubiose Einladung erreicht, dann geht nicht darauf ein und leitet sie an den echten Sender weiter, sie sammeln die Vorfälle und gehen juristisch vor.













