Von der Hitze am Tag wurde mir übel. Nach dem Mittags-Gewitter klebte die Luft gleich wieder. Schwer von der Nässe. Die Hitze einzuatmen, lässt mich taumeln schon den zweiten Tag. Die Beine werden schwer, ich komme nicht weit und ziehe das abgedunkelte Häuschen vor. Hier wird die Luft dick. Der Ventilator dreht den Mief. Es kommen nachmittags unverhofft junge Gäste. Sie schauen dem Imkergatten beim Schleudern zu. Ich habe Mühe, die Sitzkissen für sie zu platzieren, wieder Taumeln. Der Blutdruck steigt, ich koche Kaffee und werfe eine Ramipril ein. Als der Kaffee durchgetröpfelt ist, kommen die Gäste mit dem Liebsten aus der Bienenküche. Wir sitzen draußen, es geht mir nicht gut, aber ich möchte die Jungen nicht vergraulen… Die Ärztezeitung schreibt: „Sommerliche Hitzewellen erhöhen das zusätzliche tägliche Sterberisiko bei Menschen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankungen (COPD) um bis zu 14 Prozent, bei längeren Hitzewellen gar bis zu 43 Prozent.“ Ich weiß das, aber ich fürchte mich nicht. Die Krankenkasse hat auch nach meinem Widerspruch eine Reha abgelehnt.
Kategorie: Morgenstunde
Morgenstunde (1178. Blog-Notat)
Ist ja sonst nicht viel los, aber einige lustige „Begegnungen“ gab es die Woche schon. Da rief ein Fensterputzer aus Bad Freienwalde an und fragte nach dem Motiv des Joachimsthaler Kaiserbahnhofs. Er hatte es im Bahnhof gesehen, sich nach meiner Telefonnummer erkundigt und nun fragte er. Wir sprechen von einer Postkarte für 1 Euro 😊. Vorbeikommen dafür? Das war ihm zu weit. Also bot ich den Versandt an. Kontoüberweisung für 1 Euro??? Wir kamen ins Witzeln und weil das so lustig war, meinte ich, ich schicke und er könne ja mal irgendwann, wenn der Job ihn in die Nähe treibt, auf nen Kaffee vorbeikommen. Ich glaube, der Mann glaubt nun gelegentlich an das Gute im Menschen 😊. Ich hab ihm drei Karten geschickt.
Einen Tag später fragte eine Dame aus dem Raum München das Buch „Die Mohnfee und die verschwundene Zeit“ via Mail an. Für ein besonderes Geschenk. Ein richtiges Buch allein zur Mohnfee gibt es nicht. Ich dachte, meine handgefertigten Minis wären vielleicht nicht das Passende und so empfahl ich ihr das schöne Geschichtenbuch „Die Gabe der Nebelfee“, darin ist die Mohnfee enthalten. Die Frau ging auf den Link zum Verlag. Nö, sie wolle etwas Klitzekleines… also doch den 4. Titel aus der Kurtschlager Edition und siehe da, genau so etwas wünschte sie sich. Also eintüten und ab geht’s. Kleine Verrichtungen im Tag…
Morgenstunde (1177. Blog-Notat)

Die Tage huschen zwischen Heftebau und Imkerei hin und her. Aber heute musste ich zum Lungen-CT nach Gransee – jedes Schlagloch hat meinen Hexenschuss angestachelt. Kinner ne…, ich dachte, er verdrückt sich langsam, denkste. Wieder daheim konnte ich mir die bewegten Bilder (noch nicht ausgewertet) mit einem Zugangscode virtuell ansehen. Sehr spannend, wie so eine Lunge arbeitet…
Mit den Entwürfen zu dem erwünschten Firmenlogo bin ich soweit durch und kann morgen die Farben anlegen, dann wäre diese Arbeit zum Wochenende abgeschlossen. Gut, denn da will der Imkergatte wieder schleudern. Ich bin gespannt, ob etwas Robinie dabei sein wird. Hatten wir lange nicht mehr, wegen der Spätfröste… Die drei Schwärme haben sich prächtig entwickelt, dass sie jetzt sogar schon einen Honigraum brauchen. Man sieht in diesen Tagen den Imker öfter in sich hinein lächeln – was will man mehr…
Morgenstunde (1176. Blog-Notat)

Die Hexe hext, ich falte weiter… während die aufgeregte Gesellschaft wie ein Hühnerhaufen herumflattert, anstatt den Laden zusammenzuhalten, bevor er implodiert. Noch mehr Abgaben und Sozialkürzungen verlangen die Reformer der Stunde, die strukturelle und grundsätzliche Reformen scheuen. Diese Aufgabe scheint zu groß für das politische Personal. Ich frage mich ernsthaft, wann in diesem Land endlich kluge und mutige Köpfe der Bürgerlichen Gesellschaft antreten, um einen Neustart zu wagen. Wo sind sie? Worauf warten diese gebildeten und erfahrenen Menschen? Nur sie können dieses Land verantwortungsbewusst aus der Irre führen und deshalb sollten sie sich für diese Herkulesaufgabe nicht zu schade sein. Die Menschen im Land brauchen Hoffnung und Visionen.
Morgenstunde (1175. Blog-Notat)
„Man kriegt ja immer mal was…“, meinte mal ein Lungen-Prof zu mir. Daran muss ich immer denken, wenn mal wieder etwas aus heiterem Himmel fällt. Diesmal war es ne Hexe. Ganz hinterlistig sitzt sie seit Montag im Gebälk, wandert und sticht bei dieser und jener Bewegungen fest zu. Einfach gemein. Pferdebalsam, Ibu, Heizkissen und Bandage helfen nur bedingt. Also ablenken in kleinen Verrichtungen, denn Dauersitzen geht auch nicht. Und so stehe ich (ab und zu) seit gestern am Pult und falte die MINIATUREN zum neuen Produkt, da kommt doch zwischen den Stichen Freude auf…
MINIATUREN, 6. Titel in der Reihe: ELSNER-EDITION hier:
Morgenstunde (1174. Blog-Notat)
Morgenstunde (1173. Blog-Notat)


Atemschweres Wetter seit drei Tagen. Schwüle und Feuchte schlagen Pflöcke in meine Tageswege: Bis hierhin und nicht weiter. Es stehen überall Sitzmöglichkeiten, auf die ich mich fallen lassen kann und beim Verschnaufen darf ich die Mohnblüteninseln anschauen. Das Rot ist eine Freude fürs Herz. Ich habe mich dann lieber doch ins Haus zurückgezogen und helfe mit dem Abwaschen der Siebe und Honiggefäße. Der Imkergatte bereitet die erste Honigschleuder in 2026 vor. Wir sind gespannt.
Im Atelier warten zwei neue Aufträge: ein Firmen-Logo und eine Landschaftsmalerei. Die Leinwand hat ein ungewöhnliches Format und musste bestellt erst werden. Diese Arbeiten werden in die kommenden Regenzeiten gelegt. Alles drängt nicht und deshalb habe ich sie auch angenommen. Auch mit dem Zeichnen meiner Weihnachtsgeister möchte ich ein bisschen vorankommen. Die Hälfte des Jahres ist ja schon bald rum…

















