Morgenstunde (1198. Blog-Notat)

Halb Teich, halb Sumpf…

Nachdem der Liebste kurz nach neun Uhr nach Gera aufgebrochen war, wurde der Tag plötzlich langsam und still. Die Beerdigung seines Onkels rief ihn in den Süden, acht Stunden Fahrt hin und zurück…. Mich hat man freundlicherweise entschuldigt, weiß ja jeder, was ist… und so bin ich, bevor die Hitze zuschlug, noch ein paar Duzend Zentimeter Teichufer beschneiden gegangen. Eine halbe Stunde vielleicht, dann musste ich ins kühle Häuschen flüchten. Unterwegs rupfte ich noch Brennnesselblätter, um daraus ein Pesto zu fertigen, mit Knofi und gehackten Walnüssen, ich mags auf frischen Tomaten. Seitdem gönne ich mir Ruhe, denn ehrlich, die tagelange Hitze schlaucht, erst recht, wenn tropische Nächte keine Erleichterung bringen. Hat jemand mitgezählt, wie viele Tage wir in diesem Sommer schon über 30 Grad hatten? Bestimmt rekordverdächtig und die nächste Welle deutet sich schon in der Großwetterlage an. Kinner ne, es reicht…

Brennnessel-Pesto:

Nesselblätter beherzt vom Stängel ernten. Mit heißem Wasser überbrühen (dann brennen die Blätter nicht mehr). Das abgetropfte Kraut mit Sonnenblumen- oder Walnusskernen, Salz, Pfeffer, Knoblauch in einer Schlagmühle zerkleinern, Rapsöl oder Olivenöl dazugeben – fertig ist der vitamin-C-haltige „Venenputzer“.