Morgenstunde (1190. Blog-Notat)

Manchmal entwickelt sich ein flüchtiger Gedanke zum Bandwurmthema 😊. Als ich mir gestern den Weinstock im Hof betrachtete, dachte ich so im Stillen: Müsste mal wieder beschnitten werden – heute nicht… Aber wie wäre es denn mit ein paar Weinlaubpasteten zum Abendbrot. Mit Hackfleisch gefüllt, würde der Imkergatte sie vielleicht annehmen, er mag keine nahrhaften Experimente. Also habe ich mal eben gegoogelt, wie man die Blätter behandelt, damit sie rollfähig sind (3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren) und entdeckte währenddessen, dass die Rote Weinrebe Heilpflanze des Jahres 2023 wurde. Guck an, was kann sie denn? Und da wurde es spannend: Weinblätter enthalten Vitamin B6, Vitamin B2, Calcium, Magnesium und Kalium. Weinblätter sind überdies erstaunlich nahrhaft. Sie sind kalorien- und fettarm, beeindrucken mit hohem Eiweißgehalt und reichlich Ballaststoffen. Auch der Gehalt an Flavonoiden kann sich sehen lassen – diese natürlichen Pflanzenstoffe schützen die Körperzellen vor freien Radikalen und haben günstige Effekte auf Blutdruck, Blutfettspiegel und das Immunsystem. Das ist doch einigermaßen bedeutsam und schon hatte ich nicht nur die gefüllten Weinlaubblätter im Sinn, sondern auch ein heilsames, wohlschmeckendes Pesto. Man könnte noch einiges mit Weinblättern anstellen, doch für diesen Nachmittag war es dann genug…

PS: Bitte nie den Wilden Wein probieren, der ist giftig!

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