Morgenstunde (1189. Blog-Notat)

Diese Schöne wächst aus einer Fuge (5 mm) des gepflasterten Hofes. Ein unbeachteter Winterfutterkern trieb überlebensstark zum Licht. Natur ist immer wieder überraschend. Aus ebensolcher Rille wäscht ein krüppliger Holunder im Hof, man mag es kaum glauben, wie er das geschafft hat, ohne das Pflaster anzuheben. Er darf dortbleiben, denn wer Hand an diesen Gottesbaum legt, den trifft Holla mit Krankheit oder Tod. Also schön die Finger davon lassen…

Je 5 nummerierte Hefte pro Titel, obenauf eine O-Nummer als folienloses Ansichtsexemplar.

Nach zwei Wochen Druck-, Falt- und Bindearbeit ist die Offerte meiner ELSNER EDITION in neuem Papier und Karton fertig. Demnächst werde ich sie einer Galerie anbieten. Vielleicht kann ich so einige Menschen mit meinen handgefertigten Künstler-Heften erreichen. Es wird eine Option in die Zukunft…

Morgenstunde (1188. Blog-Notat)

Auf der Fahrt nach Hirschfelde…

Die Wetter-App meint, es wird heute einfach nur ein Sommertag. 25 Grad, sonnig. Ja, bitte! Es reicht mir langsam durch abgedunkelte Räume zu schleichen. Aber diesmal haben wir damit das Häuschen bei 23 Grad halten können. Gestern unternahmen wir die alljährliche Winterfuttertour zum Imkereifachhandel in Hirschfelde. Im klimatisierten Auto war die Fahrt gut zu verkraften. Regen haben wir nicht abbekommen, nur wilde Wolkenzüge.  Heute ist mein vorläufig letzter Buchbindetag, es wird auch Zeit, ich will endlich die bestellte Leinwand beginnen, und schließlich naht auch das Etikettieren der Honiggläser. Aber dazu müssen die Temperaturen runtergehen, bei Hitze entsteht nicht die gewünschte cremige Konsistenz… Ein wenig Geschäftigkeit bewegt uns also und gegen meinen Hitzeschaden (Schwindel) aus der ersten Welle im Juni, mixe ich mir jetzt täglich einen Elektrolyte-Drink (eine Messerspitze Kochsalz, je eine 250 g -Tablette Magnesium, Kalium, Kalzium auf ein Glas Wasser) – es ist damit besser geworden…

Morgenstunde (1187. Blog-Notat)

Gestern Abend traf eine Sendung mit Elfenbeinfarbigen DCP Karton aus Den Haag ein. Würde es klappen? Denn inzwischen ist auch der mondi-Karton für die Umschläge meiner Heftproduktion ausgelaufen. Ich benutze das feine 200g-Papier seit 25 Jahren… Um die Heft-Reihe weiter stimmig zu fertigen, brauchte ich einen guten Ersatz, wie schon vor Monaten für die Innenseiten. Es lag nahe bei dieser neuen Firma nach einer 200-Gramm-Variante zu fragen, aber die hatte zwar eine schöne Härte, war aber zu dünn. 28 € in den Sand gesetzt… Also ein paar Gramm mehr probieren, würde sich der 250-Gramm-Karton noch Falten lassen??? Und ja, er lässt sich ohne Knitter falten und das Endprodukt sieht jetzt richtig gut aus. Ich bin erleichtert, Problem gelöst.

Morgenstunde (1186. Blog-Notat)

Der Morgen ist sommerlich sanft. Habe die Topf- und Kübelpflanzen gedüngt, aber der Körper will nicht so recht. Schwäche. Also gehe ich ins Atelier und falte die nächsten Bögen für neue Künstlerhefte. An schwächlichen Tagen baue ich mich mit solchen Verrichtungen auf. Etwas wird… Bei der nächsten Gartenrunde zupfe ich hier und da ein paar Grashalme aus den Staudenbeeten, sie verwildern, der Garten wächst mir über den Kopf, denn der Atem stottert, wenn ich Kraft in die Hände gebe. Dazu braucht es nicht viel und der Kopf hat darüber zu tun, nicht in Trübsal zu versinken. Es wäre kein Wunder. Aber, es wird ein besserer Tag kommen, auf den kann ich mich freun…

Morgenstunde (1185. Blog-Notat)

Die Briefe der VG-Bildkunst liegen schon einige Wochen. Sie enthalten Codes für den Zugang zu ihrem modernisierten Portal. Hier sind einmal im Jahr Meldungen fällig, die uns ein paar Tantiemen aus Veröffentlichungen bringen. Es musste also sein, meine Formular-Phobie (virtuelle oder analoge – ganz gleich) zu überwinden. Die Verifizierungen stocken inzwischen immer weiter auf. Ich musste mich mit meiner Mailadresse, einem Code, der dem Mailkonto gesandt wurde (und natürlich erst einmal im Spam-Ordner bei gmx.de landete) einloggen, dort wurde nach meiner Mitgliedsnummer gefragt und schlussendlich nach dem 2. Code, der im Postbrief stand. Dann öffnete sich mir das komplett umsortierte Portal. Das Gleiche war nun noch für meinen Liebsten vonnöten. ABER schon mit unserer gemeinsame Mailadresse kam ich nicht weiter und begriff: Jetzt kannst Du erst einmal dem Computerverweigerer eine eigene Mailadresse einrichten. Ich rief meinen Lieblingsschrauber in Saßnitz an, der übernahm das für mich und in einem Anflug von Mut, meinte ich zu ihm, meinem iPhone fehle ein weiter Mailaccount. Ha, da hatte ich mir für heute was eingebrockt. Weise mal einem Handy-Analphabeten am Telefon den Weg… einer, die noch nie eine App runtergeladen und sich im Funkloch ausgeruht hat… Wir haben eine halbe Stunde dafür gebraucht, beide waren wir fix und… und der Blutdruck an der Decke, aber jetzt ist alles eingerichtet…

Morgenstunde (1183. Bog-Notat)

In der Höhle unter der Efeuwand schnarcht der Igel schon den ganzen Tag. Mal lauter, mal leiser. Nachbars Kater schaut allenthalben nach dem Geräusch. Hier gibt es nichts für ihn zu jagen… Am zweiten Tag mit gemäßigten Temperaturen atmen wir auf und kümmern uns. Der Liebste fegt den Hof, ich putze ein Fenster und koche draußen unter dem Glasdach. Vormittags überall Durchzug im Häuschen. Verschnaufen vor der nächsten Welle… Wir denken über den Einbau einer richtigen Klimaanlage nach, warten damit aber zum den Herbst, bis die Preise wieder etwas gefallen sind. Morgen wird hoffentlich der meine Karton-Bestellung eintreffen, ich möchte einen neuen Satz der sechs Titel zur ELSNER-EDITION bauen, den vielleicht eine Galerie in Kommission nimmt. Je 10 Hefte. Wenn ich damit durch bin und das Wetter friedlich, fahren wir und schauen, was wird…

Morgenstunde (1181. Blog-Notat)

Es war die heißeste Nacht, die ich je erlebte und weil Eure Nacht gewiss vergleichbar war, muss ich nicht viel erzählen von Dämmerzuständen unter dem Laken. Die Augen sind immer noch geschwollen… Heute waren es nach dem Sonntagsfrühstück schon fast 30 Grad, aber es kam ein Lüftchen auf, sodass ich seit Tagen für ein Weilchen unter die Weide zog, frei atmen konnte und dem Wachsen der Gurken zusah. Im Atelier sind trotz nächtlichem Lüften schon wieder 28 Grad, der Ventilator brummt, aber diese Arbeitstemperatur schwächt nur, ich lasse es und warte auf Abkühlung…

Morgenstunde (1179. Blog-Notat)

Es ist besser. Die Temperaturen sind heute angenehm, so könnten alle Sommertage sein. Der Atem fließt ruhig. Nach dem ablehnenden Reha-Bescheid reise ich jetzt wieder nach innen: arbeite mit Reiki (habe den II. Grad), Affirmationen und Tai Ci, ein bisschen von allem fürs bessere Atmen und neue innere Kraft. Von Selbstheilung halte viel. Auch wenn es zuweilen „nur“ um das psychologische Momentum geht und um Energieflüsse. Die Lunge wird davon nicht heilen, aber die Atemmuskeln werden trainiert. Der Status einer chronisch kranken Künstlerin in Rente ist nicht sehr hoch in diesem Land. Man muss sich selbst kümmern, eigentlich wie immer in meinem Leben.

Die neue Kräuterecke am Haus.

Morgenstunde /1179. Blog-Notat)

Von der Hitze am Tag wurde mir übel. Nach dem Mittags-Gewitter klebte die Luft gleich wieder. Schwer von der Nässe. Die Hitze einzuatmen, lässt mich taumeln schon den zweiten Tag. Die Beine werden schwer, ich komme nicht weit und ziehe das abgedunkelte Häuschen vor. Hier wird die Luft dick. Der Ventilator dreht den Mief. Es kommen nachmittags unverhofft junge Gäste. Sie schauen dem Imkergatten beim Schleudern zu. Ich habe Mühe, die Sitzkissen für sie zu platzieren, wieder Taumeln. Der Blutdruck steigt, ich koche Kaffee und werfe eine Ramipril ein. Als der Kaffee durchgetröpfelt ist, kommen die Gäste mit dem Liebsten aus der Bienenküche. Wir sitzen draußen, es geht mir nicht gut, aber ich möchte die Jungen nicht vergraulen… Die Ärztezeitung schreibt: „Sommerliche Hitzewellen erhöhen das zusätzliche tägliche Sterberisiko bei Menschen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankungen (COPD) um bis zu 14 Prozent, bei längeren Hitzewellen gar bis zu 43 Prozent.“ Ich weiß das, aber ich fürchte mich nicht. Die Krankenkasse hat auch nach meinem Widerspruch eine Reha abgelehnt.

Morgenstunde (1178. Blog-Notat)

Ist ja sonst nicht viel los, aber einige lustige „Begegnungen“ gab es die Woche schon. Da rief ein Fensterputzer aus Bad Freienwalde an und fragte nach dem Motiv des Joachimsthaler Kaiserbahnhofs. Er hatte es im Bahnhof gesehen, sich nach meiner Telefonnummer erkundigt und nun fragte er. Wir sprechen von einer Postkarte für 1 Euro 😊. Vorbeikommen dafür? Das war ihm zu weit. Also bot ich den Versandt an. Kontoüberweisung für 1 Euro??? Wir kamen ins Witzeln und weil das so lustig war, meinte ich, ich schicke und er könne ja mal irgendwann, wenn der Job ihn in die Nähe treibt, auf nen Kaffee vorbeikommen. Ich glaube, der Mann glaubt nun gelegentlich an das Gute im Menschen 😊. Ich hab ihm drei Karten geschickt.

Einen Tag später fragte eine Dame aus dem Raum München das Buch „Die Mohnfee und die verschwundene Zeit“ via Mail an. Für ein besonderes Geschenk. Ein richtiges Buch allein zur Mohnfee gibt es nicht. Ich dachte, meine handgefertigten Minis wären vielleicht nicht das Passende und so empfahl ich ihr das schöne Geschichtenbuch „Die Gabe der Nebelfee“, darin ist die Mohnfee enthalten. Die Frau ging auf den Link zum Verlag. Nö, sie wolle etwas Klitzekleines… also doch den 4. Titel aus der Kurtschlager Edition und siehe da, genau so etwas wünschte sie sich. Also eintüten und ab geht’s. Kleine Verrichtungen im Tag…