Die gold-roten Sujets Ein Goldrauschen hauchte der Jahreszeit die Krönung ein und inspirierte mich neu. Herbst 2018. Mir juckte es schon seit Monaten in den Fingern mit der Farbe Gold zu experimentieren und ich begann dem Reiz nachzugeben… Zunächst mit kleinformatigen, abstrakten Spachtelarbeiten. Dem folgten zwei aufwendige Kraftbanner, allein die Ewigkeitsspirale darauf verschlang drei Tage – ein echtes Geduldsspiel im Juli 2019. Nach einer weiteren Bilderfahne „Goldrauschen 2“ war es genug, denn diese gestreckten Formate (83 x 200 bzw. 42 cm x 200) verlangen Turmbauten-Konzepte, die mir zu kopflastig wurden. Nun denn, als Experiment waren diese Bilderfahnen O.K., ich musste sie nicht weiterverfolgen. Damit war aber nicht die Farbe Gold gemeint, dieses Leuchten reizte mich weiter, aber in anderen, kleineren, endgültig abstrakten Formaten.
Petra Elsner: Bilderfahne GOLDRAUSCHEN I, 82 x 200, Acryl auf Gewebe, 2019
Die Wiesen verblühen langsam, denn der Hochsommer atmet Hitze. Gestern lag das Licht über den Ernteackern weichgezeichnet, fasst golden. Überall flattern die Kinderschwärme der Stare, Schwalben und der Spatzen. Ich bin mit dem Imkergatten mal aus dem Funkloch gefahren. Während ich am iPhone Lernversuche unternahm, hat er in Altlüdersdorf Bienenfluchten in die Beuten dieses Standortes eingebracht. Heute holt er von dort Honigwaben, die wir nachmittags schleudern werden. Fünf Abfüllgefäße reifen unterdessen in seiner Honigküche. Es gibt ja Imker, die den Honig nur einmal rühren und danach abfüllen. Macht jeder anders, mein Liebster lässt ihn reifen und rührt, je nach Sorte bis zu drei Wochen immer wieder, bis er perlmuttfarbig und damit cremig wird. Das Kurtschlager Gold hat diesmal viel Waldanteile dabei und ist noch recht flüssig, gut Ding will Weile haben… Unterdessen texte ich das Ende meiner Virtuellen Ausstellung. Der schöne Nebeneffekt ist, dass ich nun etliche meiner Malphasen mit Gedanken versehen habe. Diese konzeptionellen Worte hatte ich zuvor noch nicht, die meisten jedenfalls, irgendwann werden sie in einen Katalog einfließen… Im August will ich ein bisschen Pausieren, zumindest ein anderes Tempo versuchen. Muss Kraftschöpfen. Viel zu ernten haben wir leider nicht im Garten. Abermals ist die komplette Obstblüte im Mai erfroren, wie schade, aber das Gemüsehochbeet macht viel Freude. Im Herbst werden wir noch zwei weitere für 2021er Saison aufstellen, es ist einfach sinnlos, auf dem Heidestaub etwas anzubauen. Habt ein entspanntes Wochenende alle miteinander, ich werde ab morgen im Schatten der Linde schmökern und dösen, Sommerpause eben. Atelierbesucher sind natürlich immer willkommen…
Ach übrigens: Hat mich doch gestern die Rektorin einer Horrheimer Grundschule angerufen, um sich meinen Lesefrosch für Ihren Feriengruß auf der Schulwebsite auszuborgen. Mach ich doch gerne, erst recht, wenn das sooo nett ausschaut:
Hat schon mal jemand versucht, ein iPhone im Funkloch fertig einzurichten? Ich versuche es und verzweifele. Die ersten Schritte haben mir Frauen aus der Nachbarschaft gezeigt bzw. erschaffen. „Braucht nur noch ne Bestätigung!“, hatte ich auf dem Nachhauseweg noch in den Ohren. Aber, aber. Es kam nichts, jedenfalls nicht zeitnah. Nach vier Tagen kam der erste Code. Wohlbemerkt nachdem ich in meinen Mailpostfach den SMS-Empfang eingerichtet hatte. Brauchte ich bisher einfach nicht. Dessen GMX-Code kam aus Sicherheitsgründen mit der Post, danach liefen die Benachrichtigungen so langsam ein. Instagram meinte, ich habe die falsche Telefonnummer. Ein neuer Code führte weiter nur ins Nichts. „Prüfen die Telefonnummer!“ Herrje, sie war/ist korrekt. Em und jetzt? Was mache ich bloß? Ich bin genervt. Wusste ja, dass ich da in den letzten Jahren handytechnisch alles verpasst habe. Für mich reden alle nur irgendwie nur Chinesisch rund um das Teil. Und JEDER denkt, die kann doch Computer, was hat sie denn…? Keine Ahnung eben. Und jeder/jede hat zu jeder App eine andere Meinung. Das verwirrt. „Telegramm – bloß nicht, da sehen alle Deine Kontakte!“ Was brauche ich, was nicht? Fotos hab ich schon geschossen. Das ist ja auch nichts weiter, aber sonst…. ich lerne Klick für Klick…vielleicht… Aber lieber gehe ich den Garten gießen.
Abstrakte Mystik Mystik in abstrakter Form betrat schon im Vorspiel zu den Fahnenbildern auf die Leinwand oder den Karton. Diese Farbassoziationen umklammerte ich ab 2014 als FUNKEN DER SEELE, nannte sie aber weiter GEHEIMNISSE. Stilistisch sind es gespachtelte Farbschauer, darin wohnen wieder Zeichen. Aber ihre rätselhafte Natur soll verschwommen bleiben. Diese Phase der GEHEIMNISSE tragen die Farben der Jahreszeiten.
Geheimnis 66 – Frühling, 2014, 80 x 100, Acryl auf Leinwand
Umhüllt von der Seide eines frischen Morgens laufe ich durch nasses Gras in einen heißen Tag. Der schiebt die Zeitensorgen ächzend übers Land. Sie bleiben ungeborgen und quellen brennend rot in das tiefe Blau am Rand.
Die Bilderfahnen DIE GROSSE ERDENMUTTER soll gesundmachende Lebenskraft verströmen. Sie ist der heilige Ort, der die Geheimnisse des Werdens und Vergehens bewahrt, der Urgrund.
Petra Elsner: DIE GROSSE ERDENMUTTER, 83 x 213 cm, Acryl auf Gewebe, 2015
Die Bilderfahnen DIE GROSSE SCHAMANIN ist für mich ein Sinnbild für die Suche nach verborgenen Welten, den äußeren und den inneren. Sie ist diejenige, die alle Wirklichkeiten wahrnehmen kann und zwischen ihnen vermittelt. Und natürlich ist sie eine Heilerin, die ich brauchte, weil mein Liebster in diese Zeit schwer erkrankte. Zwei schlimme Jahre, ich denen es dicht dran war, ihn zu verlieren. Auch in diesem Zusammenhang sind meine Fahnenbilder zu sehen, die zeitweilig von mir den Namen „Heilbanner“ bekamen.
Petra Elsner: DIE GROSSE SCHAMANIN, 83 x 213 cm, Acryl auf Gewebe, 2014
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