Magische Zeichen

Einen Sommer lang präsentiert der Angermüder Kulturvereins e.V. in seiner Kunstgalerie einen Schaffensausschnitt meiner Malerei. Die Ausstellung nennt sich „Magische Zeichen“ und zeigt eine Auswahl ganz neuer Arbeiten und jene, die ich kurz nach dem Umzug in die Schorfheide schuf. In dieser Zusammenschau wird der künstlerische Wandel in meiner freien Malerei sichtbar. Aber auch die Kontinuität im Denken  – nämlich in dem Versuch, dem Geheimnisvollen, Gestalt zu geben.

Geheimnis25

© Petra Elsner

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Dorfgeflüster

Vorab:

Das Schorfheidedörfchen Kurtschlag liegt immer haarscharf neben etwas. Zum Beispiel dicht am Radfernweg „Berlin-Kopenhagen“, der „Märkischen Eiszeitstraße“ oder der Deutschen Tonstraße, dicht am Barnim, der Uckermark, aber gerade noch im Landkreis Oberhavel. Und wenn man zu unserer Gartenpforte hinaustritt, steht man am Rand des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin, einem Märchenplatz für Nebelfeen. Kurtschlag ist ein Ortsteil der Havelstadt Zehdenick (etwa eine Autostunde von Berlin aus), unweit der Feriendörfer Groß Dölln (3 km) und Groß Väter. Ein „kurzer Schlag“, auf dem etwa 300 Menschen siedeln und der inspirierenden Stille der Natur lauschen …

Der Akku-Rührer:
Samstagmorgen. Das Hupkonzert der ländlichen Versorger hat mich aus den Federn getrieben. Widerwillig, denn es ist so grau dort draußen, dass man Bäche weinen möchte. Aber das Grillpaket, das ich gestern sommer-hoffnungsvoll bei meinem Lieblingsfleischer in Mildenberg bestellt hatte, muss auch bei krassem Wetterwechsel entgegen genommen werden. Logisch, schließlich kommen die Autos nicht aus Jux nach Kurtschlag. Die  holpern bei jedem Wetter über das Kopfsteinpflaster von Dorf zu Dorf, die Bäcker- und Fleischer-, die Obst- und Gemüsewagen auch Family Frost. Jeden zweiten Donnerstags hupt das Fischauto dreimal vor Onkel Willis Haus, und die Frau hinterm Steuer hat auch dessen Wunschpäckchen Tabak dabei. Sie kommen zuverlässig, die nahrhaften Kleintransporter und versorgen jene Orte, die längst keinen Handel mehr haben. Aber es gibt nicht nur die Tante Emma Läden auf Rädern. Es rollen auch die ambulanten Haushaltswaren, die Sockenprofis und manchmal auch die mobile Floristin Bianca Volksdorf durch die Schorfheidelandschaft. Für den Rest muss man selbst bis zur nächsten Stadt fahren, nach Templin oder Zehdenick, oder sich was einfallen lassen. Beispielsweise eben. Da rauchte mein altes Rührgerät ab. Das hatte ich zu meiner Jugendweihe bekommen, anno 1968, von meinem Onkel Manfred aus der Schweiz. Friedensware aus tiefsten Kalten-Krieg-Zeiten. Und jetzt?  Für den Quark-Sauerkirsch-Kuchen extra losfahren? 12 Kilometer? Man könnte ja auch mit der Hand rühren, aber da kam doch mein Liebster auf diese unglaublich clevere Idee, dem Akkuschrauber eine neue Funktion zuzuweisen und siehe da, man kann damit auch Teig rühren. Und nach dieser munteren Einlage, lächelt doch schon wieder der Tag.

© Petra Elsner

Akkuschrauber-kl

Ein weiteres Dorfgeflüster hier

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Neue Paradiesvögel: Musikclowns (1)

… eigentlich begann ja alles mit dem Song von Tamara Danz “Paradiesvögel sperrt man nicht ein …”. Der brachte mich auf die Idee, meine “Schägen Vögel” (urspünglich schwarz-weiße Teile, die nachts um die Berliner Höfe zogen) umzuziehen … Heute zeige ich Euch meine Musikclowns.

Musikclowns

© Petra Elsner

(Inzwischen verkauft, 29. September 2013)

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Neue Paradiesvögel

Offensichtlich färbt die Hitze ab, denn in meinem Atelier entsteht gerade wieder eine sonnige Cartoon-Serie. Die nennt sich “Neue Paradiesvögel” und meint Rocklegenden & Musikclowns. 2003 war auch ein heißer Sommer, damals zeichnete ich meine schrägen Vögel erstmalig im Paradiesvögelgewand für einen Kalender. Damals wie heute werfe ich einen liebevoll-spöttischen Blick auf Musiker und ihre Musen, und karikiere ihr erfrischendes Zusammenspiel.

© Petra Elsner

Rocklegenden1-kl

Bald zeige ich Euch den nächsten Cartoon. Einen entspannten Sonntagabend wünscht Euch Petra

 

(Inzwischen verkauft, 28. September 2013)

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