Morgenstunde (289. Blog-Notat)

Das achte Kalenderblatt für 2021. Zeichnung: Petra Elsner

Bisher war es eine stille Woche. Dröge irgendwie auch, weil ich wieder einmal einen ganzen gestrigen Tag in alten Dokumenten kramen musste. Dass zieht mich immer runter und dazu diese Nachrichten. Schaurig, diese Untat in Hanau. Wie lange sich die Idee vom Herrenmenschen doch hält, wie ein Drachenkopf, der immer wieder nachwächst. Mich macht das unglaublich traurig. Aber man kann den Drachen nicht „enthaupten“, man muss ihn zähmen. Und man kann das, denn der Nährboden für diesen mörderischen Hass ist immer die Erosion der Lebensverhältnisse, die Unwägbarkeiten. Unbezahlbare Mieten, desolate Arbeitsverhältnisse… hier hat die Gesellschaft Möglichkeiten, indem sie den Einzelnen nicht dem freien Spiel der Marktkräfte aussetzt. Wo Mitmenschlichkeit der wirtschaftlichen Eliten ein Fremdwort ist, braucht man sie über Exzesse nicht zu wundern. Dennoch, es gib keine Entschuldigung. Ich kann das alles nicht gut aushalten und deshalb zeichne ich mir EIN Lächeln in diesen grauen Tag: Das achte Kalenderblatt für 2021 halt….

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Morgenstunde (279. Blog-Notat)

Fünftes Kalendermotiv für 2021: Ein Sommertag am Meer Zeichnung: Petra Elsner

Tropfentage. Dichte Regenvorhänge, richtige Pfützen im Garten, der sich sattschlürft, aber die Heizung stockt und schweigt still – gestern Nachmittag. Windböen prallten auf die Hauswand und so hatte es schnell nur noch 16,5 Grad im Atelier. Da kommt Freude auf. Der Liebste setzte auf mehrfachen Neustart der Anlage und: Abwarten. Schließlich musste er doch den Heizungsmonteur anrufen. Der konnte erst heute Morgen kommen und meinte nur: „Warmwasseraufbereitung erst mal ausschalten, dann läuft sie bestimmt wieder in der Zwischenzeit.“ Tat sie auch. Ich machte mir derweil warme Gedanken und zeichnete in eine dicke Decke gehüllt den Schrägen Vögeln einen Sommertag am Meer, es wird das fünfte Motiv zum Kalender 2021. Die Heizung hatte schlussendlich zu viel Luft im Getriebe, jetzt brummt sie wieder…Ich bin erleichtert.

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Morgenstunde (268. Blog-Notat)

Der Januar-Cartoon 2021. Zeichnung: Petra Elsner

So, die Schräge-Vögel-Jungs und ihre Wintergarderobe sind nun endlich in Farbe getaucht. Bin erst gestern wieder an das begonnene Zeichenblatt vom 15. Dezember herangekommen. Jetzt ist das 1. Motiv für den Kalender 2021 fertig – der Januar eben mit dem Thema Teambildung. Früher hab ich so ein Blatt am Stück gezeichnet, acht Stunden durch, dass schaffe ich heute nicht mehr, die Augen mosern und der Rücken mault nach zwei Stunden. Also raus ins Freie, ein bisschen Gartenarbeit, gleich welches Wetter, nach einer Stunde geht’s mit irgendetwas im Atelier weiter. Die Arbeit an so einem Cartoon verbraucht zusammengenommen zwei, drei Tage.
Schönes Wochenende derweil allerseits.

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Das Immerwiederkehrende

Alltag 7, Mai 2019:

Die „Dinge des Alltags – das Immerwiederkehrende“ – ist das Jahresprojekt der Bloggerin Ulli Gau, an dem ich mich beteilige und 12 Monate lang immer am  1. Monatswochenende etwas aus meinem Alltag vorstelle …

Selbstbildnis aus 2005

Diesmal: Die Fingerübung Zeichnen

Das Zeichnen gehört zu meinen ganz alltäglichen Fingerübungen. Handwerkliches Geschick üben und dabei ein Formenspiel hinterlassen. Nicht immer muss es nützlich sein, einen Sinn haben. So wie wir Computertipper langsam die Eleganz unserer Handschrift verlieren (in Ermanglung von Schreibschriftpraxis), muss das Zeichnen trainiert werden, soll es bei mir bleiben.

Karte zum “Fest an der Panke” 2011

Mein Schräger Vogel, eine Art Rabe, sorgt dabei für Momente der guten Laune. Auf sonnengelben Grund kommt er in farbenfroher Robe daher, die eher an Paradiesvögel erinnert, vielleicht auch an eine Clownerie.
Wenn er sich nicht ereignisbezogen äußert (z.B. als Einladung zum OFFENEN ATELIER), erzählt er vielleicht eine kleine Bildgeschichte, ohne Worte, denn die Autorin erholt sich ja gerade beim Stricheln seines frechen Kostüms.
Mit den Jahren ist dieser „Schräge Vogel“ gewissermaßen zu meiner Marke geworden und bei dieser Stadtfestkarte (Foto) aus 2011 hockte er plötzlich auf dem Blatt – der Malerrabe mit dem Katzenschwanz, der seither so etwas wie mein Logo ist…

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Morgenstunde (155. Blog-Notat)

Die Einladungskarten zu Tag des OFENEN ATELIER 2019

Die Einladungskarten sind eingetroffen und sie leuchten ganz wundervoll. Fortan kann ich allen jenen die nichts Elektronisches wünschen, die Karten eintüten und versenden. All die anderen bekommen eine Einladungsmail (200 Briefmarken sind einfach auch teuer). Jene können sich eine solche Karte als Erinnerung aus dem Atelier mitnehmen.
Ach, bin ich froh, mit meinem Sonnengelb (es ist gelbe Holzbeize) haben die Druckereien gewöhnlich ein Problem. Aber 4C-Druck heißt eben mit nur vier Farben und nicht Kunstdruck mit x weiteren, deshalb sind die Mischtöne immer ein Wagnis. Auch diese Karte ist ein Tick im Gelb zu fett, aber ist O.K. und eh gelaufen.
Wenn ich mich so umsehe, dann graust mir vor den vielen Baustellen, die noch zu einem guten Ende kommen sollten, bevor die Gäste kommen. Gestern hab ich erst mal den Baumschnitt verbrannt. Heute versuchen wir alte Bauplatten zu verstecken, die beim Ausbau der Bienenküche des Imkergatten am Montag gegen echtes Mauerwerk abgelöst wurden, und jetzt bei meinen Blumenmond herumlümmeln. Der Liebste ist kein Aufräumer, seufz, es muss mir was einfallen. So zerbröselt sich die Zeit, innerlich spreche ich mir Mut zu – wir schaffen das…

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Morgenstunde (89. Blog-Notat)

Der rechte, bereits reservierte Vogelklotz ist nun fertig lackiert, die neuen Musikclowns auf Holz (linker Klotz) und Papier sind taufrisch und noch zu haben.

Bin eben mal kurz draußen gewesen und kam ich im flüssigen Zustand wieder zurück. Es hilft nichts, ich muss wieder zurück in den abgedunkelten Atelierraum zu meinen Schrägen Vögeln. Mehr oder weniger seit sieben Tagen bin ich mit ihnen beschäftigt. So ist auch der Musikclown-Klotz inzwischen fertig, aber weil es sich das so unbequem auf der der schmalen Holzfläche pinselt, bin ich zur Abwechslung mal wieder auf ein Stück Papier gewandert. Aber eigentlich ist mir nach nix… bis zu 39 Grad – extrem, wenn das so weiter geht, werden wir auch noch tropische Wirbelstürme bekommen… Kann frau drauf verzichten. Kommt schadlos durch die Hitze des Tages!

Tuba & Saksofon von Petra Elsner

1004. Blogbeitrag

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Morgenstunde (88. Blog-Notat)

Der Vogelklotz war zwar fertig, aber der Unterseite fehlte noch der Lack und schon kam Spontanbesuch und reservierte das Teil. Fein, da hat doch Frau gleich wieder Lust weiter zu wuseln. Diesmal werden es meine Musikclowns aus der Reihe “Schräge Vögel” (siehe oben) sein, die aufs Holz springen werden… Aber jetzt ist erst einmal Wochenende, wir besuchen Freunde in meiner alten Heimat Zeuthen. Süß-schmerzlich, denn dort werde ich immer den Phantomschmerz meiner verlorenen Familie spüren. Das gelbe Haus an der Bahnlinie…  Dennoch das Freundschaftstreffen ist es wert, ihn auszuhalten.
Macht Euch ein schönes Wochenende, ich bin dann mal weg.

Immer wenn wir auf der A10 an diesem Wasserturm von Niederlehme vorbeirasen, werden die Erinnerungen wach. Von der Dahmebrücke schaut man hinunter nach Wildau hinein, wo ich geboren wurde. Der Ort dahinter ist Zeuthen, dort lebte ich 35 Jahre lang bis 1992.

Blog-Beitrag 1001

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Morgenstunde (86. Blog-Notat)

Aktuelle Handfertigkeiten

Hätten heute Morgen nicht schon 35 Grad vor der Tür (Ostseite) gebrütet, man könnte, wenn man ins Atelier schaut meinen, es ist gleich Advent: Gestern habe ich das 70. Bändchen von der jüngsten Sommergeschichte „Die Hitze unter dem Sonnenhut“ gebunden, dazwischen auch mal ältere Titel, heute ist ein neuer Vogelklotz in Arbeit, es ist der dritte seine Art. Cartoon auf Holz gebracht.

Ein neuer Vogelklotz entsteht…

Es wird nicht sehr viele davon geben, denn sie sind ein bisschen zu aufwändig. Aber doch schön, die Klötzer wirken irgendwie wie eine kleine Laterna magica. Dazwischen bemale ich immer mal wieder einen kleinen Apfelkönig mit Spruch auf dem Rücken, ansonsten ist die Birne mau, da geht frau lieber zum Handwerkeln über. In allen Räumen ist es wegen der herabgelassenen Jalousien dunkel und so nicht gut möglich, an einer Leinwand zu arbeiten. Aber ich will nicht klagen, wenigstens habe ich diese Möglichkeiten und muss nicht nur echauffiert in einem stillen Winkel hocken. Es werden wieder andere Tage kommen… Bis dahin – gebt auf Euch acht!

Vogelklötzer mit “Schrägen Vögeln”…

… oder genauer gesagt: Paradiesvögel…

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