24 Tage im Advent

Diese rutschende Winterfigur ist mein Herr Dezember und die Geschichte zu ihm findet sich hier.

Lykrik-Krümel

Dezemberglühen

Früher war mehr Lametta – ja.
Heute gibt’s knallbuntes Blingbling
Der Herr Dezember schickt Liebe
doch Hetze und Hass überwiegt
Der Herr Dezember singt vom Frieden
doch nebenan tobt der Krieg
die Nacht blüht still unter Sternen
das Dezembergespür verglüht.

©Petra Elsner

Lyrik-Krümel

Die Wunderzeit

Sie knistert leis in allen Ecken
und lauscht dem Flockentaumel vor der Tür.
Verströmt Düfte und die helle Hoffnung
auf ein Friedensfest, das eine Welt kürt,
die das Menschsein zelebriert.

© Petra Elsner

Lyrik-Krümel

Foto: Lutz Reinhardt

Lyrik-Krümel

Herbst

Der Wind
hat den Sommer vertrieben
die Schwalben
sind auf und davon
Wir sind im Dämmerland geblieben
und träumen vom roten Mohn
Das Jahr schleppt sich
müde zur Bahre
sein Glanz ist längst verlöscht
wir leuchten ihm mit der Laterne
bis es sich selbst erlöst.

© Petra Elsner

Foto: Lutz Reinhardt

Lyrik-Krümel

Foto: Lutz Reinhardt

Alterskampf

Eines Morgens
bricht Zorn
aus der Schwäche
ich schreie
die Schwere an
sie gleitet zu Boden
und schaut spöttisch
aber sie ruft nicht mehr nach mir.

Lyrik-Krümel

Foto: Lutz Reinhardt

Sanfter Morgen

Leise schleiche ich
mich aus der Nacht.
Es zieht mich
in den wilden Garten.
Sonnenflecken blinzeln sacht,
tanzen, funkeln, leuchten.
Beim Kaffee lausche ich ganz still
nach einem unscharfen Gedanken.
Noch greift der Tag nicht nach mir.
Schlägt kein Kummer an die Tür.
Da kann ich langsam sein.

 

© Petra Elsner

 

Lyrik-Krümel

Foto: Lutz Reinhardt

Auf und Ab


Gestern sang der Tag ein Regenlied
heute ist es Butterblumenleuchten
selbstvergessen Schlendern
über Kirschblütenschnee
atmet der Sonntag
neue Energie.

© Petra Elsner

Lyrik-Krümel

Foto: Lutz Reinhardt

Märzgrau  
Dämmerfeucht schmatzt die Luft
schweres Atmen
die Raben kreisen über ihrem Schlafbaum
müdes Blinzeln
Rauch mischt sich mit dem Niesel
leise wispert der Wald.

 

© Petra Elsner

Lyrik-Krümel

Foto: Lutz Reinhardt

Vom kleinen Licht

In einem Lichtpunkt, keinen halben Meter breit,
bist du allein mit dir und dem Buch.
Das ganze Universum ist ausgeblendet
und ein anderes liegt ausgebreitet vor dir.
In das kannst du eintreten
ohne alle Last und den
liegengebliebenen Verrichtungen,
die versunken vom Dunkel bedeckt sind.
In diesem Lichtpunkt
kannst du leicht davonschweben.

 

© Petra Elsner 2023

Lyrik-Krümel

Dezember

Spät im Jahr
flieht die Zeit
vollgeschrieben
ist der Kalender
ein Fest noch
einen Tanz
dann schweigt
die Stille sanft.

© Petra Elsner

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