Nachtland

Im Schatten der Träume. Foto: pe

Komm leg‘ dich in meinen matten Schatten.
Die Nacht tanzt voller Gespenster
wild und uferlos.
Komm feg‘ deine Furcht aus meinem Nacken
und mach‘ die Leinen los.

Die Zeit nimmt Fahrt auf –
gegen Gischt und Sturm.
Der Kurs heißt: Nachtland,
lass die Leinen endlich los.

Komm pflück‘ dir einen Stern
aus meinem Himmel,
und steck‘ ihn dir an deinen Hut.
Rutschen die Schatten von den Planken
öffne den Tag wieder sorgenlos.

© Petra Elsner
24. Februar 2017

 

Hinweis zum Urheberrecht: Der Text darf ohne Angabe des Urhebers nicht weiterverwendet oder kopiert werden. Auch das Zitieren von Textstellen bei Veranstaltungen bedarf meiner Genehmigung.

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Kalenderblatt für Juni 2018

Ausschnitt aus dem Motiv.

Die Sumpfohreulen (Asio flammeus) bekommen einen frühsommerlichen Auftritt in meinem Kalenderwerk für 2018. Man kann diesen schönen Vogel in ganz Europa antreffen. Sumpfohreulen können bis zu 12 Lebensjahre erreichen.  Sie waren ursprünglich in den Moorgebieten der Norddeutschen Tiefebene häufig anzutreffen. Doch durch die Entwässerung der Feuchtgebiete und/oder die Kultivierung von Heide- und Dünenlandschaften wurde der Sumpfohreule  die Lebensgrundlage entzogen. In der „Roten Liste“ Deutschlands ist sie in die Kategorie „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

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Das Grau geht

Nieselschleier wehen
das Land atemschwer.
Es schmatzt und fröstelt.
Das Grau verharrt noch allerorten.
Trist und bleiern,
als wollte es noch Zeit horten.
Doch es döst hier nur noch
diesen Tag und jene Nacht.
Hinter den Stürmen
entfacht sich das große Lebensleuchten.

Frühlingsleuchten. Foto: pe

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Zeichnung zum Titel

Eulenkalender 2018

Ausschnitt vom Blatt.

Hat ein bisschen länger gedauert, als ich dachte – die Zeichnung zum Titelblatt für den Eulenkalender 2018.

Drei Schleiereulen laden zu dieser kleinen Eulenzeit ein. Bin gespannt was der Verlag schlussendlich daraus machen wird.

Blick auf den Zeichenplatz.

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GEHEIMNISSE zu sehen

Petra Elsner bei der Eröffnung der Ausstellung am 16. Januar 2017.

Noch 14 Tage kann man sich meine Ausstellung GEHEIMNISSE im Ratssaal der Stadt Bernau bei Berlin anschauen … dann wird wieder abgehängt.

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Kalenderblatt für den Mai 2018

Ausschnitt vom Blatt.

In meiner temporären Eulenwerkstatt ist ein neues Blatt entstanden. Die Steinkäuzchen haben hier ihren Auftritt bekommen.

Wenn ich aus dem Fenster in die trockene, aschfahle Kälte schaue, wünschte ich mir, es wäre schon Mai…

Steinkäuzchen

Ein Blick auf den Zeichentisch.

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Einkehr

Foto: Pe

Wie viele Leben leb‘ ich schon?
Ist es das fünfte oder letzte?
Ganz gleich.
Ich lebe endlich zeitergeben.
Fühl‘ wieder Freud‘ und Segen.
Ohne Hatz ist endlich Ruh‘.
Und der ganze Weltenregen
prasselt nieder anderswo.

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Sperlingskäuzchen – die kleinste europäische Eule

Ein Ausschnitt vom Blatt.

Sperlingskäuzchen sind gerade mal 16 cm groß. Die zwei kleinen Jäger waren diese Woche meine Zeichenarbeit für meinen  Eulenkalender 2018.

Der Zwerg unter den einheimischen Eulen ist in den Nadelwäldern der Mittelgebirge, des  Norddeutschen Tieflands und auf meinem Zeichentisch anzutreffen…

 

Kleineste europäische Eule

Sperlingskäuze für das Aprilblatt 2018.

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Rote Karte

Nein, nein, ich war nicht in den Winterferien. Hatte ein Duell mit einem fiesen Krebs. Nur deshalb war es hier so still. Der liegt jetzt gekillt in der Pathologie, bevor seine Gespinste hecken konnten. Es braucht also keine Chemo (was für ein Glück!), nur Zeit zum Heilen der Schmisse in Leib und Seele. Das weiße Geschwader hat hervorragend agiert in Diagnose und Chirurgie, selbst in „Nadelarbeit“ kann ich dem Spezialisten Dr. Kozian aus dem Templiner Krankenhaus nur die allerbeste Note erteilen.
Der kranken äußeren Welt in meinem Innern ist erst einmal die Rote Karte erteilt. Über den Krebs werde ich hier  nicht weiter schreiben – zu viele tragen das gleiche Schicksal. Ich zeichne und schalte im Alltag der nächsten Wochen das Tempo um einige Gänge runter.

Krebs-Duell

Dieser Steinkauz entstand als Kalendereulchen (Mini im Zahlenkeller) im Krankenhaus …

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BLOG-PAUSE

… für ein Weilchen. Macht es Euch derweil wintergemütlich …

Eis

Schneepoesie im Lindenbaum.

Flockenschauer über Land und Herzen.
Weiß bedeckt ruht sanft die Zeit.
Versteckt in kalten Winterschmerzen,
entrückt von Welt und Leid. (pe)

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