Flüsterlaub

Foto: Petra Elsner

Knisterlaub
flüstert laut
steigt auf mit dem Wind
Wisperlaub
weht hinauf
spielt mit dem Wolkenkind
Winterlaub
schon ganz taub
wird im März zu Staub

  1. Februar 2019

 

© Petra Elsner
Hinweis zum Urheberrecht: Der Text darf ohne Angabe des Urhebers nicht weiterverwendet oder kopiert werden.

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Sonntagsbild über unserem Schorfheidehof…

Foto: Petra Elsner

Zogen einst fünf wilde Schwäne,
Schwäne leuchtend weiß und schön…

 

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Reise

Foto: Petra Elsner

Das Blau zieht
über meinen müden Leib.
Der ist Wolke,
grau und federleicht,
matt von allen Zeiten
und des Lebens Strafarbeit.
Himmel trag mich weiter
flieg mit mir davon,
auf die weite Reise,
frei von aller Fron.

  1. Februar 2019

© Petra Elsner
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Morgenstunde: Im Nachtkastelblock (142. Blog-Notat)

Plakat zur Lesung

Es war eine beschi…. Woche, die verordnete Extragabe Kortison brachte mich Sonntagnacht mit dem Notarzt ins Krankenhaus. Blutdruck-Entgleisung mit hektischem Herzen. Auf einer normalen Krankenstation lag in jedem Zimmer mindestens eine verwirrte Person. Ich hatte zwei und war so schlecht untergebracht, nach drei Tagen völlig genervt und zerschlagen. Man wird dabei zur unbezahlten Pflegekraft im Schlafanzug.  Immer wenn die beiden schliefen, konnte ich schreiben, so habe ich die letzte Szene zum Krimi Milchmond handschriftlich im Nachtkastelblock produziert – wie vor 30 Jahren. Am Wochenende werde ich die Seiten abtippen und dann ist das Teil im Groben abgeschlossen. Es folgen Probelesung am 27. Februar, Expertendraufsicht und Feinschliff – und dann, ab in die Post…

Habt alle miteinander ein entspanntes, schönes Frühlingswochenende!

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Morgenstunde: (141. Blog-Notat)

Schneeglöckchenglück

Einfach mal tagsüber computerfrei nehmen. Die letzten Tage haben doch echt geschlaucht – das Aufreger-Thema Gasbohren und mein eingebrochenes Lungenvolumen, 37 Prozent mit diversen Sprays – das ist dünn. Also hochdosiertes Kortison dazu schlucken, auch nicht toll, hilft aber atmen. Was solls. Der verhuschte Wetterbericht für Sonntag hat mich also heute inspiriert, eine windige Gartenzeit einzulegen. Im Blumenmond Unkraut rupfen und Restlaub aufnehmen. Langsam, ja. Wie schön dabei die ersten Schneeglöckchen zu sichten. Herrlich! Ein Frühjahrsglück, dass jede Blüte nährt. Man soll eben seinen Intentionen folgen und schon wird frau dafür belohnt, wenn ich morgen die nächste Schicht im Krimi-Zeilen-Erfinden einlege, wird mich dieses kleine Glück ein Stück weitertragen. Habt alle miteinander ein schönes Wochenende,
Eure Petra

1100. Blogeintrag

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Morgenstunde: Gegen Gasbohren II (140. Blog-Notat)

Altes Rathaus Zehdenick an einem Wintertag.

Der Abend im alten Rathaus von Zehdenick hatte etwas von dem kreativen Geist der Wende 1989. Es ging darum Schaden abzuwenden – für unsere (Um)Welt für uns und unsere Kindeskinder. Das ist keineswegs pathetisch gemeint, denn die ersten Schäden an Wegen und Straßen durch die Rüttelfahrzeuge haben wir schon u.a. in Vogelsang. In der Stadtverordnetenversammlung war eine Einwohnerfragestunde (eigentlich nur eine halbe Stunde) angesetzt, zu der mehr als hundert Leute den kleinen Saal bevölkerten, um zum Thema Gasbohren den Abgeordneten Fragen zu stellen. Ich will Euch nicht mit einem Sitzungsverlauf nerven, den kann man in der Lokalpresse nachlesen, hier nur mein kleines Fazit: Nach anfänglichem Fremdeln kam es auf Nachdruck der Bürger zu einem ersten Dialog, zu vagen Auskünften und dem Eingeständnis der Abgeordneten, dass es an Kompetenz mangelte, als sie ihre Stellungnahme gegenüber dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg abgeben mussten.  Doch zum Ende der Fragezeit konnte man sich darauf einigen, dass Abgeordnete mit der Bürgerinitiative Templin-Zehdenick gemeinsam agieren werden. Das ist eine gute Voraussetzung, um sich nicht aufzuzehren, sondern um Kräfte zu bündeln.
Als die Bürger das Rathaus verließen, staunten sie nicht schlecht, denn auf dem Platz vor der Tür standen noch gut 250 bis 300 Menschen – ruhig wartend, einfach ihre Zugehörigkeit demonstrierend. Sie alle wollten eigentlich in die Versammlung, was die Räumlichkeiten nicht hergaben. Sprecher Ralf Riesenberg von der BI fragte kurzentschlossen in die Runde: „Wollt Ihr wissen, was herauskam?“ Zustimmung. Seine Worte und die Aussicht auf ein Miteinander brachte die Bürgeraktion dieses Abends zu einem hoffnungsvollen Ausklang. Man war überrascht und auch ein bisschen stolz – und hatte Demokratie erlebt. Am 15. März wird es in Zehdenick einen Bürgerdialog geben, der platzmäßig Gelegenheit bieten wird, alle Interessierten anzuhören und sehen.

 

Und hier die altuellen Berichte aus den Gransee-Zeitungen vom 9. Februar 2019
(Bilder zum Vergrößern anklicken )

 

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Licht & Schatten

Zwischen all der Krimi-Schreiberei, die in der 2. Winterschreibzeit nicht mehr im Blog mitlesbar ist (irgendwann kann, wer will, im Buch weiterlesen, wenn es denn erscheint) pflege ich heute zur Abwechslung zwei neue Spachtelarbeiten zum Thema Licht und Schatten ein.
Habt einen entspannten Tage alle miteinander 🙂

    

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Morgenstunde: Gegen Gasbohren (139. Blog-Notat)

Ein 400 Jahre alter Waldweg durch die Schorfheide. Man muss sich entscheiden, sollen unsere Naturschätze noch für unsere Kinder erlebbar sein….

Die holländische Gasindustrie streckt schon seit 2014 ihre Finger nach der westlichen Schorfheide aus, aber so recht haben viele es nicht geglaubt, dass der Naturschutz im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin unterliegen könnte. Ich kann es nicht fassen, dass die Brandenburger Politik und die Stadt Zehdenick mit der Erkundung ein Scheunentor geöffnet hat und nun die Firma Jasper Resources ihre Messtechnik auf den nahen Waldstraßen bei Kurtschlag in Position gebracht hat, um die tatsächliche Größe der Fundstätten in etwa 4000 Meter Tiefe zu erkunden. Eine Erlaubnis zur Förderung besteht noch nicht und das gilt es auch zu verhindern, denn wenn sie erst bohren, werden u.a. die Schorfheidegemeinden Kappe und Kurtschlag mit Schadstoffen belastet sein, das Erdbebenrisiko steigt, die Grundwasserschätze könnten mit krebserregenden Bohrschlamm zerstört werden, was an die Umweltsünden der Russen in unsrer Region erinnert. Ich will nicht wiederholen, was z.B. Manfred Lentz für kurtschlag.de bereits umsichtig schrieb, doch ich will hier explizit mein Unbehagen und meinen Widerstand ankündigen. Ich werde bei den zukünftigen regionalen Wahlen keinem mehr meine Stimme geben, der dieses Unterfangen unterstützt und ich werde mich demokratischen Aktionen der “Bürgerinitiative gegen das Gasbohren” anschließen.

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Reiseengel

Ursula Karusseit ist tot. Unvergesslich in der Rolle der Gertrud Habersaat
in “Wege übers Land” und vielen, vielen  anderen. Ein Stück Theatergeschichte ist mit ihr gegangen. Ich musste heute einfach einen Engel für sie gestalten…

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Das Immerwiederkehrende

Alltag 4, Februar 2019:
Die „Dinge des Alltags – das Immerwiederkehrende“ – ist das Jahresprojekt der Bloggerin Ulli Gau, an dem ich mich beteilige und 12 Monate lang immer am  1. Monatswochenende etwas aus meinem Alltag vorstelle.

Diesmal: Das Wortefinden.
Bei meinen Lesungen werde ich recht oft gefragt, woher ich die klangvolle Sprache nehme. Ob ich sie mühsam zusammenstelle und meine Sätze gewissermaßen drechsele. Nein, so ist es nicht, wenn es läuft, kommen die Worte von allein zum Vorschein und fließen in Sätze. Das Grundgeheimnis heißt einfach: Lesen, Lesen, Lesen und unterwegs neue Worte entdecken. Jeden Tag. Gleich einer Wanderdüne nehme ich stets und ständig neue Worte in mir auf und wenn sie zu mir passen, notiere ich sie mir, darüber werden sie zu meinen, wenn ich sie nicht gleich wieder vergesse. Überall um mich herum liegen kleine Zettel. Die haben kein System und könnten im Grunde sofort wieder verschwinden, aber ich merke mir die wertvollen Fundsachen, indem ich sie aufschreibe. Das ist der Weg in mein Gedächtnis, einem wachsenden Fundus, von dem ich mich als Autorin ernähre. Und manchmal wird aus dieser imaginären Wanderdüne sogar eine echte Figur. Mit ihr geht es auf zu einer neuen Geschichte, wie zum Beispiel mit meinem Sandteufel, der zugleich auch Wanderdüne ist….

Nax auf seiner Wanderdüne im Meer. Zeichnung: Petra Elsner

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