Milchmond (Fortsetzung 6)

Wehr am Trämmersee.

… Am Trämmersee begegnete er Dörte, die mit Förster Liebig sprach. Eigentlich war sie zum Messen der Wasserstände im Trämmer- und im Faulen Fließ gekommen, die sie im Auftrag für das Biosphärenreservat vornahm. Aber klar, war das zugleich eine gute Gelegenheit mit Liebig über den großen Holzklau zu sprechen. Sie lehnten am Geländer zum alten Wehr, schauten auf den Himmelsspiegel im Wasser und das strahlende Goldlaub, das darauf schwamm. Der schöne Anblick stach mitten ins Herz und so plauderten ruhig, als Anton Müller vom Trecker sprang und zu ihnen stieß. Der Rentner war froh über die unverhoffte Gesellschaft, auch wenn er den Liebig nicht besonders mochte. Dessen geckenhaftes Gehabe nervte beinahe jeden. Liebig war echter „Zaunkönig“, wie man vorzeiten die Förster in der Schorfheide  nannte, doch er hatte eben auch Ahnung vom Fach: „Gleich 40 Raummeter auf einmal, dazu bei Nacht, das ist vielleicht eine fette Nummer! Da braucht es neben Harvestern auch noch Sattelschlepper“, meinte Franz Liebig und setzte nach: „Es kann nicht sein, dass das ein paar Gelegenheitsdiebe sind. Das sind Vollprofis, vielleicht aus der Gegend oder gar Verwandte. Die Gier nach schnellem Geld ist groß geworden.“
Dörte Sandig stimmte ihm zu. „Es werden immer mehr, die unsere Holzplätze für Selbstbedienungsläden halten. Ich weiß nicht, was wir noch tun können. Dutzende Wild-Kameras haben wir installiert. Doch bei Ruts Wald war eben nur eine angebracht, und die haben die Diebe gleich mitsamt dem Stamm plattgemacht und mitgenommen.“
Liebig brummte: „Wenn mir einer vor zehn Jahren gesagt hätte, dass wir im Wald virtuelle Zäunen aufstellen werden, ich hätte dem einen Vogel gezeigt, aber wir kommen nicht umhin mit GPS Sendern aufzurüsten.“
Anton stimmte ihm zu: „Zu Überwachung und Abschreckung sind die Tracker vielleicht gut, aber wieviel Technik willst du in diesen großen Wald stecken, um die Typen zu erwischen? Und was das kostet!“ Liebig winkte ab: „Irgendwann kriegen wir auch das hin.“
Die Rangerin fand diesen Gedanken abwegig: „Holzkau ist so alt wieder Wald, das wird auch die Technik nicht ändern. Die großen Diebe werden ein Mittel finden, um Sender und Kameras aufzuspüren, ganz bestimmt. Und die Kleinen sind eh zu verschmerzen. Also lohnt sich der ganze Zirkus überhaupt?“ …

 

© Petra Elsner
Januar 2018

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Der Text darf ohne Angabe des Urhebers nicht weiterverwendet oder kopiert werden. Auch das Zitieren von Textstellen bei Veranstaltungen bedarf meiner Genehmigung.

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Morgenstunde (47)

Schneeverweht. Poesie unter freiem Himmel.

Es war eine sehr dichte Woche. Neben anderem wurde gestern der nächste Zeichenauftrag für eine Schachschule fertig. Aus steifen Schachfiguren bewegte Wesen zu zaubern, in einer Serie, ist nicht so leicht. Mein „Raureiftöpfen“ hat indes noch eine Schneematsch-Variante getragen – vergängliche Poesie unter freiem Himmel, hier kurz eingefangen im Bild. Dieserart Inspirationen würde ich gerne für jedermann anschieben. Es geht dabei vor allem ums Hinsehen und Entdecken. Seit einiger Zeit schwebt mir ein Märchenpfad zum Kunstwald in Klein Dölln (unter dem Motto: der kluge Wald) oder als Märchenwiese dafür vor… Aber das kostet ne kleine Stange Geld (die nicht übrig ist). Zudem bin ich mir nicht gewiss, ob es  den Leuten vor Ort gefallen würde, wenn man auf dem klassischen Sonntagsnachmittagsspazierpfad allenthalben über meine Märchen stolpert. Wer weiß.  Wenn ja, hab ich es hier wenigstens mal ausgesprochen… Probeweise ist eine Alu-Dibond-Platte mit der erweiterten Flusswächtergeschichte (vom Döllnfließ) darauf  bestellt, die heute noch mit der Post eintreffen wird. Die könnte schlicht auf einen abgeschrägten Meterstamm geschraubt werden – wetterfest und am Wegesrand platziert… erst mal kommt sie in meinen Lesegarten. Habt miteinander ein schönes Wochenende!

 

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Morgenstunde (46)

Das Fahnenbild „Seelen im Wald“ entsteht.

Kein Draußenwetter und zum Schreiben bin ich heute Morgen einfach zu wintermüde. Der Lichtmangel macht sich bemerkbar. Also hab ich mich weiter an das nächste Fahnenbild begeben. Es wird wieder 42 cm breit und 2 Meter lang. Derzeit entsteht das erste Drittel zu „Seelen im Wald“(Arbeitstitel). In diesem gestreckten Format wird es das siebente seiner Art.  Meine allerliebste Freundin Dagi aus Zeuthen hat mir inzwischen Materialnachschub verschafft. Es handelt sich dabei um ausrangierte Ausstellungsplanen, die ich teile und beidseitig überstreiche. So kann Neues entstehen. Ich bin wirklich froh über diese rollbaren Flächen. Wer hier schon länger mitliest weiß, unser Bauernkaten ist einfach zu winzig für Großformate. Mit dieser Alternative kann ich weiter wachsen….
Sturm Friederike hat uns hier in der Schorfheide übrigens nur gestriffen (DANKE!), dafür kam fetter Schnee, schwer und wässig. Kaum geschippt, schmolz die Pracht von selbst. Bewegung soll ja nicht schaden. Habt alle miteinander ein entspanntes Wochenende!

Fahnenbild „Seelen im Wald“ in Arbeit.

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Milchmond (5)

Foto: Petra Elsner

… Die Tür knarrte und die Mutter stolperte in die Küche. Helene Acker glich nur noch einem menschlichen Hauch. Dürr und durchsichtig. Wortlos kam sie an den Tisch, setzte sich zu ihrer Tochter, die ihr Tee eingoss und ein Marmeladenbrot zubereitete. Als sich Julie erhob und sich nach dem Kartenspiel auf dem Bord streckte, bekam Blick der Mutter einen wachen Glanz. „Eine Runde Mau-Mau gefällig?“ Helene nickte und begann zu plaudern und zu scherzen, als hätte jemand in ihrem Hirn einen Schalter umgelegt. Aber nur solange das Spiel dauerte. Als Julie die Karten nach einer Stunde zusammenschob und wieder mit einem Gummi verband, erschlaffte das mütterliche Gesicht in Teilnahmslosigkeit, und die Augen der Tochter verschwanden hinter einem Tränenschleier. Nichts war gut an diesem Morgen.

Draußen fuhr Anton Müller mit seinem roten Traktor Richtung Wald. Sturmholz zerschneiden. Im Vorbeituckern grüßte er Freddy Köhler, der gerade seine Zeitung aus dem Kasten zog, mit einem lässigen Handzeichen. Köhler, ehemalige Dorfpolizist, polterte ihm scherzend hinterher: „Haste nicht langsam genug Brennholz auf deinem Hof geparkt? Die unterste Reihe muss doch schon Kompost sein.“ Müller winkte tonlos ab und folgte schmunzelnd seiner Leidenschaft: Hölzeln bis der Arzt kommt. Über dem Mann mit dem weißen Haar wogte das große Baumwipfelrauschen mit dem Wind. Es klang wie der Wellenschlag der Ostsee, es fehlte nur der Salzgeschmack in der Luft, dafür regnete es Kiefernspitzen…

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Milchmond (4)

Winterschreibarbeit zum Krimi „Milchmond“. Foto: Petra Elsner

… Sechs Uhr morgens. Alle paar Minuten stocherten Scheinwerfer hinaus in das Nachtblau. Nach dieser Salve kehrte die Stille zurück und legte sich schwer in die Landschaft und über das Straßendorf. Julie Acker döste am Küchentisch über einem Humpen Kaffee. Sie hatte die ganze Nacht kein Auge zugemacht und sich eben für ihre Schicht entschuldigt. Laura war nicht gekommen, so konnte die Krankenschwester den Hof mit der dementen Mutter nicht verlassen. Jetzt starrte sie mit leeren Augen in das Morgengrauen und dachte über diese dörfliche Stille nach. Es war ihr, als würden gerade auf der bemoosten Bank zwei Schatten platznehmen. Julie rieb sich die Augen, die Umrisse erinnerten an Thea und Karl, lange schon verstorbene Nachbarn. Die saßen früher immer nachmittags dort beieinander und schwatzten was das Zeug hielt. Jetzt murmelten sie wieder etwas. Julie öffnete leise das Fenster, lauschte und hörte zwei dünne, ächzende Stimmen: „Weißt du noch, was hier einst für ein Betrieb war.“ „Hm, schön laut war es von den scheppernden Traktoren, den knatternden Mofas und den Kreissägen. Aber jetzt – bis zum Horizont Einsamkeit. Aus Sandberg ist ein Schlafdorf geworden.“ „Hm, und Eine liegt unterm Laub.“
Manchmal schon hatte die Frau am Fenster die Schattengestalten auf der Moosbank hocken sehen, aber die Beobachterin dachte sich nur, es sei ein Tagtraum, gespeist aus sehnsüchtigen Erinnerungen. Denn ja, Julie litt wie viele in Sandberg an dem Dunkel der Stille…

 

© Petra Elsner
Januar 2018

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Milchmond (3)

Foto: Petra Elsner

… Das Dorf schlief dicht umstanden von Buchen- und Kiefernwald. Nur Julie spähte angespannt die Kopfsteinpflasterstraße hinunter. Wo sie nur blieb? Der Schwesternstreit schmeckte immer noch bitter nach, doch nun überwog die Sorge, es könnte etwas geschehen sein. Laura gab immer ein Zeichen, wenn sie nicht nach Sandberg kam. Diesmal aber verstrichen die Stunden und es kam nicht einmal ein SMS-Kürzel. Die Laternen waren längst abgeschaltet und die Zeit schlich auf Mitternacht zu. Die Frau Anfang 30 wagte es nicht, ihrer dumpfen Ahnung noch mehr Nahrung zu geben. Stattdessen grübelte Julie, wie sie die Pflege der Mutter besser in den Griff bekämen, sie und Laura, die Schwester. Früher war das einfacher. Da teilte sich ein Sack voll Kinder die Verpflichtungen für die alten Eltern, die großen Familienfeste und die schweren Arbeiten auf den Waldhöfen. Heute müssen zwei Nachkommen alles allein stemmen und darüber entsteht Streit. Es ist die allgegenwärtige Überforderung, denkt Julie und ärgert sich zugleich, dass sich die Schwestern an diesen Problemen rieben, statt einander beizustehen…..

 

© Petra Elsner
Januar 2018

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Milchmond (2)

Foto: Petra Elsner

… Kurz bevor sie bei dem großen Kiefernwald ankam, schien es ihr, als blitzte das Licht sehr viel heller durch die schwarz-grünen Kronen. Doch als die Läuferin Rosas Wald erreichte, lang dort nur ein großes Nichts. Nadelgrün bedeckte wüst den Boden. Die Rangerin griff augenblicklich zum Smartphone. Nahe des Nachbardorfes hatte sie, Gott sei Dank, sogar ein Netz, also rief sie umgehend bei der Polizeiinspektion Prenzlau an. „Ich möchte einen Holzdiebstahl melden. Beim Jagen 28 in der Schorfheide. Der Privatwald gehört Rosa Nagel. Ich schätze rund 40 Raummeter wurden hier über Nacht geklaut, ganz offenbar mit großem Gerät….“
Eine Stunde später standen zwei Revierpolizisten von dem kleinen Fachwerkhaus der alten Frau Nagel und stellten distanziert ihre routinemäßigen Fragen. Im Stehen, denn Rosas Krückstock zeigte ganz deutlich an: Bis zur Tür und nicht weiter!
Die Männer machten der bestohlenen Waldbesitzerin wenig Hoffnung, dass man die Diebe irgendwann wirklich schnappen würde. Schließlich sei die offene Grenze nach Polen nicht weit, aber auch einheimische Experten seien unter den Holzdieben zu vermuten. Dass gefällte Baumstämme, die bereits am Wegrand aufgestapelt liegen, gestohlen werden, sei leider nicht so selten und hänge damit zusammen, dass der Holzpreis in den letzten Jahren arg gestiegen sei. Dagegen können man mit einem sogenannten GPS-Tracker einiges in der Verfolgung ausrichten – aber einen ganzen Wald nachts zu fällen und abzutransportieren, dass sei eine völlig neue Dimension! Ja, man würde noch mit den Jägern sprechen, vielleicht haben deren Nachtkameras etwas eingefangen. Vielleicht. Mit den Worten: „Wenn, dann hören Sie von uns! Schönen Tag noch, Frau Nagel“, waren die Männer keine fünf Minuten später wieder auf und davon.
Rosa schnaufte und schlürfte gebeugt mit der geschulterten Last der gehörten Fakten zurück in die häusliche Stille. Zur Feierabendzeit warf sie ihren Computer an und skypte mit den Söhnen Konrad und Hans, die rund 800 Kilometer entfernt in einem Bauwagen beim Abendbrot hockten…

 

 

 

© Petra Elsner
Januar 2018

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Morgenstunde (45)

Saisonstart am 6. Mai 2018….

Gestern bekam ich dorfintern eine schöne Lehrstunde in Sachen Photoshop. Danke dafür, lieber Manfred! Denn jetzt kann ich endlich stundenlang „spielen“ und dabei meine unzähligen Vignetten selbst freistellen. Herrlich! Leider gehöre ich zu der Spezies, die sich mit Gebrauchsanweisungen jeglicher Art schwer tut. Die Leute setzen ihre Worte, wie ich NIE mit einem Text umgehen würde… Ja und so kam es, dass ich erst jetzt weiß, wie es geht, dank Manfred, der darin wirklich fit ist. Ich überlege schon, was ich zukünftig noch bei ihm lernen kann. Als Ergebnis meiner Fotoschnippelarbeit vom Tage, ist ein bildreiches Merkblatt (siehe oben) für die alljährlichen Tage der offenen Ateliers (in Brandenburg) entstanden: Also bitte schon einmal vormerken:
Das Atelier an der Schorfheide öffnet am Sonntag, den  6. Mai 2018, von 11 von 18 Uhr. Gezeigt werden Buchillustrationen und Malerei. Von 15 bis 15.30 Uhr serviere ich eine Hoflesung mit neuesten Texten aus dem jüngsten Winterhalbjahr. Und natürlich wird es dafür ein neues Einladungsmotiv mit meinen Schrägen Vögeln auf Landpartie geben … gezeichnet und nicht wie heute nur als Fotomontage … 🙂

PS: Liebe Bloggerfreunde, weiß wer wie man in unserem Programm eine freigestellte Figur mit dem Text umfließen kann? Also nicht so eckig wie bei der linken Figur (oben). Ich habe hierfür einfach keine Funktion bei WordPress gefunden.

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Morgenstunde (44)

Topf mit Himmel.

Stochern im Nebel… Eine Zeichenwoche neigt sich. Ich habe mir dabei einen steifen Hals eingefangen. Stundenlang über ein Blatt gebeugt … Da der Raureif am 9. Januar leider keine Nachauflage brachte, war es dann doch nichts mit dem märchenhaften Lauschen. So brachen die Zeilen erst einmal jäh ab…

Das Raureiftöpfchen

Ein scharfer Ostwind schlug gegen das Raureiftöpfchen und weckte seinen Gesang. „Klirr, klar, Sternenweiß liegt das Land. Klirr, klar, unterm Eis ruht die Zeit ganz lang. Klirr, klar stoß‘ mich an, dann sing‘ ich vom Zauberreif.“ „Habe ich richtig gehört: Zauberreif?“, fragte sich die vorbeihuschende Haselmaus Josefine. Aber das Töpfchen schwieg augenblicklich und so konnte das Mäuschen nicht erkennen, wer da so schön gesungen hatte. Kaum später stieg die Sonne über die Baumwipfel und der weiße Kristallschleier schmolz dahin. Aus dem Raureiftöpfchen wurde wieder ein einfacher umgestülpter Blumentopf. Kein Mensch ahnte von seinen zauberhaften Talenten. Nur Josefine hatte noch lange die Melodie im Ohr und konnte sie nicht vergessen. Das Jahr verging …

….aber sie werden schon weiter wachsen – als kleine Geschichte für die „Kurtschlager Editionen“. Für die Ausgabe 2018 hab ich ja noch bis Weihnachten Zeit …

Statt dem weiter nachzusinnen, drängte mich eine andere Aufgabe: Unsere emsige örtliche

Figur für die Tonne.

Onlineredaktion war dabei den GOLDENEN KURT zu kreieren und ich hatte versprochen,  ihn zeichnerisch zu erfinden.

Erst einmal entstand daraus ein Musterbeispiel für ein sattes aneinander Vorbeireden. Das war von keiner Seite bös‘ gemeint und doch schlussendlich  ärgerlich. Bei der Suche nach einer möglichen historischen Figur stocherte ich lange im Nebel und verrannte mich ganz offenbar. Das Ergebnis wollte keiner. Erst in dieser Situation  kamen klarere Ansagen: Wir möchten eher einen knuffigen Zwerg zum Liebhaben… mit denen ich gut etwas anfangen konnte.

Der goldenen Kurt

So flog  Kurt, der stolze Waldarbeiter in die Tonne und der Goldige mit Zipfelmütze krabbelte aufs Blatt. Der Typ wird jetzt immer für Beihilfen bei der Gestaltung von  www.kurtschlag.de von den großartigen Redakteuren verliehen.  Ich kenne übrigens kein einziges Dorf, dass so klein ist wie Kurtschlag und trotzdem so eine informative und umfangreiche Webseite unterhält…. toll!
Für mich aber ist heute erst einmal Zeichenpause angesagt, damit sich die Halswirbel wieder sortieren …

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Morgenstunde (43)

Raureifpoesie

Als ich heute Morgen schnell noch vor der Zeichenarbeit in den Garten trat, erzählte der mir einen leisen Wintertraum: Knisternder Reif – poetischer Hauch aus der Kälte, die der Ostwind nächtens herangeweht hatte. Das Eistöpfchen sang unter dem Winterhimmel von der Schönheit der weißen Kristalle. Verzaubert lag das Land, aber ich musste wieder zu meinen sieben Sachen. Heute Abend sollte schließlich das Auftrags-Buchcover in seiner Schlussfassung vorliegen, was auch gelang. Nun schläft es eingepackt noch eine Nacht im Atelier, bevor es auf große Fahrt geht. Verleger und Autorin zeigten sich via Mail begeistert. Man bin ich froh darüber! Morgen wird es ja wieder sehr kalt werden und vielleicht kann ich ja dann im Garten am Schorfheidewald ein neues Wintermärchen ablauschen …

Winterlicher Gartenblick gegen Mittag.

Raureifpoesie 2

Bevor das Sonnenlicht den Boden erreichte.

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