Kleine Blogpause

Kurzweilige Blogpause.

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Morgenstunde (108. Blog-Notat)

Elfe beim Einzug

Seit Samstag lauere auf den Paketdienst, denn sie könnten endlich kommen, die Bücher, aber irgendwie lassen mich alle zappeln und so langsam bin ich angefressen … Weil mich dieser Zustand von allem abhält, hab‘ ich lieber einer Elfe beim Einzug geholfen (siehe oben). Eigentlich waren die kleinen Wesen ja schon vor mir da in diesem schönen Wiesengrund,  ich hab ihnen hier und da meine Stimme geliehen, aber jetzt mache ich die Grünlinge  einfach ein wenig sichtbar… Habt einen schönen Tag, ich muss derweil mein Ohr wieder nach dem DHL-Fahrer lauschen lassen…

1029. Blogbeitrag

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Morgenstunde (105. Blog-Notat)

 

Wiesenkobold auf Russischem Beton. Zeichung: Petra Elsner

Als wir vor zehn Jahren in das Walddorf Kurtschlag in der Schorfheide zogen, lag der Garten als blankes Wiesenfeld hinter dem Haus, darauf konnte ich mit der Zeit alle Register an Gestaltungsmöglichkeiten ziehen, nur der Zaun blieb, was er ist. Der Maschendrahtzaun wurde vom vormaligen Besitzer an marode Betonpfähle gebunden. Sie stammten aus dem Nachlass der Russischen Armee, waren also preiswert, aber eben nicht schön. Die 120 Meter lange Strecke wuchs über die Jahre grün zu, aber wenn die Blätter fallen, dann sind sie wieder da – die rohen Pfosten und ärgern mein Gemüht. Dieser Tage hatte ich im Netz ein Video über einen Straßenmaler entdeckt und eh, da bin ich doch gleich mal in die Anleihe gegangen und hab das Gesehene für mich übersetzt: Der erste kleine, grüne Wiesenkobold schau jetzt aus einem dieser Pfeiler. Nee, nicht jeder bekommt so einen Bewohner, aber ein paar werden irgendwann belebt sein…

Habt eine gute Woche alle miteinander, Eure Petra

 

 

1028. Blogbeitrag

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Morgenstunde (104. Blog-Notat)

Der Kürbisvogel 2018

Geht doch, frau muss also bloß mal richtig maulen und schon regnets! Wird auch Zeit! Wer weiß wie lange, also genieße ich das Regengrau und zeichne. Gestern Abend hat unser Kulturverein sein alljährliches Kürbisfest (6. Oktober) besprochen, klar, dafür braucht es einen neuen Kürbisvogelcartoon – für das Plakat, die Pressearbeit und fürs Vergnügen. Darüber sind Stunden vergangen, aber jetzt ist er da der Kürbispaddler vom Döllnfließ. Nein, das ist keine sportliche Disziplin bei diesem Familienfest. Der Wasserstand im Döllnfließ ließe das augenblicklich gar nicht zu, aber echte Spaßvögel könnten es vielleicht irgendwann. Diesmal ist der Typ also nur der Aufmacher. Seine Vorgänger waren Kutscher, Kürbisradler, Gewichtheber, Kürbishexen, Ballonfahrer… Mal sehen, wie lange mir dazu noch was einfällt…

Zeichnung: Petra Elsner

1027. Blogbeitrag

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Morgenstunde (103. Blog-Notat)

Sonne im Garten.

Es ist immer noch Sommer draußen, irgendwie geht das gar nicht. Diese Endlosschleife aus schwüler Wärme geht mir inzwischen echt auf den Sender. Kein Regen, kein herbstliches Grau. Das Gartensprengen hat kein Ende. Früher nannte ich das immer meine “Wassermeditation”, in diesem Sommer ist das eher Last.
In der Morgenstunde stand heute emsiges Postmachen an: Mails schreiben und Päckchen packen. Ganz gegen meine Ansage: Keine Pressearbeit mehr (außer die Schreiberei fürs Dorf und in eigener Sache), habe ich dann doch mal wieder ein paar Zeilen für Künstlerkollegen aufgesetzt.  Als Beistand, wie schon viele Jahre und so versickert der Vormittag in Tausenderlei. Während ich tippe, denke ich, eigentlich hast du doch diese Arbeit einmal wirklich geliebt, doch die sittenwidrigen Honorare für freie Autoren im Osten Brandenburgs haben mir das verdorben. Ich hasse es inzwischen mir die Finger wund zu tippen für einen Hungerlohn unter Mindestmaß… Also lasse ich es weitestgehend.
Draußen blühen die ersten, hohen Sonnenblumen. Ja, richtig gehört – die ersten. In der Hitze wollten sie auf unserem mageren Grund einfach nicht aufblühen. So ist mir „Sonne“ im Augenblick am Liebsten…

Sorte: Abendsonne, eigenlich müsste sie mehr Rot tragen…

diese leuchtet wunderschön Sonnengelb.

 

 

 

 

 

 

1626. Blogbeitrag

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Morgenstunde (102. Blog-Notat)

Mein Stand im September 2018.

Geschafft. Das zurückliegende Wochenende war eine Hochleistungsschicht: 2 Tage mit zusammen 24 Stunden auf der Kunstmarktstraße, ohne An- und Abfahrt gerechnet. Glaubt mir, danach ist frau platt. Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist bereits alles wieder ausgepackt und gerichtet. Ich bin froh, dass ich solche Aktionen nicht so oft betreibe, ein zwei Weihnachtsmärkte noch, mehr nicht im Jahr. Die Sachen sind einfach zu empfindlich unter dem schutzlosen Himmel. Staub und Nässe vom Tau, das ist nicht gut fürs Papier. Gott sei Dank, hatten wir keinen Dauerregen, Kälte oder Sturm, all das ist uns schon an den vielen Festwochenenden auf der Pankower Ossietzkystraße begegnet. Nun hoffe ich, dass sich der eine oder andere sich zu mir ins Atelier aufmacht und so die Marktzeit ein Nachspiel bekommt.  Vielleicht. Das neue Buch “Die Gabe der Nebelfee” fand gut Anklang, einige aber warten dann doch lieber auf die Hardcover-Variante, verständlich irgendwie. Es gab viele gute Begegnung, etwas, was mich auch seelisch stärkt und die Geschäfte waren akzeptabel. Jetzt gilt es, Kraft zu tanken…

 

1025. Blogbeitrag

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Kunstmarkt beim Fest an der Panke

Elsner-Stand aus 2016 in Berlin-Pankow

Vielleicht sehen wir uns? Am 8. und 9. September bin ich auf dem Berliner Kunstmarkt beim Fest an der Panke dabei. Zum 21. Male. Auch für 2018 durfte ich das Motiv für die offizielle Einladungskarte zeichnen (siehe unten). Ich hoffe, Ihr habt Spaß daran und besucht mich in der Ossietzkystraße an meinem Stand. Neben einer Bilderauswahl stelle ich dort meine Bücher vor. Geöffnet ist jeweils von 10 bis 20 Uhr.

Offizielles Einladungsmotiv für das Fest an der Panke 2018. Zeichnung: Petra Elsner

Weil das Hardcover zu “Die Gabe der Nebelfee” es nicht auf den Punkt geschafft hat (es wird Ende nächster Woche aus der Druckerei/Binderei kommen), hat der Verlag Ehm Welk eigens für das Fest an der Panke eine limitierte Sonderausgabe in einer Softcover-Variante (16,99 €) drucken lassen – 20 Stück, mehr wird es davon nicht geben, ist nur ereignisbezogen, aber immerhin – eine gute Lösung für den Berliner Auftritt. Die druckfrischen Exemplare sind gerade eben mit der Post angekommen …

Plakat zum Buch

Frisch aus der Druckerei…

 

 

 

 

 

 

 

 

1024. Blognotiz

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Morgenstunde (101. Blog-Notat)

Im Lesegarten

Mein Lieblingsmonat schlägt die ersten Seiten auf, goldbraun liegt schon Laub, im Lesegarten rollt es sich und auf der Wiese reifen die Früchte. Diese satten Blicke versöhnen, nähren Herz und Seele. Ein Goldrauschen haucht der Jahreszeit die Krönung ein und inspiriert. Mir juckt es schon seit Monaten in den Fingern mit der Farbe Gold zu experimentieren, vielleicht liegt es am Alter, wie auch immer, ich beginne dem Reiz nachzugeben… Die zwei kleinformatigen Spachtelarbeiten entstanden gestern.

Goldrauschen auf dem Zeichentisch

Reifezeit

Pralle Früchte

 

 

 

 

 

1023. Blogbeitrag

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Morgenstunde (100. Blog-Notat)

Wuselei im Atelier…

Irgendwie versinke ich gerade im Chaos des Zusammensammelns. Wetterfeste Kisten vom Boden schleppen. Einpacken. Ausschilderung, PR-Allerlei schaffen. Es ist jedes Jahr das Gleiche, wenn die Märkte beginnen. Großhirn fragt unsicher: Habe ich genug anzubieten? Und Kleinhirn antwortet: JA. Großhirn: Wirklich? und hört genervt: JA…. Zwischendurch fertigen die Hände doch noch lieber noch ein paar Sprüche-Vögel und rahmen Zeichnungen ein. Diese Woche wird gewissermaßen eine Demontage des vertrauten Seins und ich hoffe, nicht gerade jetzt will sich irgendwer im Atelier umschauen. Kommt sowieso keiner. Ich bange allerdings, dass der Postbote mir in den nächsten Tagen wirklich einen Schwung druckfrischer Bücher vorbeibringt und sich nicht wieder irgendetwas querlegt. Am Samstag/Sonntag will ich sie auf dem Pankower Kunstmarkt zeigen – unbedingt… Wir haben uns ein Zimmer in der Gilka-Pension gebucht. Sie logiert im Erdgeschoss unseres einstigen Berliner Wohnquartiers: Wins-/Ecke Chodowiekistraße im Prenzlauer Berg. Da können wir wieder einmal bei unserem alten Bäcker Frühstücksbrötchen kaufen und abends in die Stammkneipe ziehen – herrlich.

1022. Blogbeitrag

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Morgenstunde (99. Blog-Notat)

Petra Elsner: NARRENHAUS, 70×100 auf Karton, Mischtechnik aus Beize und Acryl, 2000

„Die Menschen wollen das, also tun wir das!“ – Jean-Claude Junkers Ansage zu Abschaffung der Sommerzeit, das ist doch mal was Erfreuliches. Aber davor stehen noch Parlamentsdebatten der EU und der Mitgliedsländer. Es wird also nicht sogleich und nicht sofort. Den Halbsatz „Ab sofort – denke ich. Unverzüglich.“, habe ich nur einmal in meinem Leben bewusst gehört: In Günter Schabowskis berühmter Pressekonferenz im Herbst 1998 zur neuen Reiseregelung, wonach die Mauer am 9. November gewissermaßen „überrannt“ wurde. 1989 hatten die Menschen monatelang mit den Füßen abgestimmt, in heutigen Tagen waren es 5 Millionen via Internet. Das sollte für das Kippen der Zeitumstellung reichen. Aber diese ganze Aktion ist nur ein winziges Wohlfühlpfaster auf den Wunden der Zeit. Die eigentlichen Probleme aus der Globalisierung und dem folgenden Rechtsruck in Europa sind damit nicht ansatzweise berührt. Und es ist ja nicht nur die Globalisierung, die die Menschen verunsichert und den Menschenfängern in die Arme treibt. Es ist die jahrzehntelange Ignoranz der Macht. Unter der Decke der Erbschande der Deutschen wuchs das Lager der Rechten langsam, fraß sich in die Instanzen in Ost und West, unterwanderte Armee und Polizei und bekam Schübe aus den vielschichtigen Untergängen. Fehlerhafter Strukturwandel und Rückzug des Staates aus der Fläche gaben ihnen Räume. Und nun sind sie unübersehbar. Nicht nur in Sachsen. Das Problem nährt sich aus Altem und Neuem, aber hingesehen wurde einfach zu lange nicht. Spielt nicht mit den Schmuddelkindern… Ich habe Anfang der 90er eine emotional sehr schmerzhafte Analyse dieses Zustandes – des rechten und auch linken Extremismus in Berlin-Brandenburg in einen Jugendroman gesteckt. All mein Wissen floss darin ein und ich sah in der Niederschrift eine Chance, Einfluss zu nehmen, aber der Stoff interessierte in Deutschland nicht, damals, in jener Zeit, als man den Ostdeutschen viel ihrer Würde nahm: keine Arbeit, kein Ansehen, kein echter Einfluss. Ostdeutschland gehörte sehr schnell den anderen und sie halten diese Stellung bis in die heutige Zeit. Ich bin sehr müde geworden, damals in diesen Kämpfen um Akzeptanz und Wahrnehmung und ich glaube inzwischen, das war auch so gewollt.

1021. Blogbeitrag

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