
Da muss ich mich doch noch einmal zu Wort melden, denn heute fand ich in der Märkischen Oderzeitung das: Eine Besprechung meines Buches „Vom Duft der warmen Zeit“.

ATELIER PETRA ELSNER
So, sechs unikate Rabenkaten sind in den letzten 14 Tagen entstanden. Mehr werden es vor Weihnachten nicht. Die beiden rechts packe ich jetzt ein, denn sie sind vergeben. Die anderen werden gewiss auch keinen Staub ansetzen … (Das Stück kostet 25 Euro zzgl. Versand).
PS vom 15. Dezember: Die Rabendame in Rot hat eben den Eigentümer gewechselt.
PS vom 20. Dezember: Die zwei Rabenkaten rechts und ein weiterer Neuer (er klebte beinahe noch und zu einem Foto kam es auch nicht mehr) sind auch verkauft. Ist nur noch der Lange in der Mitte zu haben…, aber zwei neue Katen sind schon wieder in Arbeit…

Bin ein bisschen gehetzt in diesen Tagen. Denn da hat doch wieder einmal einer unverschämter weise das dünne Netz unter meinen Luftsprüngen aufgedröselt, und nun mische ich die Karten für das Überleben neu. Dazwischen wachsen die bestellten Rabenkaten, der Rechte ist für Siegfried (dem fehlt nur noch Lack), der Linke (halbfertige) ist für Dagmar …


Eigentlich wollte ich diese Teile aus der Rabengasse nicht mehr herstellen. Ja, sie waren IMMER, kaum getrocknet, schon wieder vergriffen. Das Problem war und ist der Preis. Jedes Teil hat eine andere Rabenfigur (nummeriert) drauf, ist also ein Original, aber eben nur ein winziges. Ich werde sie jetzt auf 25 Euro raufsetzen und in den nächsten Tagen die drei virtuellen Vorbestellungen hervorzaubern. So komme ich wenigstens auf einen Stundensatz von etwa 5 Euro. Die Sammler wird’s freu’n. Die neue Serie wird nicht mehr „Rabengasse Nr. …“ heißen, sondern „Rabenkaten Nr. …“.

Schlapp zwei Tage hab ich am Computer gebaut und gerechnet, mich vertan, mir die Haare gerauft, der Blutdruck schwappte gegen die Decke, als ich es endlich hatte – das neue Layout für den nächsten Titel meiner handgebauten Künstlerhefte im Format 10,5 x 10 cm. Das Innenleben von „Auf den Gabentisch“ birgt drei Weihnachtsgeschichten und eine Adventsgeschichte aus 2013/14. Der erste Ausdruck sieht gut aus. Geschnitten werden daraus drei Teile. Muss jetzt nur noch die Etiketten für die Umschläge entwerfen, dann kann der Handbau der Bändchen mit Fadenbindung losgehen….

Für die Geschichtsseite des Barnim Echos (Lokalteil der MOZ) frische ich seit September 2015 alte Sagen auf und illustriere sie. Ich bearbeite dazu Material aus alten Sammlungen sprachlich, manchmal auch logisch, hier und da kommen Gestalt gebende Akzente, zuweilen auch spannende Handlungen hinzu, um sie in einer gut lesbaren Sprache dem regionalen Kulturgut zu überlassen.
Ein Beispiel:
Das ist die Quelle und mein „Rohling“ zu:
Die Windsbraut
In Biesenthal und der Umgegend erzählt man: Die Windsbraut war vor Zeiten ein reiches Edelfräulein, welche die Jagd über Alles liebte, aber die Aecker und Gärten der Bauern und deren sauren Schweiß für nichts achtete, und mit gewaltigem Ungestüm durch Saatfelder und Pflanzungen dahinstürmte; dafür ist sie verwünscht worden, in alle Ewigkeit mit dem Sturme dahin zu fahren, und wenn der sich nun erhebt, so eilt sie ihm voran und wird von feurigen Ungethümen, Schlangen und Drachen gejagt, die sie nirgends ruhen lassen.
Quelle: Adalbert Kuhn: Märkische Sagen und Märchen nebst einem Anhange von Gebräuchen und Aberglauben. Berlin 1843, S. 174.
Daraus schuf ich diese Fassung:
Die Windsbraut
Im Schloss von Biesenthal lebte einst ein zartes Edelfräulein, das liebte die wilde Jagd durch den tiefen Wald und die offene Flur. Die Rosenschöne preschte auf ihrem schnellen Ross den brünftigen Hirschen nach. Geschwind wie der Wind war die geschickte Jägerin, doch rücksichtslos zertrat sie dabei Felder und Gärten. Kein Funken Respekt vor der schweißtreibenden Arbeit der Landleute wohnte in ihren Gedanken. Deshalb wurde sie auf Ewigkeit verwünscht, als sie abermals verwüstend über die Saatfelder und Anpflanzungen dahin preschte. Fortan raffte sie als weiblicher Wirbelwind ihre sandigen Röcke und brauste mit dem großen Sturm. Gejagt von Schlangen und feurigen Drachen, die sich in den Saum ihres wehenden Schleiers aus Spinnweben verbissen. Noch immer treiben sie die Ungetüme mit dem Zeitenwind über das Land. Grau und ruhelos. Niemals mehr betraten ihre Füße wieder festen Boden. Denn würde die Windsbraut landen, zerfiele sie zu Staub. So wurde die hochmütige Jägerin zur gejagten Braut des Windes.
Nach Adalbert Kuhn: Märkische Sagen und Märchen nebst einem Anhange von Gebräuchen und Aberglauben. Berlin 1843, aufgefrischt und erweitert von Petra Elsner

… und Miniaturen thematisiert mein viertes Künstlerheftchen im Kleinformat 10 x 10 cm. Das Teil entpuppte sich als echte Zicke, die unentwegt den Papierkorb fütterte. Herrje, die Texte sind halt unterschiedlich lang, so galt es optisch auszugleichen – im Wordprogramm …. Auch die gestreckten Miniaturen (2,5 x 8 cm, fast ein Zigarettenpapier) eigneten sich dafür so gar nicht, schade. So fanden ein paar Motive aus meiner Träume-Cartoonreihe hier Eingang. Jetzt noch schneiden, am Computer nachjustieren – wo nötig, neu drucken, wieder schneiden und binden … Heute Abend werde ich wahrscheinlich sechs Teile fertig haben – vielleicht.



Es ist Abend, die ersten 12 Stück des neuen handgebauten Titels „Eine Handvoll Lyrik“ sind nach dem Layouten gebaut. Das kleine Bändchen passt in jeden kleinen Briefumschlag und will ein Geschenk mit Seele sein. 5 Euro sind dafür zu berappen. Gibt es bei mir im Atelier und ab morgen Abend auch bei SOLIDARIO in Groß Schönebeck.