Kommen und Gehen – der eherne Fluss allen Lebens. Möge nach vier Krisenjahren endlich eine bessere Zeit anbrechen. Das Wünschen allein, wird nicht reichen, aber es kann auch nicht schaden:
Ein Märchen zur Silvesternacht findet Ihr hier: Der wilde Ritt
Die Stimmung steigt. Wintersonnenwende war gestern und der erste Wintersturm hat sich gelegt. In Dänemark feiern sie heute, am 23. Dezember, „Lille juleaften“, den kleinen Weihnachtsabend. Dabei schmücken sie ihren Baum und bereiten die Köstlichkeiten für den großen Weihnachtsabend am 24. vor. Das gefällt mir. Nun hat der 23. für mich endlich einen Namen, denn im Grunde leben wir ja alle diesen „kleinen Weihnachtsabend“ auch: Schmücken und Kochen und vielleicht noch die herangestürmten Blätter fegen 😊. Nur, dass Heilig Abend bei uns die spartanischen Würstchen mit Salat auf den Tisch kommen. Der Braten ist erst am 25. dran. Wildschwein vom Jäger. Eingelegt in Buttermilch ist es schon…
Diese Sterneköche habe ich u.a. zum Kochbuch „Gans köstlich“ gezeichnet. Im Wendebuch (nicht politische gemeinet, sondern nur das Buch einmal gedreht) steckt mein Adventskrimi „Stumme Gänse“…
Morgenstunde (904. Blog-Notat)
Die letzte Drucksache für 2023 wurde heute geliefert. Es ist ein Nachdruck meiner Winterkarte vom Eichhorster Neujahrsanblasen. Sie war ausgegangen und obgleich mir bewusst ist, dass das Kartenschreiben aus der Mode ist, konnte ich nicht ohne sie sein… 500 Stück habe ich noch einmal als Eigenproduktion aufgelegt, die Druckerei art+image hat mich gut beraten. Ich erfreue mich an dem Kartenmotiv, denn es leuchtet fein 😊. Draußen stürmt es und vor der Haustür sammeln sich Blätterberge, zwei Schubkarren voll werden es wohl sein. Aber solange der Wind pfeift, macht das Fegen wenig Sinn…
Der Brezelzwerg war lange Zeit nur als weihnachtliche Textmarke gedacht. Doch heute bekommt er eine kleine Geschichte spendiert:
Die Zauberbrezel
In der Weihnachtsbäckerei hing über der Tür eine große Laugenbrezel in der ein Weihnachtszwerg stand und über das heilige Naschverbot vor dem Fest wachte. Die Versuchung war für alle Gesellen groß. Seit Wochen wuchsen Berge von Plätzchen, Stollen, Pfefferkuchen und Schokoladenherzen durch ihr handwerkliches Geschick. Und ein Duft hing in der der großen Backstube, der tagein, tagaus die Naschversuchung anstiftete. Es war wirklich schwer zu widerstehen. Aber wem das nicht gelang, den warf der Bäckermeister ohne Lohn aus seiner Anstellung. Das wusste der kleine Brezelzwerg. Als wieder einmal ein Nascher ertappt und auf die Straße geworfen wurde, regte sich Mitleid in ihm. Er überlegte, wie er den emsigen Gesellen beistehen könnte. Als die Nacht kam stieg er hinunter in die stille Backstube und rief alle Weihnachtszwerge zusammen: „Lasst uns Zauberbrezeln backen! Sie sollen den Gesellen helfen, das Naschverbot einzuhalten, damit keiner mehr vor dem Fest seinen Job verliert.“ Gesagt, getan. Die Zwerge buken herzhafte Brezeln, die winzig klein und unsichtbar waren und einfach schmolzen, wenn man sie auf die Zunge legte. Mit dem Schmelz war aller Appetit verschwunden. Anderntags sah der Brezelzwerg wie sich einer der Gesellen kaum noch beherrschen konnte. Er sprang ihm bei und drückte ihm eine Zauberbrezel in die Hand. „Leg sie auf die Zunge und dein Heißhunger wird verschwinden.“ Doch der Meister sah die Übergabe. „Zeig her, was hältst du in deiner Hand!“, schrie er und eilte herbei. Der Geselle zögerte, denn er spürte ja, dass er etwas in der Hand verbarg. Schließlich öffnete er sie und staunte ebenso wie der Meister. „Nichts? Willst du mich foppen?“ „Nein, nein, der Zwerg hat mir nur einen Morgengruß in die Hand gegeben,“ flunkerte er erleichtert. Als der Meister sich abkehrte, legte sich der Geselle die Zauberbrezel auf die Zunge und alles war gut. Fortan, brauchte es nur einen bittenden Blick hinauf zum Brezelzwerg, um eine helfende Zauberbrezel zu bekommen.
Das 20. Adventsbildchen „erzählt“ vom Pralinenmädchen, wer die Geschichte nachlesen möchte, der klicke auf den Link.
Morgenstunde (903. Blog-Notat)
Das Runterfahren zum Jahresausklang fühlt sich aber irgendwie komisch an, denn wenn ich stillhalte, denke ich rückwärts. Zum Beispiel beim Pralinenmädchen. Es war einer wunderbaren Freizeit-Schokoladenköchin und – Bäckerin gewidmet – Johanna. Drei Jahre ist sie schon nicht mehr unter uns in Kurtschlag, aber immer, wenn ich das Pralinenmädchen lesen, anschaue, denke ich an sie. Nein, nein, sie war nicht so eine Zarte und älter auch schon, aber sie hatte halt diesen feinen Sinn für Köstlichkeiten und ihre Tochter hat ihn auch. Es sind immer die realen Menschen, die mich mit ihren Talenten unbewusst ins Märchenhafte schicken…😊 Schaut genau hin, ihr werdet Euch wiedererkennen… gut so.
Der Herr der Träume sucht auch im Punsch nach nuen Inspirationen… die Geschichte zur Winterfigur findet Ihr hier:
Morgenstunde (902. Blog-Notat)
Es ist wohl immer so, die Entfernten schreiben ihre Weihnachtsgrüße zuerst. Das fühlt sich dann wie Erinnerungspost mit Zeigefinger an 😊. Ups, da habe ich heute noch ein paar Briefchen zu schreiben und zum Kasten zu tragen. Es sind ja viele aus den Berliner Jahren, die es kaum noch aufs Land zu uns schaffen. Da zerbröselt der Kontakt, der sich nun einmal nur über Atelierbesuche erneuerte. Mit manchen Kunstinteressierten entstand über die Zeit so eine Melange aus Vertrautheit und Geschäft. Und doch ist das nicht wirklich privat, doch die Grenzen sind fließend und so wachsen die Poststapel oder der Mailversand. Etliche Fäden sind längst gerissen über die Distanz aus einschneidenden Ereignissen und Entfernung in Kilometern gemessen. Leben eben. Der Weihnachtsgruß tröstet auch…
Die Nebelfee schmückt den 18. Dezember und ihre Geschichte befindet sich hier:
Morgenstunde (901. Blog-Notat)
Gestern haben wir uns frühzeitig zu unserem Adventsmarkt auf der Bleiche am Döllnfließ begeben. Unterwegs konnten wir einem traumschönen Sonnenuntergang zusehen, während am Fließ der Glühweinwärmer hochfuhr und das Feuer für die Bratwürste noch hoch loderte. In dieser gelassenen Geschäftigkeit waren wir die ersten Gäste. Gute Gelegenheit dem Macher dieser schönen Szenerie mit einem Geschenkbriefchen einmal DANKE zu sagen. Ich glaube, es hat ihn verwundert und gefreut. So soll es sein in der Wichtelzeit 😊: Überraschen.
Den Wichtel hatte ich für dieses Jahr zwar neu gezeichnet, aber er kam nicht so recht zum Zuge, weil die Idee mit den Adventsbildern stärker war. Ich zeig hier einmal den Herzigen, der bekommt gewiss irgendwann später seinen Auftritt.
Derweil steigen wir ein in die letzte Woche vor dem Hohen Fest, lasst Euch nicht herumjagen…
Diese rutschende Winterfigur ist mein Herr Dezember und die Geschichte zu ihm findet sich hier.
Lykrik-Krümel
Dezemberglühen
Früher war mehr Lametta – ja. Heute gibt’s knallbuntes Blingbling Der Herr Dezember schickt Liebe doch Hetze und Hass überwiegt Der Herr Dezember singt vom Frieden doch nebenan tobt der Krieg die Nacht blüht still unter Sternen das Dezembergespür verglüht.
Dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, kommen unverhofft Gäste: Die Trolle Sanft und Mut… nachzulesen hier.
Morgenstunde (900. Blog-Notat)
Ups, da hatte ich mich doch glatt im Datum vergriffen und schon den Lyrik-Krümel mit der Nr. 17 gepostet. Kaum später bemerkte ich es, rasch gelöscht und neu begonnen: Moin allerseits! Bin die reinste Schlafmütze dieser Tage, aber dafür ist mir ein Kilo zugewachsen. Über Weihnachten hoffe ich, die magische 50 zu erreichen und damit vielleicht die allgemeine Schwäche aus dem Leib zu vertreiben. Die Tage verbrauchen zurzeit mehr Kraft als ich habe… Deshalb beginne ich langsam vorzukochen und einzufrieren, damit mich das Feiertagsprogramm in der Küche nicht so schlaucht. Im Atelier geht gerade nur ein bisschen Zeichnen, mehr nicht.
Seltsamer Ausflug. Die schnatternden Protagonisten stammen aus meinem Adventskrimi „Stumme Gänse“…
Morgenstunde (899. Blog-Notat)
Meine Freunde schreiben mir 😊. Der Eine wünscht sich, bezugnehmend auf die versandte Geschichte, ein Kästchen, das Regen besorgen kann. Die Nächste, eine Geschichte für KITA-Zwerge als ein Dankeschön für Bastelarbeiten. Eine ewig Euphorische wünscht sich mehr Zuversicht. Andere erzählen mir, wo und wem sie meine Geschichte vorlesen werden… Ach, wie schön 😊, so kommt sie unter die Leute. Gestern ging es an die letzte Konzept-Arbeit für dieses Jahr. Für eine kleine Lese-Reihe in 2024 im Jagdschloss Groß Schönebeck. Die Daten waren schon verhandelt, es galt den Inhalt zu beschreiben und werbende Worte zu finden. Auf diese Lesungen freue ich mich besonders, denn das Kaminzimmer im Jagdschloss in der Schorfheide hat eine wirklich gute Atmosphäre. Dort habe ich immer gerne gelesen. Die Termine findet Ihr unter „Veranstaltungen“ im Reiter unter dem Blog-Kopf.
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