Morgenstunde (575. Blog-Notat)

Auf der windigen Heimfahrt von der Wahl des neues Sozialrates für Künstler in Berlin, stand da gestern, gleich hinter Groß Schönebeck, eine weiße Hirschkuh in der Nacht. Hey, was für ein Anblick! In der keltischen Mythologie galten diese Weißen als Boten der Erd-Göttin. Noch heute stehen weltweit die weißen Waldtiere als Helfer oder Orakel von Geisterwesen. Aron, mein weißer Hirsch in meiner Fantasy-Geschichte „Der Schatz der Baumriesen“ trägt diese Gedanken mit sich, aber diese Schöne am Straßenrand – was wollte sie mir sagen? Ich will besser nicht orakeln, nur erzählen, wie schön dieses Nachtbild war. Ein Augenblick, kein Foto. Sachlich betrachtet könnte man/frau natürlich auch sagen: Sie hat nur ein spezielles Gen in sich, aber wie unromantisch wäre das…

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Nachtfahrt

Die Nacht hängt in den Bäumen
Der Mond hat sich verhüllt
Er hat in meinen Träumen
Alte Gedanken aufgewühlt.

Ein Alb dreht wilde Wolkenschäume
Der Mond schweigt bleich und kühl
Die Nacht gelangt an ihre Säume
Erwachen im dumpfen Gefühl.

© Petra Elsner
3. Dezember 2019

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