Morgenstunde (581. Blog-Notat)

Mit dem typischen Novemberwetter habe ich wieder mehr Atemprobleme als gewöhnlich. Kalte Luft zieht die Bronchen zusammen, mit der Folge, dass der Körper mit weniger Sauerstoff versorgt wird. Nebel reizt zusätzlich, weil die Wassertropfen darin kleinste Schmutzpartikel aufnehmen, die mit eingeatmet werden. Einem Gesunden macht das wenig. Aber unsereins… Also Schal vor den Mund, vor dem Rausgehen einen heißen Tee trinken, der den Brustkorb erwärmt und Notfallspray immer dabeihaben. Ungemütlich. Dazu passt lautes Lesen nicht unbedingt, aber da musste ich heute Vormittag durch. Jetzt liest der Liebste noch einmal. Die Korrektur der layouteten Fassung meiner Fantasy-Geschichte „Das Nebeltor“ stand an, bevor sie kommende Woche in die Druckerei geht. Nächste Woche werde ich für die Werbung noch eine kleine Leseprobe als ein Video vorbereiten, ich hoffe, Lunge und Stimme spielen mit…

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Morgenstunde (577. Blog-Notat)

Stress-Stunden liegen hinter uns. Jetzt, zurückgekehrt, dampft jeder für sich erst einmal ab. Wir waren wieder in Charité in Berlin-Steglitz. Dicker Verkehr, dreimal die richtige Abfahrt verpasst, immer wieder zurück auf die Stadtautobahn und neuer Abfahrtsanlauf. Der Liebste war über sich verärgert, hektisch, ich daneben mit einen Angst-Blutdruck kurz unterm Autodeckenblech. Die Lungenfunktion war dadurch stark beeinträchtigt, genauer gesagt: beim Arzt-Termin nicht messbar. Der Professor schaute mich nachdenklich an und erhöhte die Dosis des Kortison-Sprays. Immer Ende Oktober, wenn das kühlere Wetter einzieht, wird es eh schlechter mit dem stabilen Atmen. Sommer- und Winterlunge eben. Aber Dank der Anti-Körper-Therapie ist wenigstens das Allgemeinbefinden nicht so schlecht, wie vor einem Jahr. Trotzdem, doppelte Ration Kortison ist mit den Nebenwirkungen auch nicht gerade lustig. Die Haut will Pergament werden. Bitte nicht drücken, das gibt blaue Flecke. Schon allein vom aufliegenden Bein im Schlaf. Schitt. Altwerden macht gelegentlich ratlos und traurig. Aber nun liegt die Kutscherei erst einmal für ein Vierteljahr hinter uns… Schnauf. Was machen eigentlich Leute, die solche Fahrten nicht mehr leisten können? Sie bekommen einfach dieses Medikament nicht. Im Flächenland Brandenburg wird generell früher gestorben. Ich hoffe, wir schaffen das noch ein Weilchen nach Berlin. Meine Qi Gong- Ertüchtigung hat sich der Prof interessiert notiert, vielleicht (ganz sicher!) ist das auch etwas für andere Lungenkranke im späten Stadion, in dem Joggen & Co einfach nicht mehr geht. Morgen geht’s wieder ins Land-Dojo in Krohnhorst, für heute ist‘ genug.

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