Morgenstunde (581. Blog-Notat)

Mit dem typischen Novemberwetter habe ich wieder mehr Atemprobleme als gewöhnlich. Kalte Luft zieht die Bronchen zusammen, mit der Folge, dass der Körper mit weniger Sauerstoff versorgt wird. Nebel reizt zusätzlich, weil die Wassertropfen darin kleinste Schmutzpartikel aufnehmen, die mit eingeatmet werden. Einem Gesunden macht das wenig. Aber unsereins… Also Schal vor den Mund, vor dem Rausgehen einen heißen Tee trinken, der den Brustkorb erwärmt und Notfallspray immer dabeihaben. Ungemütlich. Dazu passt lautes Lesen nicht unbedingt, aber da musste ich heute Vormittag durch. Jetzt liest der Liebste noch einmal. Die Korrektur der layouteten Fassung meiner Fantasy-Geschichte „Das Nebeltor“ stand an, bevor sie kommende Woche in die Druckerei geht. Nächste Woche werde ich für die Werbung noch eine kleine Leseprobe als ein Video vorbereiten, ich hoffe, Lunge und Stimme spielen mit…

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Morgenstunde (26)

Vom Läuten im Walde…

Manchmal geistern sie durch meine Träume, die vernachlässigten Helden aus meinen Büchern. Da mault nachts die Baumseele Wallo mit mir, weil ich schon sooo lange nicht mehr, seine Geschichte bei einer Lesung erzählt habe. Ich habe keine Entschuldigung dafür, nur das Problem, dass ich bei elf Büchern, niemals alle gleichmäßig bedienen kann. Wie machen das nur andere Autoren?
Seit wir vor zehn Jahren in die Schorfheide gezogen sind, haben naturgemäß die regionalen Stoffe Vorrang. Meist werden die aber nur lokal verbreitet, insofern bekomme ich Leseanfragen ausschließlich aus dem Land Brandenburg. Das Großstadtmärchen „Wallos seltsame Reise“ und auch der Meander Memolos schlafen derweil auf unbestimmte in einem schwarzen Zeitloch. Sage keiner, dass wäre Luxus. Es ist eher traurig. Für die Herausgeber scheint mit der Veröffentlichung, jeweils in  Kleinauflage, alles getan. Am Ende sind die Bücher nur dort, wo ich auch bin, es bleibt ein Gehen im Kreis.

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