Morgenstunde (609. Blog-Notat)

Trübe, trist, dunstig, duster… auch dunkelschön – diese Januartage sind wieder die Tage der Nebelfee. Tropfengespinste, Schwadenwesen… Aber der Nebelfee habe ich schon eine Handvoll Geschichten gewidmet. Das reicht wohl, aber wie wäre es denn mit einem Klammhold oder Raureifelfe oder einer Pfützenspringerin? Daraus könnte was wachsen…
Augenblicklich habe ich zwei neue Märchenplatten (wetterfestes Alu-Verbund) für den Lesegarten in Druckauftrag gegeben, die kommen nächste Woche an. Es werden dann sieben Geschichten am Efeu-Zaun am Blumenmond sein. Das ist eine gute Alternative zu den Märchenbannern in den Gartenstelen. Die aufzuhängen, macht körperliche Mühe und sie sind nicht für jedes Wetter geeignet. Die Banner mit den Schorfheidemärchen kommen so nur noch zum Einsatz, wenn es Voranmeldungen im Sommer gibt. Ist der schwindenden Kraft geschuldet…

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Morgenstunde (461. Blog-Notat)

Der Samstag steckte morgens noch tief im Hochnebel, aber dann wurde es doch noch sonnenhell und ein Tag in der Natur. Meine zwei Läute-Männchen bekamen einen Gartenplatz und auch die zwei neuen Märchenplatten im Hölzchen-Rahmen. Der kalte Wind ließ uns nicht am Stück draußen sein, aber ab und zu und so sind etliche laufende Meter entlang der Zäune weiter entkrautet. Morgen kommt noch ein weiteres Lyrik-Segel in den Lesegarten. Danach ist das Ausputzen dran. Der schwarze Rabe ist verwittert und braucht Reparaturspachtel und einen neuen Anstrich… Danach geht’s wieder an die Tastatur und weiter im Klausurtext. Ist ein bisschen seltsam für mich, dass ich schreibe und Ihr bekommt es nicht zu lesen. Aber so ist das nun mal. Ansonsten denke ich all die Tage, viele Kontakte hast du gerade nicht, nicht mal Mail-Kontakte, die nun wirklich nicht ansteckend sind, aber ganz offensichtlich ist den allermeisten Menschen nicht nach Kommunikation. Gibt ja auch kaum etwas zu erzählen und über die tagespolitischen Hinhalte-Stöckchen will frau ja auch nicht andauernd springen, sie nerven natürlich trotzdem. Nun denn, ich wünsche allerseits ein schönes Wochenende!

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Morgenstunde (438. Blog-Notat)

Sie sind endlich eingetroffen, die zwei neuen Märchenplatten (Alu-Verbund). Sie sind wetterfest und kommen im Frühling als neues Detail in meinen Lesegarten. Vielleicht wird es ja irgendwann wieder diese lauschigen Nachmittage mit Gästen unter der Linde geben. Sie scheinen mir weit entrückt, hinter der gerissenen Zeit. Wie werden wir zukünftig leben und wer wird dann nicht mehr bei uns sein? Fast 30 000 Neuinfizierte heute, Weihnachten könnten es doppelt so viele sein, wenn es so weiterläuft. Wir hören von der Regierung von Schnelltests für Besucher in Pflegeheimen, damit die Alten nicht vereinsamen. Aber der Schwiegervater erzählt ganz anderes. Will er zu seiner Liebsten, dann muss er sich ab Montag irgendwo anders sich einen Test machen lassen, für schlapp 150 € und vor jedem weiteren Besuch einen neuen. Noch hat man in diesem Heim keine Schnelltests. Die Wirklichkeit hinkt den Vorordnungen weit hinterher, eher boomen die Geschäftemachereien, denn wo ein Mangel, da ein Markt. Ach.
Der Imkergatte hat nun endlich ein ordentliches Honiglager und nicht mehr wilde Kistenstapel. Wenn ich nun aufwache, schaue ich auf dieses prächtige Regal…😊

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Morgenstunde (424. Blog-Notat)

Gestern rief mich die Bürgermeisterin von Marienwerder an. Der Museumsführer, der in einem Wendebuch sechs Ruhlsdorfer Episoden von mir (illustriert mit Gemälden von Helga Hagitte) enthält, ist zwar gedruckt, aber das Museumsfest wurde aus den bekannten Gründen im Spätsommer abgesagt. Mein Honorar für diese letzte Winterarbeit sollte sich aus dem Verkauf des Buches im Museum speisen. Aber wo kein geöffnetes Haus, da auch kein Verkauf. Doch es gibt noch Zeichen und Wunder, von sich aus hat mir der federführende Heimatverein eine andersgeartete Vergütung angeboten. Das ist echt schön und auch, dass sie dieses Dorf-Museums-Buch nun anstatt einer Dorfweihnacht in die dörflichen Haushalte verschenken werden. Das ist doch mal eine schöne Geste in dieser sonst so verschlossenen Zeit.
Ganz glücklich darüber, hab‘ ich danach gleich zwei neue Märchen-Platten (Alu-Verbund) für unseren Lesegarten als Druckauftrag rausgegeben. Der Lesegarten wächst jedes Jahr ein bisschen weiter, denn es werden auch wieder Zeiten kommen, in denen die Menschen in kleinen Grüppchen ins Atelier und den Bilderspeicher kommen und vielleicht auch den Garten erleben möchten. Ich glaube fest daran. Große Atelierfeste fallen für immer weg, dazu fehlt mir inzwischen einfach die Kraft und vor allem der Atem. Muss ja auch nicht sein. Macht es Euch schön an diesem Sonntag!

Märchen-Platten im Lesegarten. Foto: pe

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