Morgenstunde (126. Blog-Notat)

Zwischen all den Gedanken um die entstehende Geschichte ist es in diesen Tagen einfach traumschön der Vergänglichkeit zuzusehen.  Die Natur welkt so verzaubernd, dass man kaum glauben mag, dass sie sich in ihren langen Winterschlaf zurückzieht. Manchmal ist es auch bei sterbenden Menschen so. Als meine Mutter im Januar 1984 an einem furchtbaren Krebs zu Grunde ging, war sie in der Stunde ihres Todes so schön, dass wir immer wieder zu ihr sehen mussten. Sie lag im Wohnzimmer auf dem Sofa, ganz entspannt, wie eine Frau am Strand in der Sonne. Die frisch lackierten Fingernägel leuchteten makellos vom Weiß des Bettzeuges. Der abgemagerte Körper füllte sich plötzlich wieder mit – ich weiß nicht mit was und sie schien ein wenig zu lächeln. Jedenfalls waren mein Vater und ich sehr tröstlich über diesen Anblick. Wir setzten uns zu ihr und tranken Schnaps bis zum Morgengrauen. Sie hatte es geschafft, alles Leid zurückgelassen. Es hockte fortan in unseren Seelen. Auf Lebenszeit. Wenn ich dieses Farbrauschen da draußen ansehe ist es mir, als wollten die leuchtenden Blätter und das goldene Licht in mir noch einmal Leichtigkeit verströmen, bevor das große Dunkel kommt.

Habt ein schönes Wochenende allerseits!

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Goldener Oktober

Wir hatten das Gold im Garten bei Kaiserwetter am 30. Oktober. Das sah nicht nur gut aus, sondern half uns auch beim Baufortschritt des Vordach-Ständerwerks. Wir sind geschafft und deshalb gibt es heute mal einfach nur Bilderblicke…

   
  
    

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