Morgenstunde (723. Blog-Notat)

Im Wacholder der rote Wein. Irgendwie assoziiert man da doch Weihnachten – oder? Jedenfalls sind die Gänge durch den Garten gerade wunderfein. Das Leuchten in der Abendstunde sticht einem ins Herz, so schön, so voller Zauber! Jedes schwebende Blatt -Poesie. Im Dunkeln ging es später an das Abhängen der Feuerwehr-Bilderschau in unserer Kulturbarracke. Unsere Samba-Gruppe traf sich gerade zur Trommelprobe. Wer weiß wann wir hier wieder feiern werden. Pläne gibt es, aber die Inzidenzen bescheren uns offenkundig den nächsten Corona-Winter. War ja zu erwarten, aber: ach… Heute mussten wir schon im Morgengrauen auf die Piste nach Berlin, den letzten Termin dieses Jahr in der Charité wahrnehmen. Ich bin schon mit hochroten Wangen eingestiegen und habe wie immer unter meiner Fahrmeise gelitten. Stadtauswärts wurde es besser. Heute wird nichts mehr im Atelier werden, ich will uns ein fettes Huhn kochen, die Gesundheitssuppe für alle Eventualitäten.
Pilze haben wir inzwischen genug für den Winter, wenn die letzte Portion auf den Sieben getrocknet ist, haben wir drei große Weckgläser voll. Das reicht weit.

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Morgenstunde (413. Blog-Notat)

Zwischen den Besuchen im Atelier hab ich gerade das letzte Sonnenlicht eingefangen und dabei immer WENZELS schönes Herbstlied „Es dunkelt schon vor acht“ im Kopf. Das ist ein echter Ohrwurm, vielleicht stimme ich nachher einfach mal meine Gitarre und versuche es zu spielen. Hab ich lange nicht gemacht und kann ich auch nicht gut, aber für ein Weihnachtslied reichts es gerade noch… Der Garten leuchtet wunderschön, überall gibt es was zu entdecken, das hilft mir, meinem Kopf mal eine Pause zu gönnen. Der Liebste ist derweil beim Kopfweidenschnitt, danach sieht es immer wüst aus, aber wenn das nächste Hochbeet gebaut ist, tauchen darin die Weidenruten ab. Wenn die irren Infektionszahlen nicht wären, könnte der heutige Tag rundum schön sein, aber der Liebste muss morgen ins hochrote Corona-Gebiet fahren, ich bin besorgt. Sehr. Vor dem Tor fand ich eben ein Blumengruß (Danke, liebe Sabine😊!), wie schön.

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Morgenstunde (126. Blog-Notat)

Zwischen all den Gedanken um die entstehende Geschichte ist es in diesen Tagen einfach traumschön der Vergänglichkeit zuzusehen.  Die Natur welkt so verzaubernd, dass man kaum glauben mag, dass sie sich in ihren langen Winterschlaf zurückzieht. Manchmal ist es auch bei sterbenden Menschen so. Als meine Mutter im Januar 1984 an einem furchtbaren Krebs zu Grunde ging, war sie in der Stunde ihres Todes so schön, dass wir immer wieder zu ihr sehen mussten. Sie lag im Wohnzimmer auf dem Sofa, ganz entspannt, wie eine Frau am Strand in der Sonne. Die frisch lackierten Fingernägel leuchteten makellos vom Weiß des Bettzeuges. Der abgemagerte Körper füllte sich plötzlich wieder mit – ich weiß nicht mit was und sie schien ein wenig zu lächeln. Jedenfalls waren mein Vater und ich sehr tröstlich über diesen Anblick. Wir setzten uns zu ihr und tranken Schnaps bis zum Morgengrauen. Sie hatte es geschafft, alles Leid zurückgelassen. Es hockte fortan in unseren Seelen. Auf Lebenszeit. Wenn ich dieses Farbrauschen da draußen ansehe ist es mir, als wollten die leuchtenden Blätter und das goldene Licht in mir noch einmal Leichtigkeit verströmen, bevor das große Dunkel kommt.

Habt ein schönes Wochenende allerseits!

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Goldener Oktober

Wir hatten das Gold im Garten bei Kaiserwetter am 30. Oktober. Das sah nicht nur gut aus, sondern half uns auch beim Baufortschritt des Vordach-Ständerwerks. Wir sind geschafft und deshalb gibt es heute mal einfach nur Bilderblicke…

   
  
    

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