Morgenstunde (668. Blog-Notat)

Weiße Laken als Sonnenschutz für die Tomaten.

Durchatmen. Hitzetage wie diese sind für mich eher Alptraum als Sommerfreude. Der Garten wehrt sich mit ungenießbarer Notreife und ich habe zwei Tage lang das Haus kaum verlassen. Nur am Abend, um zu gießen. Gestern half der Himmel ein bisschen mit. Heute der erste ernst zu nehmende Gewitterguss, aber der Sommer macht ja nur Pause. Als wir in dieses Walddorf am westlichen Rand der Schorfheide zogen, war der Garten nur Wiese. Schon damals wussten wir, die Sommer werden immer heißer… Also habe ich diverse lichte Bäume (Eschen, Hasel, Pfaffenhütchen und Weiden) gepflanzt (Birke war schon da), die das Grundstück grün beschirmen und doch Licht durchlassen. Hecken und begrünte Zäune schlucken den Staub, helfen den stetigen Wind zu zügeln und damit die Erosion. Durch die Wiesen mähen wir nur noch Wege und lassen Blühinseln stehen. Nicht nur wegen des Artenschutzes, sie verdorren nicht so schnell, wie kurz gemäht. Aber unter der Hitze und der Trockenheit gibt es ein Dauerwelken wo man nur hinsieht, selbst der Efeu wirft täglich ungeahnte Blättermengen, zwei Eimer voll. Nach dem Fegen rieselt das Knisterlaub ungerührt weiter und täglich grüßt das Murmeltier… da könnte einem glatt die Lust am Gärtnern vergehen.

 

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Morgenstunde (352. Blog-Notat)

Auf dieser Bank ist einem als würde man mit der Natur verwachsen. Es ist die Zeit, in der wir durch den Garten nur Wege mit dem Rasenmäher „fräsen“. Gläser, Feldklee, Margeriten und Glockenblumen entfalten sich, die Grasnelken kommen noch. Die Üppigkeit ist wirklich berauschend. Also, da hockste nun in dem schönen grünen Funkloch und Spahn und Söder reden über die C-App und irgendwie, denke ich, es wird Zeit so ein Smartphone endlich anzuschaffen. Mein PC-Schrauber ist entsetzt: „Du hast kein Smartphone?!!!“ Nö, hab ich nicht, aber gut, man könnte es auch im Funkloch benutzen, schließlich haben wir ja WLAN. Noch ein Argument spricht dafür: Die Nikon ist nicht mehr die jüngste und die Sache mit den Videos, ist doch auch echt interessant, zumal mein Tablet nicht genug Speicherkapazität hat. Na gut, aber welches Smartphone soll es sein??? Keine Ahnung, ich muss mir Rat holen. Die Kamera muss super sein…

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Morgenstunde (197. Blog-Notat)

Es ist ein schön klarer Morgen dort draußen, da kann ich mal wieder im Garten einiges richten. Die letzten Tage waren einfach zu schwül dafür. Trotzdem hab ich gestern noch einen neuen Kompostplatz geschaffen, weil die anderen drei von mächtigen Kürbispflanzen überwuchert sind.
Dafür musste mein Hexlein aus dem Gestrüpp weichen. Es war längst fest eingewachsten und steht nun etwas derangiert auf der Streuobstwiese. Mit der Zeit wird es wieder mit neuen Weinranken ausstaffiert werden und zu neuer Kraft erstarken, um seinen guten Gartenzauber zu verbreiten…

Nach diesem Umzug war ich pappensatt, denn schwere Luft und körperliche Arbeit, dass verträgt sich für mich nicht mehr, also habe ich lieber das Tastenklavier am Computer gespielt und die 13. Kurzgeschichte seit März erfunden. Auch schön. Aber heute nehme ich mir eine Atelier-Auszeit,

habt alle miteinander einen schönen Bilderbuch-Sommertag,

Eure Petra

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Abendruh´

Foto: Petra Elsner

Zur Abendruh’ ins Dämmerland,
einen Schritt nur nach Sonnenuntergang
in den Garten
und die Seele murmelt ganz entspannt,
komm‘ Nacht, ich will mich an die laben.

 

© Petra Elsner
Juni 2018

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