Morgenstunde (803. Blog-Notat)

In diesen Tagen haben wir Mühe unsere innere Mitte zu halten: zu viele Baustellen auf einmal. Wir sind beide nach der fiesen Erkältung noch recht dünn drauf und nun steht in Bälde auch noch die Wohnungsauflösung der Eltern im Erzgebirge an, denn auch der Vater ist seit heute im Pflegeheim. Es gibt Zeiten, da ist man nicht bei sich selbst. Und alles, was zustande kommt, erscheint einem nicht gut gelungen. Das nährt ein schlechtes Gewissen. Wieviel kann man tragen und wie machen es die anderen? Die Frage ist wohl müßig, denn die Familien sind halt ungleich ausgestattet in der Anzahl ihrer Menschen und ihrem Vermögen. Wir haben von beidem wenig, weil der Teufel ja immer auf den gleichen Haufen scheißt. Bei mir war noch kein Teufel… 😊. Also müssen wir schauen, wie wir das stemmen…

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2 Gedanken zu „Morgenstunde (803. Blog-Notat)“

  1. Ach je, liebe Petra… Da wünsche ich weitere Genesung, Erkältungen können sich lange hinziehen bis man sie wirklich überstanden hat.
    Und die vielen Baustellen… so geht’s mir zurzeit auch. Und das Gefühl, nichts und niemandem wirklich gerecht werden zu können, belastet noch zusätzlich.
    Ich drücke die Daumen, dass es bald leichter wird bei dir!

    1. Liebe Anna, ja, da weiß ich wovon Du sprichst und ich wünsche Dir auch, dass Dir die Brocken von den Schultern fallen. Was mich am aller meisten nervt, ist, dass ich immer wieder sagen muss: Ich habe CPOD IV gepaart mit Asthma. Das alleine ist im Alltag schon schwierig. Wenn sich darauf noch eine Erkältung (oder einfach nur Stress) setzt, wird es wirklich wacklig. Bin einfach körperlich nicht mehr so belastbar und muss das immer aufs Neue erklären. Furchtbar, eine Zumutung geradezu. Die Leute denken immer, das muss doch mal wieder besser werden und so krank sieht sie doch gar nicht aus, aber es schwankt nur und nichts wird gut…

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