Morgenstunde (579. Blog-Notat)

Es raschelt überall im Garten. Das knisternde Laub, fallende Tautropfen, eine Haselmaus im Strauch. Noch sind die Farben Feuerwerk, noch nicht braun-grau. Das Sein in diesem Zwischenraum ist zwar erschöpflich, doch wunderschön. Wenn da die Dachsbande nicht wäre. In der Nacht zu gestern müssen es mehrere gewesen sein, denn im Zaunstück zum Nachbarn waren gleich drei, dicht beieinanderliegende Untergrabungen vorzufinden, Unglaublich stur, schiebt das Tier (oder die Tiere) die schweren Sperrsteine beiseite. Aber vielleicht lässt sich das einfach nicht abwenden, wenn man so dicht an einem großen Märchenwald lebt. Oder vielleicht wird es endlich Zeit für ein Dachsmärchen, dass es für mich zu schreiben gilt, wer weiß, mal sehen was fließt… Ab morgen dürfen wir uns auf die Winterschlafzeit freuen und die Dorfkinder werden abends verkleidet an den Hoftüren läuten, um Süßes einzufordern, womit die Zauberzeit beginnt…

Aufrufe: 148

2 Gedanken zu „Morgenstunde (579. Blog-Notat)“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.