Morgenstunde (180. Blog-Notat)

Weidentore am Wald

Wenn man durch die Weiden-Tore in meinem Garten geht, kommt man in oder aus einem Märchen – nur dieser Tage nicht. Der Kopf ist Quark bei diesen Temperaturen. Das nächtliche Gewitter hat zwar im Augenblick die Hitze gedämpft, aber im Haus döst noch die dicke Luft noch in jedem Winkel und will nicht raus. Da kann frau sich nur sortieren. Sonnabend habe ich in Bebersee eine kleine Lesung (18 Uhr, am Löschteich) aus „Milchmond“ zu geben (das Buch dazu kommt Ende des Monats aus der Druckerei). 30 Minuten sind gewünscht, die Länge hab‘ ich jetzt zusammengestellt. Man denkt, man hat schon alle möglichen Varianten in der Lesemappe: 15 Minuten, 20 Minuten, 55 Minuten… Da kommt dann einer mit 30 Minuten. Das ist verhältnismäßig leicht bei Kurzgeschichten oder Märchen, bei einer Kriminalgeschichte ist es komplizierter. Du darfst nicht zu viel verraten und zugleich sollten die Zuhörer dem Verlauf folgen können. Ich hab es jetzt…

Morgenstunde (179. Blog-Notat)

Schatten in den Morgenstunden am Wald.

Geschafft! Korrekturlesen, noch dazu das eigene Geschreibsel, das ist schon irgendwie Strafarbeit. Noch dazu bei 34 Grad. Man hat mir gesagt, Krimis lese man nur einmal … das kann ich gerade nicht bestätigen 😊. Heute also hitzefrei, sofern der Imkergatte beim täglichen Honigrühren, nicht wieder eine Spontanabfüllung als erforderlich sieht. Das weiß man nie.
Der erste Gartenrundgang früh am Morgen hat noch schattige Plätzchen, aber auf dem Rückweg, brannte mir schon die Sonne auf den Rücken. Sie scheint nicht mehr, sie beißt. Ich kämpfe mit den Nebenwirkungen von Medikamenten, besonders mit den Hormontabletten gegen Tumorwachstum. Nach zweieinhalb Jahren richten die mehr an, als hinnehmbar ist. Ich muss in diesen Tagen abwägende Entscheidungen treffen, denn die Ärzte tun das nicht. Jeder gibt nur seinem Detail den Vorzug, ganz gleich, ob ich Sehkraft verliere und die Atemschwäche zunimmt. Ich fühle mich nicht gut beraten, aber versuche meine Sorgen in den Himmel zu werfen.

Morgenstunde (178. Blog-Notat)

Die heiße Phase hat begonnen: Gestern Abend hat der Verlag mir per Mail  die Autorenkorrektur zu „Milchmond“ gesandt. Da fiel mir auf, dass ich gar nicht genug Druckerpapier im Hause hatte.  Also heute erst einmal ab nach Zehdenick (12 Kilometer hin) und zurück an den Schreibtisch.  Werde die nächsten zwei Tage gut zu tun haben und tauche jetzt  mal ein bisschen ab. Diese Woche kann es deshalb keine neue Kurzgeschichte geben…

Milchmond kann hier vorbestellt werden. Bitte auf den Link klicken.

Morgenstunde (177. Blog-Notat)

 

Frisch aus der Druckerei…

Mir fällt ein Stein vom Herzen, der „Immerwährende Dorfkalender“ ist gut geworden. Ich hatte Sorge, dass die Printauflösungen der alten Fotos nicht ausreichen würden. Selbst der Templiner Drucker, Herr Seehafer, war begeistert. Herausgeber ist der örtliche Kulturverein und verkauft wird das Werk erstmals zum Dorffest am 29. Juni für jeweils 10 €.  Die 500 Stück lagert und verkauft Cordula Wilksch (039883 48008).  Mit diesem Kalender und den „Hausschildern“ auf Alu-Verbund ist meine ehrenamtliche Leistung zum diesjährigen Dorffest abgeschlossen. Ach, ja, da waren auch noch sechs Köpfe zu bepinseln, halt Gesichter, denen gibt unser Sportverein Leib und Plätze im Dorf, als Bäcker, Klingel-Schmidt … Das zählt naturgemäß mehr in die Rubrik Klamauk, aber so ein Dorffest ist nicht so eine bierernste Sache. 270 Jahre wird das Walddorf in der Schorfheide alt, was da abgeht, kann man gewiss bald auf kurtschlag.de nachlesen. Einen Pressetext habe ich natürlich auch bereits an die Lokalredaktionen gesandt.
Jetzt wünsche ich Euch allen erst einmal ein entspanntes Wochenende,
Eure Petra

Ein Teil der Köpfe…
Dorfhäuser vor langer, langer Zeit.

Morgenstunde (176. Blog-Notat)

Zaunbäuerin

Hausgeflüster:
Ach, man möchte nicht in diese Glut vor der Tür. 33 °C. In der Nacht fielen gerade mal 1,7 Liter Regen auf einen Quadratmeter. Das Wasser wird wieder einmal nicht gerecht verteilt, die einen saufen ab und die anderen vertrocknen. Die Hitze treibt schon den Mehltau an. Die Rosen hab‘ ich stärkend/schützend heute erst einmal mit einer Lösung aus 1 Teil Frischmilch und 8 Teilen Wasser besprüht. Biologisch korrekt, soll auch helfen, aber die Spätfröste und die Ameisen haben den Zarten schon arg zugesetzt.
Auch der Imkergatte schwächelt bei diesen Temperaturen, alles geht langsamer als geplant, morgen werden wir wieder schleudern (wollten wir heute schon). Ansonsten wabert über alles Stille, ich warte auf die Autorenkorrektur zu Milchmond, aber auch Verleger schwitzen…

Em, ja noch diese Fingerübungen für den Liebsten, der diese Woche Geburtstag hat, da braucht es logischerweise wieder neue Bienen…:)

                

Morgenstunde (175. Blog-Notat)

 

   
  
   
   
   

Ich habe es gewusst, damals 1998/99, als ich meine Träume-Cartoon-Serie für meinen ersten Kunst-Kalender zeichnete: Die Blätter sind einfach noch nicht erzählte Geschichten. Und jetzt, 20 Jahre später, kommen sie so nach und nach an die Oberfläche. Ich bin gespannt, wohin mich das führt. Leider sind die Originale nicht mehr bei mir, kein einziges. Seinerzeit hatte ich noch keinen Scanner, so dass die Auflösungen niemals für einen Druck mehr reichen würden. Was bedeutet, ich muss die Teile offenbar noch einmal in „gereifter Form“ zu Papier bringen, jedenfalls für jene, die eine erzählte Geschichte bekommen…

Morgenstunde (174. Blog-Notat)

Edelwicken

Nahrhafte Zeiten: Pfingstsonntag haben wir das 3. Mal geschleudert: Frühsommerblüten-Sammelsurium. Schön kräftig. 200 kg haben wir jetzt im Fass. Der Honig muss nun noch gepflegt und gerührt werden, bevor ins Glas kann. Das dauert so ca. drei Wochen. Und dann kommen ja noch die Sommerblüten… Draußen wächst mein erstes selbst gezogenes Gemüse. Dank des neuen Hochbeetes gedeiht endlich etwas Essbares, was ich in den 11 Jahren Landleben nur im Supermarkt bekam, denn der Heideboden ist hier einfach nur Staub. Heute werde ich den ersten Kopfsalat ernten, wie schön. Zwischendurch entstehen eine Handvoll neue Sprüchevögel, zu mehr ist mir gerade nicht. Die medialen Falter sind beim letzten OFFENEN ATELIER komplett verkauft worden, als Kleinstpräsente…

 

Morgenstunde (173. Blog-Notat)

Der Mohn tanzt wieder. Im Herbst hatte ich mir vom Feldrand hinter Potzlow ein paar Samen gepflückt, ohne zu wissen, in welchem herrlichen Rot der erblüht. Einfach klasse! Es entschädigt für den Hitzeausbruch in dieser Woche. 35 Grad ist zu viel für alles. Hab wieder den Hofkochplatz eingerichtet und koche unter freiem Himmel, damit die Temperaturen im Haus noch ein Weilchen erträglich bleiben. Statt das Leben in der Natur zu genießen, bin ich wieder im abgedunkelten Atelier (26°C) und schreibe und schreibe. Eigentlich Winterarbeit und für die Jahreszeit ist es rings rum viel zu leise.  Jeder ächzt sich leidend durch den Tag. Die Wetterpropheten drohen mit ersten Sommer-Tornados und verkünden, der Sommer 2019 soll noch extremer werden als der letzte. Bitte nicht. Aber laut Prognose soll es heute ab 14 Uhr regnen, da können wir wenigstens mal  kurz durchschnaufen.

 

Morgenstunde – Unverhoffte Gartenzeit (172. Blog-Notat)

Die Gurkenblüten hatten heut Nacht wohl Schüttelfrost (2 Grad Minimum), aber sie haben ihn überstanden. Da war ich heute gedanklich auf Waben entdeckeln und niedere Hilfsdienste eingestellt, aber der Imkergatte meinte, seine Vorbereitungen wären doch noch nicht abgeschlossen… Tja, wir haben unterschiedliche Tempi, immer schon und ich hab nun unverhofft nichts im Block. Aber bei so einem prachtvollen Festtagswetter muss ich auch nicht im Atelier irgendwas erfinden. Also Gartenzeit, abschlaffen, grillen, Honig schleudern ist dann morgen…

Die heutigen Blicke aus dem Mittelgarten. Vor 11 Jahren war das alles ein blankes Wiesenland …




   

So sah es hier im Frühjahr 2008 aus…          Erste Anfänge für den Blumenmond. Jeder Stein musste hergetragen werden, wir haben nicht mal Kiesel im Boden… Und dahinter hatten wir mitten im Februar schon mal einen kleinen Teich angelegt…

und so sieht der Blumenmond jetzt aus…  

Morgenstunde (171. Blog-Notat)


 

Im Garten spreizen sich die zarten Frühsommerblüten traumschön. Eine Symphonie aus Grün-Weiß, Indisch-Gelb und leuchtendem Rot. Es sieht schon alles sehr pfingstlich aus. Nur die Pfingstrosen wollen einfach nicht auf diesem Heideboden gedeihen. Aber die kleinen Drachen sind wieder in den Teich eingezogen. Jüngste Nachrichten sprachen vom großen Lurchesterben. Frösche und Molche seien am meisten betroffen. In Brandenburg auch wegen der Dürre im vergangenen Jahr. Umso mehr freue ich mich über das Eintreffen der Kammmolche. Die sind grad im Liebesrausch. Weil der Teich schattig liegt, bekomme ich sie mit der Kamera leider nicht zu fassen, also hab ich mir/Euch einfach einen Molcherich gezeichnet.
Den Herren wünsche ich für morgen – Himmelfahrt – eine tolle Tour. Wir werden inzwischen ganz brav den ersten Honig schleudern…