Der große Helle ist der 16. Kauz in meiner Schopf-Serie. Der Sibirische Uhu (Bubo bubo sibiricus) ist die größte Eulenart der Welt. Das Weibchen misst bis zu 75 cm, das Männchen 68 cm. Wenn er beeindruckten will, stellt er seine 8 bis 10 cm langen Federohren auf und wirkt dann noch mächtiger. Der Sibirische ist eine asiatische Unterart des Europäischen Uhus, allerdings ist er auffällig heller gefärbt. Viel Weiß im Gefieder. Beheimatet ist der Vogel im östlichen Russland, im westlichen Sibirien, in Baschkirien, Mittlerer Ob, im West-Altai-Gebirge und im Norden bis an den Rand der Taiga. Nach diesem Prachtstück mache das Wochenende kauzfrei. Habt alle miteinander eine gute Zeit!
Die alten Griechen verehrten schon diesen kleinen Kauz. Sein Abbild findet sich auf Münzen und Briefmarken. Der Steinkauz (Athene noctua) ist von Nord-Afrika bis zur Nordsee und von England bis China verbreitet. In Deutschland gehört der Steinkauz zu den Standvögeln. Mit seinen etwa 22 cm gehört er zu den kleinen Eulenvögeln. Er kommt in offenen Landschaften mit sehr altem Baumbestand, in alten Obstgärten, Parkanlagen und in Ruinen vor.
Nun gab es doch noch den Verlagsvertrag für meine Winterarbeit 2019/20. Für den Schräge-Vögel-Kalender 2021 und einige Mini-Lektüren. Die Idee des Verlages, für diese Dinge mit einem großen Supermarkt zusammenzugehen, ist Corona bedingt geplatzt, aber das soll mir recht sein. Der hätte nämlich 50 Prozent Rabatt verlangt und ich hätte dann kaum ein Beteiligungshonorar erzielen können. Es wäre nur eine Imageveranstaltung ohne echtes Honorar. Denn wer macht sich schon zu mir ins Atelier auf, wenn es das Teil beim Markt um die Ecke gibt? Also für mich ist es besser so, vor allem hatte ich nicht mehr geglaubt, dass der kleine Schwedter Verlag es nach dem Lockdown schafft, neue Produkte auf den Weg zu bringen. Einen Druck-Termin gibt es noch nicht, aber ich denke, es wird Spätsommer werden. Was ist das nur für ein verrücktes Jahr! Und JA, es hätte auch anders kommen können, viele schließen derzeit ihre kleinen Lädchen für immer… und weil das alles so ungewiss war, hab ich geschuftet, so als hätte ich nichts in der Hand. Die Bildverkäufe im April/Mai haben mich ermutigt und meine Schockstarre gelöst. Jetzt bin ich sehr erleichtert, dass die Dinge Gestalt annehmen werden…
Den möchte man nicht nachts im Garten rufen hören, denn er klingt, als würde man eine Säge auf einem Schleifstein wetzen. Und so heißt er auch: Sägekauz (Aegolius acadicus). Die kleine nordamerikanische Art ist das 14. Porträt in meiner Serie „Kauz-Köpfe“. Das „Knallbunte“ hab ich gestrichen, denn die meisten Kauze geben das nicht wirklich her, so bleibe ich naturnah in der Gestaltung. Der Minikauz (maximal 19 cm) ist mit seinen großen, wachen Augen einfach zu hinreißend, als ihn hier übergehen zu können…
Der 13. Kauz-Kopf in der Serie war schon Hauptdarsteller unter Harry Potters privaten Postboten, die Schneeeule Hedwig. Mancherorts nennt man den Schneevogel der arktischen Tundra auch Schneekauz. Er wird 55 bis 66 cm groß und erreicht damit die stattliche Höhe eines Uhus. Die ausgewachsenen Männchen tragen ein fast vollkommen weißes Gefieder, die Weibchen zieren auf dem Weiß dunkle Flecken und Bänder. Schneeeulen finden sich in Island, Nordeuropa, Sibirien, Alaska, Kanada und Grönland. Die südlichsten Vorkommen wurden in den Gebirgen Norwegens gesichtet. Mir scheint, sie ist die Mystisch-Magische unter den Eulen.
Mohn im Garten. Kein Feld, kein Beet voll, aber überall winkende Rot-Zarte, die mit dem Wind verfliegen, manche überleben nur eine Morgenstunde. Letzten Spätsommer bin ich die Feldraine entlang und habe ganz unterschiedliche Sorten zusammengetragen. Sandmohn, Feldmohn, Klatschmohn, Saatmohn, Türkischen Mohn und manches noch. Ich habe die Samen einfach hier und da fallen gelassen, aber dort, wo ich ihn schon sein drei Jahren bewusst versuche anzusiedeln – im Bienengarten – will er nicht wachsen. Ein bisschen schade. Ich dachte, die weiße Schafgarbe und der Mohn würden im Wildblumenbeet gut ausschauen. Wer hier mitliest weiß, sie liebt Mohn, so sehr, dass er mich 2017 sogar zu einem Märchen inspiriert hatte (die ganze Geschichte „Die Mohnfee und die verschwundene Zeit“ findet Ihr hier). Dieses Rot ist einfach in mein Herz gefallen…
Das 12. Blatt in der Kauz-Serie ist der Kaninchenkauz, auch Kanincheneule, Präriekauz, Prärieeule oder Höhleneule genannt. Er ist eine Eule aus der Gattung der Steinkäuze (Athene) nur mit sehr, sehr langen Beinen. Sein wissenschaftlicher Name lautet Athene cunicularia. Der ist abgeleitet aus dem Lateinischen Wort „cunicularius” und bedeutet „Bergmann“. Das passt, weil das Käuzchen in selbst gegrabenen Erdlöchern in den Grassteppen des westlichen Nord- und Südamerikas bis zum Kap Hoorn haust. Es gibt isolierten Populationen in Florida, auf einigen Karibischen Inseln und auf Inseln im Indischen Ozean. In diesem riesigen Verbreitungsgebiet hat das Käuzchen eine starke Farbvarianz entwickelt. Der Kauz, der irgendwie an das Verhalten von Erdmännchen erinnert, erreicht eine Größe von 19 bis 28 cm. Seine Lebenserwartung liegt bei 16 Jahren in der Natur und bei 18 Jahren in Gefangenschaft. Je nach Laune kann sein Kopf (ähnlich wie beim Sperlingskäuzchen) entweder flach und rund oder flach und kantig wirken. Kaninchenkäuzchen können auch das leiseste Rascheln im Gras über große Entfernungen hören, ja und vielleicht hört er sogar das Gras wachsen…😊
Das 11. Blatt in der Serie „Knallbunte Kauz-Köpfe“ ist der Graue mit dem großen Gesicht und den kleinen Augen – der Bartkauz (Strix nebulosa). Das schmale schwarze Gefieder unterhalb des Schnabels spendierte ihm seinen deutschen Namen. Im Englischen heißt er Great Grey Owl, also Große Graueule. Dieser besondere Kauz lebt in Nordschweden, Finnland, im Norden Russlands und in Nordamerika. Bartkäuze sind außerhalb der Brutzeit echt gesellschaftsfähig und bilden keine Gemeinschaften. Für mich war dieses platte, maskenartige Gesicht doch eine echte Herausforderung. Aber ich denke, er ist geworden. Gestern Abend konnte ich übrigens zwei der Kauz-Köpfe verkaufen, den blauen Uhu und das Elfenkäuzchen. Freude… Schönes Wochenende allerseits!
Die Bauchlauf-Baustelle ist fast abgeschlossen. Der erste Probelauf zweigte gestern noch einen undichte Stelle im Rinnsal, die ich noch nachverputzen muss, aber dann: Aufräumen und Wasser lauf (plätschern tuts nicht)….
Gestern im Baumarkt: Als wir den Wagen mit dem Sack Pflanzenerde am Gifttresen vorbeischoben, klagte dort ein Mann über die Unmengen Läuse, die dieses Jahr seine Blumen befallen haben, weswegen er jetzt eine chemische Keule suche. Naja, mag sein, die Hilfsmittel aus der Natur sind nicht rigoros, aber sie nützen nicht nur, sondern sie helfen verträglich und pflegen auch. Pflanzenbrühen und Kaltauszüge beispielsweise. Gestern Abend habe ich mir einen gegen Läuse wirksamen Kaltwasserauszug aus frischen Brennnesseln angesetzt, den ich heute, nach 12 Stunden (die Sache darf nicht gären!), absiebe und dann eine sogenannte „Beißende Brennnessel-Brühe“ habe, die ich giftfrei und pflanzenstärkend spritzen kann. Gegen Läusebefall kann man auch Beinwell-, Wermut- oder Rainfarn-…-Brühen einsetzen. Einen Tomatenblätter-Auszug kann man aus den ausgebrochenen Seitentrieben herstellen, der hilft gegen Kohlweißlinge. Knoblauch-Zwiebel-Jauche stärkt generell die Abwehrkräfte von Ostbäumen, Erdbeeren und Kartoffeln usw. Es gibt unglaublich viele natürliche Hilfsmittel in der Not. Das Buch, aus dem ich mein Pflanzenwissen schöpfe heißt „Der BIO Garten“ von Marie-Luise Kreuter, was kann ich wirklich empfehlen kann. Dummerweise habe ich gestern das Spritzmittel angesetzt, bevor ich den Wetterbericht für heute gehört hatte, bei Regen ist das Spritzen irgendwie sinnlos. 😊. Also bekommen nachher nur die Obstbäume einen kräftigenden Schuck aus der Kanne, das Spritzmittel setzte ich morgen einfach nochmal an, ist ja keine große Sache.
In der Serie: Knallbuten Kauz-Köpfe: Der Sperlingskauz
In der Morgenstunde hab ich mit ihm begonnen und da ist er nun, der Sperlingskauz. In der Kauz-Kopf-Serie stellt er das Blatt Nummer zehn. Das Käuzchen ist die kleinste Eule in Mitteleuropa. In der Welt gehört er mit seinen 16 bis 19 Zentimetern Wuchshöhe auch zu den Zwergen unter den Eulenvögeln, aber klar, das Elfenkäuzchen ist viel kleiner, das ist aber kein Europäer. Der Sperlingskauz ist Verwandlungskünstler, denn je nach Stimmungslage erscheint seine Kopfform mal rundlich, dann plötzlich kantig mit plattem Haupt. Fragt nicht, welche Form zu welcher Laune gehört, das weiß ich leider nicht. Sperlingskäuzchen kommen in in höheren Mittelgebirgen und den Alpenwäldern vor. Etwa ein Dutzend Paare gibt es auch in der Sächsischen Schweiz. Die Kleinen Käuzchen sind nebenbei gesagt echte Draufgänger, die sogar wesentlich größere Vögel jagen und fangen! Hat keine Angst vor großen Tieren…. 😊
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