Morgenstunde (99. Blog-Notat)

Petra Elsner: NARRENHAUS, 70×100 auf Karton, Mischtechnik aus Beize und Acryl, 2000

„Die Menschen wollen das, also tun wir das!“ – Jean-Claude Junkers Ansage zu Abschaffung der Sommerzeit, das ist doch mal was Erfreuliches. Aber davor stehen noch Parlamentsdebatten der EU und der Mitgliedsländer. Es wird also nicht sogleich und nicht sofort. Den Halbsatz „Ab sofort – denke ich. Unverzüglich.“, habe ich nur einmal in meinem Leben bewusst gehört: In Günter Schabowskis berühmter Pressekonferenz im Herbst 1998 zur neuen Reiseregelung, wonach die Mauer am 9. November gewissermaßen „überrannt“ wurde. 1989 hatten die Menschen monatelang mit den Füßen abgestimmt, in heutigen Tagen waren es 5 Millionen via Internet. Das sollte für das Kippen der Zeitumstellung reichen. Aber diese ganze Aktion ist nur ein winziges Wohlfühlpfaster auf den Wunden der Zeit. Die eigentlichen Probleme aus der Globalisierung und dem folgenden Rechtsruck in Europa sind damit nicht ansatzweise berührt. Und es ist ja nicht nur die Globalisierung, die die Menschen verunsichert und den Menschenfängern in die Arme treibt. Es ist die jahrzehntelange Ignoranz der Macht. Unter der Decke der Erbschande der Deutschen wuchs das Lager der Rechten langsam, fraß sich in die Instanzen in Ost und West, unterwanderte Armee und Polizei und bekam Schübe aus den vielschichtigen Untergängen. Fehlerhafter Strukturwandel und Rückzug des Staates aus der Fläche gaben ihnen Räume. Und nun sind sie unübersehbar. Nicht nur in Sachsen. Das Problem nährt sich aus Altem und Neuem, aber hingesehen wurde einfach zu lange nicht. Spielt nicht mit den Schmuddelkindern… Ich habe Anfang der 90er eine emotional sehr schmerzhafte Analyse dieses Zustandes – des rechten und auch linken Extremismus in Berlin-Brandenburg in einen Jugendroman gesteckt. All mein Wissen floss darin ein und ich sah in der Niederschrift eine Chance, Einfluss zu nehmen, aber der Stoff interessierte in Deutschland nicht, damals, in jener Zeit, als man den Ostdeutschen viel ihrer Würde nahm: keine Arbeit, kein Ansehen, kein echter Einfluss. Ostdeutschland gehörte sehr schnell den anderen und sie halten diese Stellung bis in die heutige Zeit. Ich bin sehr müde geworden, damals in diesen Kämpfen um Akzeptanz und Wahrnehmung und ich glaube inzwischen, das war auch so gewollt.

1021. Blogbeitrag

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Morgenstunde (98. Blog-Notat)

Rispenhortensie

Die erste Regennacht seit – ich weiß nicht mehr. Draußen vor der Tür atmet die Landschaft erleichtert und ich auch. Die Rispenhortensie wiegt ihre tropfnassen Blüten – einfach schön. Zwischen den Arbeiten für den Kunstmarkt beim Pankefest, gehe ich alle paar Stunden mal raus uns schneide im hinteren Garten schon welke Stauden. Sie sehen aus, als hätten wir Ende Oktober. Worauf müssen wir uns zukünftig einstellen? Auf Siesta in der sechsten Stunde nach Sonnenaufgang und Klimaanlagen. Der Netzhandel hält längst dutzende Geräte bereit, nur was taugt, was nicht? Erste Erkenntnisse könnt Ihr mich gerne wissen lassen, denn etwas muss geschehen, damit man in dem Wetterwandel auch noch kreativ sein kann und leistungsfähig. Allein das Warten auf gemäßigte Temperaturen, ist kein echter Weg. So, aber heute ist schön, ich werd‘ dann mal losmachen…

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Memory 7: Der etwas andere Sandmann

Sandmann mit der Puppe Karl

Mitte der 70er Jahre, als mein Sohn Jan gerade im Kindergartenalter war, fieberte er jeden Abend dem Sandmännchen entgegen. Meist saß er dazu bei meinen Eltern, die im Obergeschoss des gelben Hauses an den Bahnschienen wohnten. Ich hatte keinen Fernseher, denn mein Verdienst war seinerzeit als Schrift- und Grafikmalerin unterirdisch.  Das Kindchen war ein Frühchen und die ersten Lebensjahre oft krank. Für alleinstehende Mütter gab es seinerzeit nur 21 Tage Krankengeld, danach nichts mehr. Das war schwierig. So lernte ich mit den Dingen aus zweiter Hand Lücken zu stopfen, darunter war auch ein alter Fernseher, der aber leider nicht mehr funktionierte. Also hab‘ ich das Teil ausgeschlachtet, ein paar Bühnenvorhänge zum auf- und zuziehen vor der Glotze angebracht und die Handpuppe Karl dorthinein gesetzt. Karl erzählte die Gute-Nacht-Geschichte und alles war gut, bis eines Tages mein Sohn im Kindergarten einen Streit vom Zaune brach. Sein Kumpel Peter hatte erzählt, was am Vorabend für eine tolle Geschichte im Sandmann lief, aber Jan pochte darauf, dass bei ihm der Karl eine ganz andere Geschichte erzählt hatte. Sie kriegten sich richtig in die Wolle und gingen sich tagelang aus dem Weg. Bis ich fragte, weshalb denn der Peter gar nicht mehr zum Spielen käme. Jan wollte den Lügner nicht mehr sehen und verriet mir, was geschehen war. Autsch, da musste ich mein Kindchen aufklären, dass unser Fernseher eigentlich eine Puppenbühne ist, die nur für ihn spielt. Der Sohn verstand und fragte nur noch, ob der Karl auch für zwei Sandmanngucker spielen würde. Ich nickte und Jan verschwand, um den Peter zu holen…

PS: So einen STASSFURT mit Moped-Schalter zum Abziehen hatten übrigens meine Eltern auch Anfang der 60er Jahre. Wenn der Vater zur Arbeit fuhr, zog er den Schalter ab und nahm ihn mit, auch in den Schulferien.

1019. Blogbeitrag

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Morgenstunde (97. Blog-Notat)

und der Ausgang drei Meter daneben.

Eingang für Dachs & Co…

 

Gestern hat mein Liebster durchgebissenen Maschendrahtzaun geflickt, in der Hoffnung, dass nun der nächtliche Besucher anderswo rumstöbert. Wohl vergebens. Als ich heute Morgen einen Gartengang unternahm, wollte ein paar Pflaumen für den Sonntagskuchen pflücken, da sah ich sie, die Spuren eines Dachses. Herrje, der kann graben. Zwei Jahre hatte er uns verschont, nachdem mir ein Forstarbeiter riet, Baumholz-Stangen dicht am Erdboden mit den Zaunfeldern zu verbinden. Mit Draht.  Die Stangen könne er nicht anheben. 140 Meter rauf und runter, das war mir dann doch zu fett, also hatte ich nur jene Strecken so präpariert, die der Dachs gewöhnlich bevorzugte. Aber dieses Jahr gibt es Pflaumen satt, unwiderstehlich für Dachs und Waschbär, da ist wohl kein Halten. Jedenfalls füllte ich die Löcher erst einmal mit großen Steinen, mal sehen, wo er morgen durchkommt. Ich hatte schon überlegt, ihm einfach eine Ladung Pflaumen vor den Zaun zu kippen, aber wer weiß, was das noch alles anlocken würde, hab es besser gelassen…

1018. Blogbeitrag

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Erste Beute …

Einladungskarten zum Fest an der Panke. Zeichnung: Petra Elsner

Mit der Roten Post kam heute das erste Moment meiner Jahresernte: Die Veranstaltungsagentur Laubinger schickte mir die Belege zu meiner Einladungskarte für das Fest an der Panke. Der Druck ist gut geworden, dass gelingt nicht immer, umso froher bin ich über das Ergebnis!!! Möge es gefallen.

Ein schönes Wochenende Euch allen,

Eure Petra

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Memory 6 – Hoyerswerda

Ich fuhr heut Nacht durch wirre Träume zurück ins Jahr 1969. Der Gundermann-Film, gestern im Templiner Kino, hat mich dorthin gebracht – auf die Straße nach Hoyerswerda. Am Vortag endete die 9. Werkstattwoche der Singeklubs in Brandenburg, wo ich mich in der Texter-Werkstatt ausprobierte. Auf dem Fernbahnhof griff ich beim Einsteigen in den Zug nach Hause die falsche Gitarre. Dumm gelaufen. Zuletzt hatte ich bei den Magister-Brüdern (angesagte Liedermacher aus der Stadt im Tagebau) gestanden und gequatscht, es war eine ihrer Gitarren. Am anderen Morgen, wir hatten kein Telefon, bin ich einfach losgetrampt, Daumen raus und ab gings. Ich war schlapp 15 Jahre alt und kein Mensch kam auf die Idee, mir das auszureden. Bis zur Autobahnabfahrt Hoyerswerda ging alles gut, dann, auf der Landstraße hielt kein Auto mehr an. Ziemlich sture Typen – diese Lausitzer – fand ich, es war ein Trecker mit einer Ladung Zwiebeln im Hänger, der mich schließlich gemächlich in die Plattenhausstadt zum Gitarrentausch brachte. Von Gerhard Gundermann hatte ich damals noch nie etwas gehört, der war seinerzeit 13 Jahre jung, der Nachwuchs eben. Erst später wurde er Chef der Brigade Feuerstein. Fan wurde ich erst in den 80er Jahren. Ich mochte seine raue, schwermütige Stimme, die Poesie und den Tiefgang seiner Texte. Schwermut trugen viele Künstler in der DDR mit sich. Traurig wegen der Zustände. Mit seismographischen Gespür hatte er seinerzeit Texte für Scheibe „Februar“ von Silly geschrieben. Gekannt habe ich Gundi nicht. Aber damals im Kesselhaus im Prenzlauer Berg, Anfang der 90er, holte sich meine verletzte Seele an der Bühnenrampe bei seinem Konzert ein paar Streicheleinheiten ab. Dass er IM war, fand ich echt scheiße, aber, wie er dazu stand – nach der Wende, wie er das verdeckte Verdrängte wieder ausgegraben hat, das hat mir auch imponiert. Der Gundermann-Film von Andreas Dresen hat versucht diese Konstellation einzufangen und Alexander Scheer hat den sperrigen Typen ganz gut rübergebracht, aber musikalisch gesehen, war ich doch enttäuscht. Weit hinter dem Original, nur die Optik war etwas schöner…Und die echte Band “Die Seilschaft” kam zu knapp weg. Da fehlten einfach mal kontroverse, auch kreative Dialoge… Dennoch. Dieser Film trifft ins Mark, alle jene, die dabei oder in der Nähe waren und dass ist wohl seine Stärke. Er schiebt eine Gedankenreise an, zurück in der Zeit, eine Traumsequenz lang oder auch mehr.

Gundermann im Kesselhaus in der Berliner Kulturbrauerei 30. Januar 1993

Gerhard Gundermann im Kesselhaus. Fotos: Petra Elsner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1016. Blogbeitrag

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Morgenstunde (96. Blog-Notat)

Am Wuckersee in der Schorfheide tanzten die Sonnenfunken.

Auf dem Rückweg fuhren wir entlang des hellen Werbellinsees.

 

 

 

 

 

 

Gestern kutschierten wir zeitig über die wild-romantische Waldpiste entlang des Großen Dölln- und des Wuckersees. In diesem Gebiet legte der letzte schwere Wintersturm hunderte mächtige Bäume um. Inzwischen stapeln sie sich am Weg zur alten Carinhaller zu Langholzablagen. Die aufgetürmten Stämme schaffen beinahe einen Tunnelblick, der die berührende Landschaft verstellt. Vorbei an den alten Torhäuschen, ging es weiter nach Friedrichswalde und schließlich nach Joachimsthal. Dort gibt es die einzige Möglichkeit in der „Nähe“ (30 Kilometer entfernt), wo frau zu einer wundersamen Bildvermehrung gelangen kann. Gemeint ist ein Copyshop, der ordentliche Kopien herstellt. Diesen Vorgang – aus einem mach viele – finde ich unglaublich schön. Daran hat auch nicht ein guter Heimdrucker etwas geändert, denn so satte und konturscharfe Laserkopien stellt der eben doch nicht her. Also stehe ich einmal im Jahr in einem guten Copyshop und freue mich wie ein Itsch, wenn die allerschönsten Blätter aus der Maschine fliegen. Zuhause bekommen sie ein feines Passepartout und eine schützende Klarsichttasche – fertig ist die Replik für den Kunstmarkt. Auf diese Idee kam ich, als einige Leute begannen sich meine Postkarten einzurahmen. Das gab mir zu denken, ich brauchte also etwas füs kleine Geld und so kam es zu der Repliken-Kiste. Und die fülle ich gerade mal wieder…

Nur noch eintüten…

1015. Blobeitrag

PS: Entschuldigung, liebe Leser, irgendwie hat WP heute morgen meine letzte Fassung nicht gespeichert. Jetzt sind die Korrekturen drin…

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Verklungene Zeit

Foto: pe

Die Flut der Tage
spült den Klang der Zeit davon.
Weit weg schwelgen die Balladen,
sind verzogen mit dem Sohn.
In der Glut der stillen Tage
warten nur Glockenton und Bahre.

21. August 2018
© Petra Elsner

 

 

 

Hinweis zum Urheberrecht: Der Text darf ohne Angabe des Urhebers nicht weiterverwendet oder kopiert werden. Auch das Zitieren von Textstellen bei Veranstaltungen bedarf meiner Genehmigung.

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Morgenstunde (95. Blog-Notat)

In Ordnung, zum gestrigen letzten Feriensonntag durfte es für die Berlin-Brandenburger auch noch einmal schön mollig warm sein. Nur jetzt bitte: Frische Luft, bei maximal 25 Grad, damit frau endlich mal wieder richtig etwas schafft – am Stück und nicht nur ein Zettelchen nach Hitzewallungen. Mir ist gerade nach so vielem: Nein, nicht nach Sonnenbaden oder stundenlang den großen Garten gießen…, dass alles kann bitte jetzt für ein halbes Jahr pausieren – eine neue Cartoon-Serie schwebt durch meine Gedanken, also Zeichnen, bevor die nächste Winterschreibarbeit beginnt. Genauer gesagt die Weiterschreiberei am „Milchmond“. Aber bis Mitte September wird dazu nichts. Der Kunstmarkt beim Berliner Fest an der Panke am 8. und 9. September 2018 will vorbereitet sein. Irgendwann diese Woche müssen wir auch deshalb nach Berlin – ich zum Künstlerbedarf und mein Liebster will Honig an eine Bio-Kette liefern. Also ein bisschen mehr gefühlte Frische wäre für all das jetzt gut oder gleich ein Kehraus des Sommers.

Zeichnung: Petra Elsner

1013. Blogbeitrag

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Sandteufel Nax – ein Sommermärchen

Zum Sommerwochenende
stelle ich noch eins meiner handgefertigten Künstlerhefte vor.

Die Geschichte ist vor vielen Jahren auf einem Berliner Balkon Ecke Schönhauser/Bornholmer im Hochsommer entstanden. Es war mein erstes freiberufliches Jahr, an Urlaub war nicht zu denken. Die Stadt ächzte unter dem Smog und  tropischen Hitze, da bin ich ein Weilchen im Kopf verreist und hab dazu diesen Sandputzer Nax erfunden….
Das Bändchen kann bei mir im Atelier für 10 Euro zzgl. Versand erstanden werden.

Sandteufel Nax

er nächtliche Sturm hatte sich gelegt, und ein seidenweicher Morgen umfing die Küste. Noch war kein Strandläufer unterwegs. Nur schneeweiße Wolkenberge kreuzten im Helioblau des Himmels. Emma segelte verzückt in ihrem Flug und entdeckte dabei auf ihrem Lieblingssonnenplatz einen frischen Hügel. Sie dachte: Da war aber nächtens eine Menge Flugsand unterwegs. Der hatte sich zu einem Wall getürmt. Meernass begann er nun im Wind zu trocknen und zu zerrieseln. Daran war nichts ungewöhnlich. Die Möwe Emma hatte schon viele haltlose Dünen gesehen. Doch es schien ihr, als kämen aus diesem Sandberg merkwürdige Geräusche. Lauter als der Wellenschlag der Ostsee waren sie allemal.

Emmas Fund

Neugierig tippelte Emma über den warmen Strand. Irgendetwas blinkte auf dem Dünenkamm im Sonnenlicht, und von dort kamen auch die schnorchelnden Töne. Ärgerlich war Emma dann doch, als sie sah, da lugt nur ein grüner Flaschenhals aus dem welligen Sand. Sie kam sich vor wie ein gefoppter Tourist, der Bernstein sucht und wassergeschliffenes Glas aufspürt. Die Möwe hackte missmutig nach der Flasche. Ganz ungewollt traf ihr Schnabel dabei den Korken und saß augenblicklich fest. Emma zerrte und zog. Kraftholend schlug sie hektisch ihre Schwingen bis der Korken fluppte, und der Vogel gleich einem Bruchpiloten von der Düne stürzte. Pu. Da saß sie nun, die Zerzauste, und sortierte sich schnippisch.

Emma zeterte noch, als es, noch lauter aus dem Wall schnarchte. Vorsichtig tippelte die Möwe abermals dem Laut entgegen. Er musste aus der Flasche kommen. Sie klopfte gegen das Glas, aber nichts rührte sich. Ein kleines Weilchen, dann schnarchte es wieder ungeniert weiter. Emma scharrte aufgeregt den Zuckersand um den Glaskörper frei und entdeckte darin eine kleine schlummernde Gestalt. Sandbraun und zottelig.

Sehr verwunderlich. Die Möwe war schon weit herumgekommen, aber derartiges hatte sie noch nie gesehen. Was es wohl sein mag? Emma platzte beinahe vor Spannung. Kein Klopfen störte den Schlaf des zausligen Wesens. Das brachte Emma am meisten in Rage. Es blieb nichts anderes, sie musste es irgendwie zu fassen bekommen, um es wach zu rütteln.

Gedacht, getan. Emma zirkelte ihren Schnabel in den Flaschenschlund und bekam schließlich einen auf- und niedertanzenden Kopfhaarfussel zu fassen. Ein Ruck, und der Winzling baumelte an der frischen Luft.

Emma legte das schnarchende Fundstück ab und hüpfte flügelschlagend und krächzend um es herum: „He, aufstehen du Langschläfer! He, wer bist denn du?“

Ganz gelassen kroch die Antwort aus dem Schläfer: „Nax.“ Es klang wie eine Schnarchsilbe. Deshalb nahm Emma den Laut nicht für eine gegebene Auskunft und kitzelte mit dem Schnabel den Schläferbauch: „He, du! Komm zu dir! Ich will endlich wissen…“ Da kicherte und quiekte schon das Zottelteil: „Aufhören. Nicht Killern. Bitte nicht. Hi, hi, hi, hi. Ich bin ja schon wach.“

Schon ist gut, fand Emma und betrachtete die kleine wundersame Erscheinung, die so herzhaft lachte und zugleich lossprudelte: „Ich bin Nax, ein Sandteufel. Ein Sandvagabund. Nein, bis eben war ich noch ein Seefahrersandteufel oder ein seefahrender Strandteufel? Ein See-Nax-Sandsurfer. Ein fahrender Nax – egal.“

„Emma prustete: „Wohl eher eine teuflische Flaschenpost.“
„Ich bin keine Flaschenpost“, echauffierte sich Nax. „Ich bin nur ganz zufällig darein gerutscht. Wie ich überhaupt ganz unfreiwillig zum Seefahrer wurde. Man hat mich einfach mit samt einer großen Kiesladung gepackt und verschifft. An Deck war es derart stürmisch, dass ich fürchtete, es fege mich womöglich ins Meer. Aber weißt du, ich bin wasserscheu, deshalb bin ich in die erst beste Flasche gekrochen.“

Emma schaute skeptisch. Sie tippelte auf und ab, als Nax zurückfragte: „Hat diese Möwe auch einen Namen?“ Die Möwendame reckte sich und neigte kurz und zackig den Kopf: „Gestatten, Emma, die allwissende Promenadenmöwe von Kühlungsborn.“ Dabei zupfte sie ihr schlohweißes Brustfederkleid, als richtete sie einen edlen Spitzenkragen und klapperte selbstverliebt: „Ich könnte dir ganz unglaubliche Geschichten erzählen.“

Nax fuhr der Schreck in die Glieder: „Ach, du liebe Güte, eine Tratsche. Das hat mir gerade noch gefehlt! Emma, du musst dich unbedingt beherrschen. Kein Mensch darf wissen, dass es uns Sandteufel gibt.“

„Wieso nicht“, wisperte Emma, „für solche possierlichen Gestalten haben die Menschen doch etwas übrig.“

„Ja, ja“, meinte Nax, „so sehr, dass sie uns wie die Affen im Zoo zur Schau stellen würden. Um unsere geheime Aktion wäre es damit geschehen.“

„Geheim?“ Emma wurde hellhörig. Um nichts in der Welt würde sie jetzt noch auf eine Auskunft verzichten. Also schmeichelte sie: „Ich wusste ja gar nicht, dass ich einer so wichtigen Persönlichkeit gegenüberwohne.“

Nax spürte, dass es kein Zurück gab, aber er verpflichtete Emma: „Bei allem, was dir lieb und heilig ist, keinen Schnabellaut über Sandteufel. In Ordnung?“

Die Möwe nickte eilig.

„Also gut: Sandteufel gibt es seit Urzeiten. Vielleicht machen sie allen möglichen windigen Schabernack, aber ihre wichtigste Mission ist es Sand zu putzen. Wir sind gewissermaßen die Sandwäscher der Erde. Die Menschen glauben immer noch, die Natur reinige sich selbst. Wenn die wüssten, wie viele Kobolde, Wichtel und Teufelchen dafür zugange sind. Na, egal. Besser ist, sie bleiben bei ihrem Glauben. Geboren werden wir Sandteufel alle im Tal der Windrosen. Keine Ahnung, in welchem Land das liegt. Es ist sehr heiß dort, und es gibt eine Menge Sand. Es ist ein bewegliches Dünenland. Man ist also immer auf Reisen. Und will man mal schneller und weiter weg, schlüpft man einfach in eine Windhose und düst los. Verschlägt es einen in eine windstille Gegend, so bläst sich ein ausgewachsener Sandteufel mit seinem Hügel selbst davon.“

„Quatsch! Du bist ein aufgeblasener Windbeutel! So etwas gibt es doch gar nicht“, geiferte Emma.

„Doch, ich habe es bei meinem Großvater gesehen. Der wohnt schon seit Jahren in einer gewaltigen Wanderdüne in Südfrankreich. Er mag einfach dieses mediterrane Klima und den langsamen Gang der Dinge. Einen Wirbelsturm hat Großvater schon ewige Zeiten nicht mehr bestiegen.“

Der Großvater

Emma lauschte ungläubig. Sollte es denn wirklich wahr sein, was ihr da dieser kleine sandige Kerl erzählt? Das müsste er erst einmal beweisen. Und so verlangte die Möwe: „Wenn es stimmt, dass Sandteufel Erdwälle bewegen, dann mach diesen Hügel zu einer Wanderdüne.“

Nax räusperte sich verlegen und stammelte dann: „Ich bin aber noch ein ganz kleiner Sandteufel und habe das Dünenverwehen noch nie probiert. Ich weiß nicht, ob meine Kraft dafür schon ausreicht.“

Emma herrschte: „Eine Demonstration bitte! Wir müssen ja nicht gleich mit der Düne an einem Tag bis Rostock.“

„Wo liegt Rostock?“, erkundigte sich Nax. „Östlich. Erst Richtung Heiligendamm und dann ein wenig südlicher. Ungefähr zwei Möwenflugstunden“, schnatterte Emma.

„Östlich ist gut“, fand Nax. Er hatte sich aufgerichtet und erblickte in jener Richtung Windflüchter. Der Wind kam also vorwiegend vom Westen her und würde seinen Startversuch unterstützen. „Aber zwei Stunden? Wir werden Wochen brauchen, um mit dieser Düne dort einzutreffen. Es sei denn, wir finden eine gute Windbruchgasse und es geht mir nicht so schnell die Puste aus, “ sinnierte der kleine Teufel.

Emma sah, dass sich Nax die Sache ernsthaft überlegte und bot ihm an: „Steig auf meinen Rücken. Wir unternehmen einen Erkundungsflug.“

Emmas Flug

Das ließ sich Nax nicht zweimal sagen. Er kletterte über Emmas Schwanzfeder hinauf zu ihrem Nacken. Die Möwe kicherte indes, denn Naxs Aufstieg fühlte sich wie das Rieseln von Zuckersand an. Endlich saß er, und los ging es.

„Siehst du dort unten das Steinband?“ rief Emma schrill gegen den Wind, „Das ist die berühmte Strandpromenade von Kühlungsborn mit ihren eleganten Villen. Hier flanieren die Feriengäste und zeigen ihre frische Bräune und teure Klunkern. Und dort hinten kommt die Steilküste von Heiligendamm in Sicht. Alles beste Badegegend.“

Nax dachte sich: Schön ja, nur etwas menschenvoll. Als sie wieder zurück waren wusste Nax einen Weg. Er legte sich flach auf die Rückfront der Düne, dass hatte er so bei seinem Großvater gesehen und versuchte, den kleinen Gipfel anzupusten. Die feinen Sandkörner flossen wellengleich mit der Luftströmung. Emma staunte, und Nax wunderte sich, dass es wirklich klappte. Auch wenn es langsam ging, die Düne kroch Zentimeter um Zentimeter weg vom Strand. Dabei war es Emma, als ob Nax währenddessen ein klein wenig wuchs. Und genauso war es auch. Das Sandpusten wirbelte unzählige Staubteilchen von den Körnern, und die fraß der Sandputzer einfach auf. Irgendwann stoppte Nax und hielt sich seinen inzwischen kugelrunden Wanst: „Weiter geht es heute nicht. Ich bin so satt, noch ein Stück, und ich zerplatze wie eine übervolle Staubsaugertüte.“

Emma hatte ein Einsehen. Sie erhob sich in die Lüfte, während Nax augenblicklich erschöpft, doch sehr stolz auf sich, in einer Mulde einschlief.

Nax in der Nacht

An nächsten Morgen wehte ein heftiger Westwind. Der setzte die kleine Düne, auch ohne Naxs Zutun, in eine raupenartige Bewegung. Der Sandteufel thronte obenauf und begnügte sich damit, nach einigen aufgewedelten Staubteilchen zu schnappen. Ein nettes, leichtes Frühstück. So ließ es sich gut leben. Er rekelte sich zufrieden, doch da krächzte es von oben:

„Das ist ja unglaublich! Sonntägliche Ruhe auf dem Hügel bei so schönem Wind. Los, du Sandputzer. Ich denke, du willst noch in diesem Leben nach Rostock. Ich habe gleich hinter dem Strandhafer eine sehr schöne Gleitschneise für dich entdeckt.“

Nax fühlte sich angetrieben. Aber gut, wenn der Wind mithalf, könnte er ja einen Sandteufelrekordversuch starten. Und so blies er frisch und munter die Düne an. Jetzt schaffte er einen halben Meter pro Sekunde. Gerade erreichte sein rutschiges Sandkissen besagten Pfad, als urplötzlich der Boden bebte.

Molli

Emma flatterte auf und schrie panisch: „Kopf einziehen!“ Dann schnaufte, ratterte und dampfte es höllisch über Nax hinweg. Ein, zwei – zehn Sekunden lang. Als das Geräusch weiterzog, japste Nax erschrocken: „Was um Himmels Willen war denn das?“

Emma erklärte: „Das war Molli, die alte Schmalspurbahn. Die bringt Badegäste von Bad Doberan nach Kühlungsborn. Wir sind auf ihrem Schienenstrang.“
„Nein“, schüttelte sich Nax: „So ein Ungetüm habe ich in meinen Leben noch nie gesehen. Das ist mir hier zu betriebsam.“

„Ach herrje, da warst du wohl noch nie in einer großen Stadt. Darin ist erst ein hektisches Getöse: Tausende Autos, Straßenbahnen, Busse und eine Menschenflut“, verriet Emma. Langsam pustete Nax die Düne aus dem Gleisbett und hielt daneben lagernd inne. Er saß stumm da und grübelte.

Emma trippelte ihr gewohntes Auf und Ab, bis sie sein Schweigen störte: „Was ist dir?“

Nax seufzte: „Ich weiß nicht wohin. Zurück kann ich nicht. Gegen den Wind komme ich niemals an. Ich bin ein einfacher Strandlandteufel, kein Städter. Ich mag die Stille und ihre friedlichen Bewohner. Wohin soll ich nun? Ich will auch nicht unentwegt wandern. Du weißt ja, es nährt mich zugleich, und es ist nicht meine Absicht ein Riesensandteufel zu werden. Jeder könnte mich so entdecken.“

Naxs Kummer schmerzte Emma. Aber, noch ehe sie ihm eine betuliche Platzsuche vorschlagen konnte, fuhr eine enorme Brise vom Meer her in die kleine Düne und wirbelte sie, samt Teufelchen und Emma, in die Höhe. Die Möwe fing sich und sah wie ihr kleiner Gefährte in der Sandwolke vor Wonne tanzte. Die auffrischende Brise war Vorbote eines urigen Sturms. Nax liebte solche windigen Überraschungen. Wohin wird sie führen?

Emma segelte mit der eiligen Luft der braunen Wolke nach, die weit ins Land trieb. Nur vage entdeckten sie tief unter sich blass-blaue Seen. Je weiter sie flogen, umso mehr schienen es zu werden. „Ein grünes Seenland, wie wunderschön!“ freute sich Nax. Noch nie war ihm derartiges begegnet. Er sah auch, nicht alle Gewässer hatten einen weißen Strand und dachte bei sich, ob es nicht sehr angenehm wäre, an so einem grün umrandeten Kristallwasser zu landen.

Schon bald flaute der Wind ab, und die Sandwolke schwebte hinab in die grüne Waldidylle. Mannshohe Farne umschlossen Naxs Düne, nichts rührte sich mehr, denn die Nacht senkte sich mit dunkler Stille über den dschungelhaften Lagerplatz.

Die Ameisen kommen

Emma hockte am nächsten Morgen noch einbeinig auf ihrem Schlafast in einer dichten Baumkrone. Sie zog den Kopf aus dem Flügel, da traf sie fast der Schlag. Rund um Nax Düne rüstete ein Ameisenkommando zum Angriff. Emma schrie in höchster Not: „Überfall!“

Nax saß pfeilgerade und sah sich von einem Heer Waldameisen umzingelt. Er pustete sich drehend selbst an. Dabei hob es den kleinen Kerl auf die Spitze einer Sandfontäne, die sich kurz auftürmte und wieder in sich zusammenbrach.

Aber jetzt kam Hilfe von oben. Emma setzte zum Sturzflug an, und die Ameisen nahmen vor dem großen Vogel Reißaus.

„Stell dir vor“, prustete Nax, „die wollten mir doch wirklich meine Düne klauen. Ob sie es noch einmal versuchen?“

Emma zuckte ihre Schulterfedern: „Solange ich bei dir bin, glaube ich nicht. Aber weißt du, dieser Wald ist nicht der rechte Ort für eine Möwe. Mich zieht fort es an ein großes Wasser.“

Der kleine Teufel wusste das schon längst, nur wie sollte er seine schöne Düne durch das Dickicht bugsieren.

Emma überlegte ein Weilchen und fragte dann: „Was geschieht, wenn du zu viel Staub nascht? Du wächst und wächst. Wie groß können Sandteufel werden?“

„So groß sie wollen“, erklärte Nax. „Baumhoch und noch viel höher. Sie können sich selbst wie ein Kreisel anpusten, und wenn sie ein Sturm unterstützt, wie ein Tornado über das Land fegen.“

Emma schaute auf Nax und stellte ihn sich als eine Riesenausgabe vor. Schauerlich. Aber vielleicht die einzige Möglichkeit aus diesem Wald an grünes Wasser zu kommen.

„Musst du dann für immer und ewig ein Riese bleiben“, erkundigte sich die Möwe weiter und erfuhr: „Nicht unbedingt. Riesensandteufel können wieder klitzeklein werden, wenn sie einige Zeit völlig reglos liegen und fasten.“

Während die zwei Sprachen, waren abermals die Ameisen zugange. Nicht als große Formation. Einzeln krabbelten sie vorsichtig an die Dünenränder, die eh schon durch das Blattwerk im Unterholz zerstiebt waren, und ergatterten sich Sandkörnchen um Sandkörnchen.

„Sieh mal“, schrie Nax entrüstet, „die Ameisensoldaten plündern! Wenn das so weiter geht, löse ich mich in nichts auf.“

Emma tippelte nervös: „Also – was soll der falsche Stolz. Friss, was das Zeug hergibt und wachse!“

Riesennax

Nax putzte also nicht mehr nur die Sandkörner, er schluckte sie komplett und seine wundersame Verwandlung begann. Erst wuchs sein Bauch zu einer gewaltigen Kugel, dann verteilte sich die Masse im gesamten Körper und schob Arme und Schwanz in eine bedrohliche Länge. Emma suchte gebührlichen Abstand und flog in die Baumwipfel.

Als kein weißer Sandkrümel mehr zu finden war, erhob sich Nax zu einer mächtigen Säule. Emma deutete die Wegrichtung, und Nax begann sich anzublasen. Das klang wie das Heulen eines wütenden Windes. Blätter wedelten auf und Baumstämme bogen sich.

Die örtliche Wetterstation glaubte den plötzlichen Zeichen ihres Radars kaum, gaben aber sicherheitshalber eine Sturmwarnung für den Landkreis Waren-Müritz. So verschlossen die Menschen Türen und Fenster. Und wirklich, ein hier noch nie dagewesener Sandsturm erhob sich aus tiefstem Walde, fegte über Wanderpfade einmal rund um den Müritzsee, dann hinüber zum Kölpinsee. Zwischen dem und Fleesensee drehte er südlich ab und kam an einem winzigen Teich in märchenhafter Mecklenburger Stille zum Erliegen.

Die Menschen wunderten sich. Durch ihre Fensterspalten hatten sie eine enorme Sandsäule an ihren Häusern vorbei jagen gesehen. Aber kein Dach und kein Baum nahm Schaden. Wo hatte man je so etwas erlebt? Einige Wissenschaftler waren sogleich aufgebrochen, um das Phänomen zu erkunden, doch ihre Spurensuche endete ziellos an einem verwunschenen Teich, an dessen Wiesenufer eine schlangenlange Düne ruhte.

Das war zwar selten, aber es kam eben schon einmal vor, dass sich in diese Gegend eine Wanderdüne verirrte. In Wirklichkeit aber war es Nax, der schlafend abspeckte, und viele Tage und Nächte vom Kleinsein träumte.

Für Emma sah es aus, als würde ein langgezogener Wall schrumpfen. 30 Tage lang hörte sie von Nax keinen Mux. Sie flog tagsüber zu den größeren Seen und lauschte, ganz in ihrem tratschsüchtigen Element, dem Geplauder der Dorfbewohner und Badegäste. An diesem Morgen aber sah Nax‘ Lager genauso aus, wie damals an der Küste: Ein ovaler Flugsandhügel auf dem ein winziger Sandteufel schnarchte.

Emma kitzelte ihn, und er quiekte vor Wonne: „Ach, ist das schön! Der grüne Platz, die Stille, nachts spiegeln sich die Sterne im Teichwasser. Und ein klein bisschen heimliche Strandarbeit habe ich auch. Emma, einer von den Forschern kommt jetzt ab und zu vorbei und nennt diesen Ort genüsslich: den lauschigsten Badeplatz der Welt. Hoffentlich erzählt er es nicht so oft weiter.“

„Ach, und wenn schon“, winkte Emma ab. „Ich habe rundherum unzählige solcher versteckten Traumteiche entdeckt. Sollte es dir hier wirklich zu hektisch werden, stürmst du halt ein paar Ecken weiter.“ Und so kam es, dass der Sandteufel Nax sein heimliches Putzgewerbe noch heute im Seenland unterhält.

Sandteufel Nax

 

1013. Blogbeitrag

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