Morgenstunde (946. Blog-Notat)

Drei Tage hat es diesmal gedauert, den Bilderspeicher her- und einzurichten. Es ist Mai und Zeit für den Start in die Sommersaison. Mögen die Bilder gut besucht und gesehen werden, damit wir uns nicht umsonst die Mühe machen. Aber wer weiß, die Dinge ändern sich und auch, was man als interessant ansieht. In meinen einstigen Urlauben, die ich viele Jahre in Bollersdorf am Schermützelsee verbrachte, war es stets ein Muss einmal im Jahr bei Frau König zu klingeln. In dem etwas vernachlässigten Anwesen wohnte eine alte Malerin, die in ihrem Wintergarten eine Handvoll Bilder präsentierte. Große Schinken mit Schlittenfahrten darauf. Am besten waren ihre wilden Geschichten aus Ostpreußen, die sie allen Besuchern erzählte. Die Frau war eine Institution, ein schrulliges Erlebnis. Und selbst, als wir alles schon x-Mal gesehen und gehört hatten, war es einfach immer noch ein bisschen verwunschen schön, zu der alten Dame zu gehen, an deren klappriger Gartenpforte nur „König, bitte klingeln“ stand. Nichts weiter, es sprach sich herum, dass es hier etwas zum Gucken gab… Kurzum, bei mir gibt’s den Sommer über auch reichlich Bilder zum Gucken 😊

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Morgenstunde (880. Blog-Notat)

Zum Wochenende sollen die Nachttemperaturen sinken. Das ist die Zeit, den Bilderspeicher zu schließen und die Treppe zum Dach abzudecken. Wer also spontan und unbedingt noch einmal zu den größeren Bildern will, sollte in den nächsten Tagen kommen, denn ab Samstag sind sie bis zum Frühling nicht mehr zu sehen… auch  zu unserem Weihnachtsverkauf am 1. Advent (14 bis 17 Uhr) nicht. Der Bilderspeicher ist halt nur eine „Sommergalerie“ und im Atelier ist für die großen Leinwände kein Platz. Die örtlichen Gegebenheiten… Aber über die Winterzeit sind ja noch die kleinformatigen Arbeiten, die Bücher und die Künstler-Hefte zu entdecken. Es gibt immer etwas Neues zu sehen.

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Morgenstunde (863. Blog-Notat)

Der erste dämmrige Tag seit langem. Der sommerliche September hat wahrhaft aufgeholt, was der August nicht brachte. Nun kann es Herbst sein. Der Ausstellungssommer endet für mich morgen, wenn wir das letzte Bild heimholen – den Frühlingskranich. Er war Teil der Sommerausstellung in der Groß Döllner Kirche. Fazit: exakt 81 Bilder und sieben Zeichenblöcke mit insgesamt 34 Zeichnungen waren von April bis September in fünf Ausstellungen zu sehen… Das war wohl allerhand und ein kräftiges Lebenszeichen nach der Pandemie. Es sollte und muss ein Weilchen reichen. Die milde Herbstzeit lang kann der gesamte Fundus eng gestellt im Bilderspeicher gesichtet werden, bevor er für die Winterzeit, wie alle Jahre, unterm Kaltdach verschwindet. Erst mit dem Frühlingserwachen kann er wieder gezeigt werden – hier in Kurtschlag, einem freundlichen Dörfchen in der Schorfheide. Zu sehen gibt es im Atelier immer was. Im Winter halt kleinteiliger: die Illustrationen und Zeichnungen. Die handgefertigten Künstlerheftchen aus der Reihe KURTSCHLGER EDITION. Man kann hier meine gedruckten Bücher kaufen oder Gute-Laune-Cartoons, auch Postkarten. Wenn die Kraft es hergibt, lade ich am 1. Advent nachmittags ins Atelier. Wir werden sehen…

FRÜHLINGSKRANICH, 60 x 120, Acryl auf Leinwand, 2023

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Morgenstunde (720. Blog-Notat)

Es ist herrlich, wenn der Liebste solche Prachtexemplare aus dem Wald bringt. Der Wintervorrat an getrockneten Pilzen wächst. Auf der Heimfahrt von Bansin haben wir uns überlegt, zum Saisonschluss doch wieder einmal das Kunst- und Honighäuschen für Besucher zu öffnen. Bevor wir also den Bilderspeicher winterfest machen, können Besucher sich gerne umsehen, bevor die Leinwände für das dunkle Halbjahr aus dem Blickfeld verschwinden. Als ich sieben Monaten nach der Lungenentzündung im Februar endlich Besserung spürte und die Kraft langsam wuchs, wünschte ich mir, wieder mehr Aktionen und: Gesellschaft. Ich weiß nicht, ob ich meine erworbene C-Meise überwinden kann, aber ich will versuchen, wieder mehr in Gemeinschaftsräume zu gehen und selbst welche zu schaffen😊. Wir werden also am 29./30. Oktober nachmittags für Besucher öffnen, ohne großes Brimborium, denn es geht vornehmlich ums Schauen und natürlich kochen wir zu den Gesprächen Kaffee…

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Morgenstunde (578. Blog-Notat)

Heute ist Blättertag. Unsere Straßenlinde hat abgeworfen, das wird einen goldenen Kompostberg geben, mal sehen, was ich schaffe. Nachmittags werde ich weiterschreiben. Der Liebste ist wieder zu seinen Eltern gefahren, die Strecke über Dresden bis Aue ist baustellengespickt, da wird er fünf Stunden brauchen, wenn’s reicht. Gestern haben wir die Kapper Ausstellung abgehängt, womit der herbstliche Rückzug der großen Bilder beginnt. In den ersten Novembertagen werden wir den Bilderspeicher schließen und den Treppenaufgang isolierend abdecken. Bis April… Aber egal. Im Winterhalbjahr kommen eh weniger Menschen ins Atelier und jene, die sich aufmachen, wollen die Büchergeschichten und Illus sehen, dazu Tee oder Kaffee trinken und plaudern. Wie es ausschaut, trauen sich die Veranstalter noch nicht Weihnachtslesungen zu planen, ich muss offenbar kurzfristig reagieren. Wenn nicht, dann nicht. Es wäre das zweite Mal, dass meine Weihnachtsgeschichten unberührt in den Mappen schlafen. Irgendwie irritiert das eine Weihnachtsfrau schon. Auf jeden Fall werde ich versuchen (wenn man uns lässt), am 1. Advent am Hof-Feuer stündlich (14:15 Uhr, 15:15 Uhr) eine Weihnachtsgeschichte zu lesen und danach zum Weihnachtseinkauf bitten, für geladene Gäste, damit die Aktion klein bleibt.
Nun denn, hab ein herbstfrohes Wochenende und genießt die letzten warmen Sonnenstunden!

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