Morgenstunde (664. Blog-Notat)

Ein fröhlicher Baum thront seit gestern Abend auf der Bleiche am Döllnfließ. Nach gut zwei Jahren haben wir wieder einen Maibaum im Dorf. Seit jeher gilt er als Symbol der Liebe, der Zuneigung, der Lebensfreude und der Fruchtbarkeit. Ein Stimmungsaufheller. Vor ein paar Jahren hatte der örtliche Kulturverein die Tradition wiedererweckt, auch, um den jungen Dorfbewohnern den Bändertanz zu überliefern. Schon damals waren die Agierenden keine jungen Mädchen mehr, die den üblicherweise ausrichten. Doch die Jungen übernahmen nicht das Geflecht an der Stange und die Alten wollten auf die Dauer nicht mehr. Aber einen Maibaum wollte man schon. Nachbarin Christina kam auf die Idee, die Baumstange nach bayerischem Vorbild zu bemalen – nicht weiß-blau, sondern rot-weiß, den Farben Brandenburgs. Weitestgehend allein legte sie die Bemalung an. Auch den Bänderkranz mit Birkengrün band sie. Ihr Mann Jürgen schlug die Hülse in die Wiese und transportierte das Ganze zum Platz, wo helfende Hände die Lichtgestalt mitaufrichteten. Es gab Bier, Bratwürste, Fischhäppchen und ein wärmendes Feuer. Es sind meist ganz wenige Menschen, die eine so schöne Aktion ermöglichen. Die Stimmung war heiter und half mit, das Gemeinschaftsleben im Dorf nach der Corona-Pause wieder anzuschubsen. Für mich war es schon seltsam, einfach nur dabeizustehen und das Szenario zu genießen. Muss ich auch erst noch lernen.  Aber ich hatte eh meine Kräfte für den Tag schon verschossen. Wir haben die Winterabdeckung zum Dachgeschoss geöffnet, danach galt es Winterschäden mit Wandfarbe zu beheben. Heute packe ich die Bilder aus und hänge sie auf – langsam und mit Verschnaufpausen natürlich…

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Morgenstunde (483. Blog-Notat)

Der Tag will nicht hell werden. Gewöhnlich wäre der Abend des 30. Aprils ein Fest im Dorf, mit Maibaumaufstellen und romantischem Feuer am Fließ. Aber zum zweiten Mal werden keine bunten Bänder im Frühlingswind flattern. Man braucht es nicht unbedingt, klar, aber diese schöne, alte Tradition war gerade im Dorf wiederbelebt worden. Schade. Was tröstet ist die Kälte vor der Tür, da müssen wir uns heute Abend nicht warm anziehen.

Schwebekörbchen auf Wilddraht

Der Dachs war wieder nachts im Garten…, aber wir haben jetzt etwas gefunden, was zumindest ihn am Zaun untergraben hindert: ein altes, sehr stabiles Wilddrahtgeflecht. Vor Jahren fanden wird entsorgte Reste im Wald, die wir für meine „Schwebekörbchen“ mitnahmen. Sie kamen auch als Gerüst für Kletterpflanzen zum Einsatz. Nun hat der Liebste ein Stück des eisernen Drahtgefechts spatentief am Zaun in die Erde gerammt und am Zaun befestigt, das half. Der Dachs hat zwar an seiner beliebten Durchgangsstelle gegraben, doch schließlich aufgegeben.  Bis zum nächsten Mal, aber wir haben ja noch reichlich von dem Zeug. Zurück ist er, wie er kam, über die benachbarten Kompostmauern, aber das macht ja keinen Zaunschaden…
Habt alle miteinander einen schönen 1. Mai!

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Maibaum am Döllnfließ

Maibaum am Döllnfließ.
Maibaum am Döllnfließ.

War das Debüt des Bändertanzes letztes Jahr in einem schweren Gewitterguss versunken, kam die Wiederaufführung am Walpurgisabend in Kurtschlag im lieblichen Gewande daher.

Gute Stimmung am Feuer bei Schmalzstullen und Maibowle. Die Frauen des Kulturvereins ließen eine alte Tradition wieder aufleben und hatten sichtbare Freude an dem verbindenden Schauspiel. Nun schmückt ihr Maibaum die Bleiche am Döllnfließ den ganzen Wonnemonat lang.

Man versammelt sich nach 19 Uhr in dem kleinem Schorfheidewalddorf am Fließ. (Fotos: pe)
Man versammelt sich nach 19 Uhr in dem kleinem Schorfheidewalddorf am Fließ.

Beim Bändertanz. Fotos: pe
Beim Bändertanz. Fotos: pe

Beim Feuer.
Beim Feuer.

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