Pausenzeichen

Zugegeben: Das Schreiben an einem neuen Buch schränkt die äußere Kommunikation echt ein. Bis März wird es deshalb in diesem Blog weiter nur sehr leise zugehen, aber dann wird das Manuskript fertig sein. Sieben Kurzgeschichten stehen indes. Als Trostpflaster kommt hier mal ein Cartoon aus alten Zeiten. Die Gruppe Aufwind hat daraus eins ihrer CD-Covers entwickelt – zu “Ineinem”. Kommt gut durch die Zeit,
Eure Petra

Ineinem Cartoon von Petra Elsner
Ineinem
Cartoon von Petra Elsner

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DIVA im Kartenständer

… heute zeige ich Euch mal wieder eine von meinen GELBEN KUNSTPOSTKARTEN aus der Reihe Paradiesvögel. Es ist die DIVA …

Sie schaut pikiert diese Frage: „Was soll das werden?“ Majestätisch, wie Claudia Koch zuweilen streng schaut, wenn die Berliner Klesmergruppe Aufwind schlampig klimpert oder bei Proben zu „Max & Moritz“-Inszenierungen dem Puppenspieler Peter Waschinsky das Pathos überschwappt. Sie ist eben ein Profi. Unerbittlich anspruchsvoll. Ihr Violinenspiel und ihre körnig timbrierte Stimme haben etwas Gebieterisches, die das rechte Maß zwischen weichen und expressiven Klangfarben kennt.
Nicht jede Diva verrät sich auf den ersten Blick. Manche kommt im schlichten Naturell wie ein rotblonder Feger im durchgeschwitzten T-Shirt daher. Auch Claudi wächst das Domäne im Alltag eher unter der Haut. Für meine Vogel-Diva hab‘ ich einfach nur ihr Inneres nach außen gekehrt …
© Petra Elsner

Die Diva gezeichnet von Petra Elsner
Die Diva
gezeichnet von Petra Elsner

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Paradiesvogel Hörnchen

… nach all den Wochenendaufregungen braucht es etwas heiteres – vielleicht was aus meinem Postkartenständer? Zwei, der sogenannten GELBEN KUNSTPOSTKARTEN, habe ich Euch ja schon vorgestellt.  Heute zeige ich Euch “Hörnchen” und verrate nebenbei, wer mich einst zu diesem Vogel inspirierte:

Paradiesvogelkarte Hörnchen Zeichnung von Petra Elsner
Paradiesvogelkarte Hörnchen
Zeichnung von Petra Elsner

Die Pose vom „Hörnchen“ habe ich mir bei Hardy von der Berliner Klesmer-Gruppe Aufwind geliehen. Der spielt zwar eigentlich Gitarre und Mandoline. Aber vor einigen Wintern hat sich der verspielte Mann mit der großen Stimme ein seltsames Hütchen zugelegt, wie es nur zu einem rumänischen Ziegenhirten passen kann. Den Hut hat er bei dem Musikal-Clown Jopi abgestaubt – nach monatelangem Bittstellen. Seither trägt Hardy den Stilbruch wie ein Pilz auf spulligen Beinen durch die Stadt. Der neue Deckel zerstörte allerdings das alte Logo der Band, dass aus Hardys Schattenriss-Silhouette bestand: Gebeugtes Männel mit Baskenmütze, Lodenmantel und Instrumentenkoffer – nicht wieder erkennbar, seit Hardy das naive Hirtenimage pflegt. Als Paradiesvogel hab‘ ich der neuen Erscheinung ein hübsch dörfliches Blech spendiert, damit die Stilistik wieder stimmt. Also Hardy – alias Hörnchen – erkennt man im Postkartenständer am Hirtenhütchen.
© Petra Elsner

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Die neue CD von Aufwind „In Essik und Honik“

Rezensiert:
Die achte Schreibe der Berliner Klesmer-Band „Aufwind“ kommt gewohnt leidenschaftlich, professionell und diesmal raffiniert kulinarisch daher. Claudia Koch und Hardy Reich, die beiden Geschichtensänger, leben ihre frech–mutige Spielfreude.  Beim Zuhören bekommt man/frau Lust auf Wein, Fisch, weißes Hühnerfleisch und ein trunkenes Streitgespräch mit dem viel zu nüchternen Mond. Aus diesem musikalisch inszenierten 13-Gänge-Menü der osteuropäischen Lieblingsspeisen perlt rundum Sinneslust. Das Spiel der Band ist gewohnt stimmig, temperamentvoll und witzig, eben wie es im Booklet heißt: „wie aus dem Ei gepellt und piekfein“. Frisch und lecker ist auch die Gestaltung  von Label, Booklet und Umverpackung von Sandra Knopke und Saskia Klemm – eine hinreißende Scheibe für alle Klesmer-Freunde.

CD-Cover-Motiv
CD-Cover-Motiv

Und hier kommt man an: „In Essik und Honik“
© Petra Elsner

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