Morgenstunde (888. Blog-Notat)

Wir haben den Winter gesehen. 40 Kilometer vor Dresden gerieten wir am Samstag in ein Schneetreiben, das uns fast die Sicht nahm. Die Scheibenwischer schafften die Flockenschicht kaum. Also Langsamfahrt. Nach dem Elbtal, wo die Landschaft langsam ansteigt, ging es in einen feinen Schneefall über. In Mengen. Als wir in Waschleithe im Erzgebirge ankamen, lag das Hotel Osterlamm in satt 20 cm Neuschnee. Ein Wintertraum. Der allerdings hatte auch eine Kehrseite: Kurz vor 20 Uhr sagte das Glasfaserkabel im gesamten Tal keinen Mux mehr. Kein Telefon, kein TV, kein Radio, kein Kartenlesegerät… Es war still in dieser Winternacht, die schlechten Nachrichten blieben außen vor, nur die Lichtorgel des Winterdienstes flackerte durch die Nacht.
Unser Elternbesuch in Aue gehörte dem Adventsschmücken. Sie hatten eigentlich so gar keine Lust auf den Budenzauber, aber als dann alles gerichtet war, fanden sie es doch schön. Feste feiern – auch diese Lust verschwindet im hohen Alter, weil das Körperliche eine große Klage ist.  Ich hoffe, es blinzelt ab und zu die Freude auf, wenn die Lichter scheinen…

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