Morgenstunde (511. Blog-Notat)

Der Imkergatte ist den vierten Tag infolge beim Honig schleudern und ich kümmere mich um die rückwärtigen Dienste dafür. Klebrige Angelegenheit, aber eben Beistand, denn bei diesen Temperaturen kämpft der Liebste schon. Er ist zwar vier Jahre jünger als ich, aber, nun denn, er spürt das Alter inzwischen auch. Die Distanzen für körperliche Arbeit werden kürzer und die Pausen länger. Für letzteres gab es gestern eine gute Gelegenheit.  Freunde kamen zum Grillen und Palavern. Wir nahmen uns allesamt damit eine Auszeit von den Spannungen in der Corona-Zeit. Doch, man spürt sie allenthalben – die Sorgen: Kommt der nächste Auftrag? Alles läuft nur zäh, fanden auch unsere freiberuflichen Freunde. Sie waren (sind) Opernsänger und wurden in den vergangenen Monaten zu Video-Coaches mit viel Mut zu neuen Wegen. Gott sei Dank, birgt eine gutes Studium, auch immer mehrere Berufsmöglichkeiten. Der verhinderte Sänger, wird Trainer, Lehrer, Therapeut … Die Nöte und Ängste dieser Zeit quellen aus den Unwägbarkeiten des Gesellschaftswandels. Nicht nur die Politik – wir alle fahren inzwischen nur noch auf Sicht. Ein Umstand, den der Sommer einfach nur überstahlt…

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