Morgenstunde (383. Blog-Notat)

Ein Abgang wie ein Paukenschlag war das gestern. Am Ende der dritten Kurzgeschichte wehte eine kräftige Böe die Seitenplane der Lesebühne so hart gegen den Verstärker, dass das hochbeinige Teil krachend zu Boden ging und aus wars. Ich hatte Glück, dass der Klotz dicht neben mich fiel und nicht auf mich… Nach dem ersten Schreck ging ich auf die Zuhörer zu und las die drei Schlusszeilen der Geschichte ohne Mikro. Kaum später schmiss es die ersten Tropfen. Mit Müh und Not haben wir die Bücher vom Stand noch trocken verstauen können. Dann löste sich der erste Teil des Wandlitzer Literaturfestes auf und ein Gewitter mit Platzregen ging nieder. Den Letzten beißen eben die Hunde, aber es war ein Tag mit guten Begegnungen und einer großen Überraschung: Jenes Paar, welches das Bild „Kraniche im Glück“ vor 14 Tagen als Leihgabe aus dem Atelier mitnahm, hat mir die Kaufsumme am Bücher-Stand übergeben. Ich muss ziemlich albern aus der Wäsche geguckt haben, denn mit allem hätte ich gerechnet, nur nicht damit. Jedenfalls nicht zu diesem Zeitpunkt. Ich staune voller Freude.

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