Wie macht man das: in der Welt bleiben? Und wie behält man den Mut zu kleinen Ausflügen „in diese Welt“, wenn sie nicht gut gelingen? Wir versuchen wenigstens einmal die Woche gemeinsam vom Hof zu kommen, doch schon bei kleinen Belastungen streikt mein Kreislauf, weil die Organe und die Muskeln nicht genug Sauerstoff bekommen. Heute nahmen wir den Katzensprung über die Oder, um auf dem Polenmarkt Vollzutanken, Zigaretten und Butterkäse einzukaufen. Das Laufen in der Sonne vom Parkplatz zu den Ständen brachte mich schon nach schlapp 200 Metern ins Trieseln, so dass wir unfreiwillig das nächstbeste Schnell-Restaurant betraten. Das Essen war mäßig, aber ich konnte die Krise aussitzen. Spaß geht anders…
Was aber wirklich wunderschön war – die Fahrt durch den großen Schorfheidewald zwischen Großen Döllnsee und Wuckersee, vorbei an den Torwächterhäuschen von Carin Hall, hinunter zu Judenbrücke und weiter auf dem Kopfsteinpflasterdamm nach Friedrichswalde… Die Luft war frisch und das Sattgrün streichelte die Seele. Hier wohnen viele meiner Märchen…

