Morgenstunde (78. Blog-Notat)

Handproduktion für die Kurtschlager Editionen – Juli 2018.

Gestern hatte ich begonnen, aus den losen Blättern der letzten Tage ein neues Künstlerheft für meine „Kurtschlager Edition“ zu gestalten. Das „handgeschnitzte“ Layout im Word-Programm ist immer eine Herausforderung, weil auf jedem Blatt die vordersten und die hintersten Teile der Geschichte zusammentreffen. Man muss wirklich konzentriert bei der Sache bleiben, sonst hat man später nur noch ein wirres Text-Durcheinander. Aber, wahrscheinlich weil es nach der Regennacht so ein schöner, kühler Tag war, kam ich damit gut voran. Inzwischen hab‘ ich 26 Bändchen gefaltet, geschnitten und gebunden. Nach „Das kleine Rabenbuch“, „Auf den Gabentisch“, „Ottilies Nachtwanderung“ und „Die Mohnfee und die verschwundene Zeit“, ist es der fünfte kleine Band in der handgefertigten Reihe – ein kleines Sammelobjekt, das Stück für moderate 7 Euro… Die ersten Bestellungen sind eingegangen – schön!
Habt alle miteinander einen frohen Sommertag,
Eure Petra

Die ersten fertigen Exemplare.

 

Mailpost zum handgefertigten Bändchen “Die Hitze unter dem Sonnenhut”:

Meine Liebe, hab gerade Deine kleine Sommergeschichte  „Die Hitze unter dem Sonnenhut“ gelesen und bin so berührt. Du hast es raus, so besonders zu schreiben. Ich bin immer wieder begeistert !!! Weiter so, die Idee solch kleinen Büchleins ist toll und auch Deine dezenten Illustrationen, sehr stimmig. So das musste ich erst einmal schnell loswerden .
Heute ist es kühler und ich kann auch wieder in meiner Werkstatt arbeiten
Liebe Grüße von Petra am See

 

Liebe Petra, da ich leider ein Leser bin, der schlecht warten kann – wenn mir etwas gefällt verschlingen ich die Seiten- habe ich mit dem Lesen der Geschichte gewartet.
Ich bin reich belohnt worden. Vielen Dank für diese schöne Geschichte! Ich habe mit geschwitzt, mich an dem kleinen Gast erfreut und den Geschmack der Nussbissen auf der Zunge gehabt. Schon das es dich und deine Geschichten und zauberhaften Bilder gibt
(und das Sommerlich, welches dir das Schreiben der Geschichte erlaubt hat).
Ich wünsche dir einen schönen Tag. Liebe Grüße, Heide

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Morgenstunde (44)

Topf mit Himmel.

Stochern im Nebel… Eine Zeichenwoche neigt sich. Ich habe mir dabei einen steifen Hals eingefangen. Stundenlang über ein Blatt gebeugt … Da der Raureif am 9. Januar leider keine Nachauflage brachte, war es dann doch nichts mit dem märchenhaften Lauschen. So brachen die Zeilen erst einmal jäh ab…

Das Raureiftöpfchen

Ein scharfer Ostwind schlug gegen das Raureiftöpfchen und weckte seinen Gesang. „Klirr, klar, Sternenweiß liegt das Land. Klirr, klar, unterm Eis ruht die Zeit ganz lang. Klirr, klar stoß‘ mich an, dann sing‘ ich vom Zauberreif.” „Habe ich richtig gehört: Zauberreif?“, fragte sich die vorbeihuschende Haselmaus Josefine. Aber das Töpfchen schwieg augenblicklich und so konnte das Mäuschen nicht erkennen, wer da so schön gesungen hatte. Kaum später stieg die Sonne über die Baumwipfel und der weiße Kristallschleier schmolz dahin. Aus dem Raureiftöpfchen wurde wieder ein einfacher umgestülpter Blumentopf. Kein Mensch ahnte von seinen zauberhaften Talenten. Nur Josefine hatte noch lange die Melodie im Ohr und konnte sie nicht vergessen. Das Jahr verging …

….aber sie werden schon weiter wachsen – als kleine Geschichte für die „Kurtschlager Editionen“. Für die Ausgabe 2018 hab ich ja noch bis Weihnachten Zeit …

Statt dem weiter nachzusinnen, drängte mich eine andere Aufgabe: Unsere emsige örtliche

Figur für die Tonne.

Onlineredaktion war dabei den GOLDENEN KURT zu kreieren und ich hatte versprochen,  ihn zeichnerisch zu erfinden.

Erst einmal entstand daraus ein Musterbeispiel für ein sattes aneinander Vorbeireden. Das war von keiner Seite bös’ gemeint und doch schlussendlich  ärgerlich. Bei der Suche nach einer möglichen historischen Figur stocherte ich lange im Nebel und verrannte mich ganz offenbar. Das Ergebnis wollte keiner. Erst in dieser Situation  kamen klarere Ansagen: Wir möchten eher einen knuffigen Zwerg zum Liebhaben… mit denen ich gut etwas anfangen konnte.

Der goldenen Kurt

So flog  Kurt, der stolze Waldarbeiter in die Tonne und der Goldige mit Zipfelmütze krabbelte aufs Blatt. Der Typ wird jetzt immer für Beihilfen bei der Gestaltung von  www.kurtschlag.de von den großartigen Redakteuren verliehen.  Ich kenne übrigens kein einziges Dorf, dass so klein ist wie Kurtschlag und trotzdem so eine informative und umfangreiche Webseite unterhält…. toll!
Für mich aber ist heute erst einmal Zeichenpause angesagt, damit sich die Halswirbel wieder sortieren …

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