Morgenstunde (433. Blog-Notat)

Wer war gestern der Plätzchen-Wichtel an unserem Briefkasten? Bitte verrate es mir, damit ich getrost daran knappern und mich bedanken kann. Echt, so etwas ist so herzensgut, da klagt eine vor sich hin und schon kommt, was sie nicht hat. Dazu habe ich gestern das einzige Mal gelächelt. DANKE liebe Plätzchen-Wichtelin! Die Überraschung ist gelungen.

Während ich das schrieb, gongte das Maipostfach und ich las:

…ich fand es heute ziemlich traurig, als Du geschrieben hast, dass Du in diesem Jahr noch keine der ge- und beliebten Weihnachtsplätzchen, gebacken hast… Und Du warst damals so lieb und hast mir Euer Familienrezept verraten. Seit dieser Zeit gehören sie auch bei uns zum Plätzchensortiment.
Schau mal in Deinen Briefkasten…lasst sie Euch schmecken…lgma

Das nenne ich Telepathie 😊. Ich hab sie gekostet und ja, liebe Marlis, sie schmecken exakt wie die meiner Böhmischen Großmutter Marie. Ich bin gerührt und beglückt ineinem. Dankeschön dafür!
Diese Aktion erinnerte mich auch an die einstige Wichtelei im Verlag in der Berliner Mauerstraße. In unserer Redaktion war es üblich, dass jeder Ende November per Los seinen Wichtelempfänger zog. Danach hatte man drei- bis fünfmal zu Wichteln, heimlich und unerkannt. Nichts Teures, pfiffig und treffsicher sollte es sein. Zur Weihnachtsfeier, wozu der Wichtel sein echtes Geschenk anonym in den Geschenkesack einbrachte, ging es darum, dass die Beschenkten ihren Wichtel erraten. Es war eine erweiterte Form des Julklapps und ein Mordsgaudi. Die Pförtnerloge glich in dieser Zeit eher einer Weihnachtspostzentrale… Naja, lang, lang ist’s her. Aber Dorfwichteln ist auch sehr schön 😊.

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