Morgenstunde (1163. Blog-Notat)

Wir waren heute das erste Mal auf dem Polenmarkt Hohenwutzen in Cedynia. Der Ort liegt etwa 1 Autostunde von uns entfernt, gleich hinter der Oder. Wir wollten Sprit volltanken (der Liter für 1,45 €), 1 Stange Zigaretten (Schachtel Camel 6 €) kaufen, Käse und Gemüse mitnehmen. Abzüglich der Reisekosten hatten wir satte 50 € gespart. Eine gute Erfahrung nach der elenden Abzocke hier im Land. Ob wir das öfter machen werden, mal sehen, denn anstrengend ist es natürlich. Aber die Frühlingslandschaft der Uckermark und in Märkisch Oderland entschädigt. Doch irgendwie fühlte ich auch, wie ich Abschied nehme von dieser wunderschönen Landschaft. Es ist ein Reisen mit feuchten Augen. Den Markt haben wir uns noch nicht erobert, zu groß, zu weitläufig und viel Abgasgestank. Ich bin nicht weit gekommen, was voraussehbar war, aber wir waren mit unsrer Beute zufrieden.
Habt alle miteinander ein entspanntes Wochenende unterm Maibaum oder auf der Straße!

Morgenstunde (485. Blog-Notat)

Wir waren gestern in Stendal und haben dem dortigen Honiggroßhandel 270 Kilo der Ernte aus 2020 vermacht. Die kleineren Ankäufer in unserer Nähe sind in der Pandemie bei Ankäufen vorsichtig geworden, denn Restaurants und Hotels fallen ja sein langem als Abnehmer aus, so entstehen für den Imkergatten weite Wege.  Bei 60 bis 80 km/h auf der Landstraße (wegen des schweren Gewichts der Fuhre) ist das eine wahrhaft anstrengende Tour. Für gewöhnlich genehmen wir uns nach der Lieferung einen entspannenden Abstecher vor, einfach, um dem Ganzen eine Art Ausflugstour anzudichten, aber das gelang nicht so ganz. Ich hatte im Netz zuvor gegoogelt, ob die Fischerhütte ihr Imbissangebot noch anbietet. Und ja, es sah so aus, aber ich erwischte leider die unkorrigierten Öffnungszeitenseiten und nun trafen nur gähnende Leere an. Schade, aber der Blick über den See im kühlen Frühlingslicht war es wert, dort zu halten. Hinter Rathenow erhoben sich in den Windböen kleine, wilde Sandstürme von den gepflügten Äckern. Ein abenteuerlicher Anblick. Nach sieben Stunden Kutscherei waren wir zurück auf dem Hof und komplett alle. Man ist eben nichts mehr gewöhnt nach der monatelangen Stubenhockerei…