Von der Hitze am Tag wurde mir übel. Nach dem Mittags-Gewitter klebte die Luft gleich wieder. Schwer von der Nässe. Die Hitze einzuatmen, lässt mich taumeln schon den zweiten Tag. Die Beine werden schwer, ich komme nicht weit und ziehe das abgedunkelte Häuschen vor. Hier wird die Luft dick. Der Ventilator dreht den Mief. Es kommen nachmittags unverhofft junge Gäste. Sie schauen dem Imkergatten beim Schleudern zu. Ich habe Mühe, die Sitzkissen für sie zu platzieren, wieder Taumeln. Der Blutdruck steigt, ich koche Kaffee und werfe eine Ramipril ein. Als der Kaffee durchgetröpfelt ist, kommen die Gäste mit dem Liebsten aus der Bienenküche. Wir sitzen draußen, es geht mir nicht gut, aber ich möchte die Jungen nicht vergraulen… Die Ärztezeitung schreibt: „Sommerliche Hitzewellen erhöhen das zusätzliche tägliche Sterberisiko bei Menschen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankungen (COPD) um bis zu 14 Prozent, bei längeren Hitzewellen gar bis zu 43 Prozent.“ Ich weiß das, aber ich fürchte mich nicht. Die Krankenkasse hat auch nach meinem Widerspruch eine Reha abgelehnt.
