Morgenstunde (839. Blog-Notat)

Foto: Lutz Reinhardt

Dieser Sommer ist wirklich schwierig. Es war anstrengend, die drei Ausstellungsplätze aufzumachen und wieder mal zu bemerken, es kommt wenig dabei rum. In den drei Corona-Sommern war mehr Wahrnehmung und die brachte auch Einnahmen. Dieser Sommer heißt NULL. Und es ist ja ganz klar, woher das kommt: Die allgemeine Lage spart selbst am Schnürsenkel, nur das Wegreisen, das zeitweilige Abtauchen aus dem ächzenden Gezerre in Deutschland, gönnt man sich, um sich die mentale Gesundheit einigermaßen zu erhalten. Verständlich. Ich bin inzwischen alt genug, solche existentiellen NULL-Zeiten fürs Atelier, nicht mehr auf mich selbst zu beziehen. Sie treiben mich nicht mehr in Depressionen und Selbstzweifel, wie jetzt viele junge Künstler, die sich existenziell gefährdet sehen. Ich weiß: es ist FUNDUS-Zeit. Da kann man sich gerade anstrengen wie man will, es kommt wenig zurück. Das ist so und das Weitermachen treibt allein die selbstheilende Leidenschaft und ein gewisses Sendungsbedürfnis an.

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