Morgenstunde (725. Blog-Notat)

So ein mildes Verweilen im Oktoberlicht, es ist einfach tröstlich! Es besänftigt die angeknackste Stimmung in all dem privaten Gewusel dieser Tage und dem allgemeinen Gezänk in Berlin. Die öffentlich ausgetragene Rivalität zweier Minister in so ernster Lage, ist einigermaßen verstörend. Mag der spätsommerliche Oktober das Sparen erleichtern, derweil klettern aber weiter die Preise. Für 1000 l Heizöl will man uns derzeit 1800 € abverlangen. Ich zögere. Schon im Juni haben wir das Doppelte vom Vorjahr bezahlt, jetzt liegen weitere 350 € mehr drauf auf dem Preis. Die Heizer mit dem Öl scheinen eh nicht relevant in der Krise. Jedenfalls hat die Regierung sie nicht im Blick. Nur ein paar Journalisten, die offenbar auch mit Öl heizen, fragen ab und zu in Talkshows nach. Gerecht geht es schon lange nicht in diesem Land zu, aber die Töne „Keiner wird zurückgelassen“, ach ja? Stattdessen Unworte wie „Doppelwums“, echt jetzt? Wie peinlich. Wann gibt es in diesem Land endlich mal wieder eine ernstzunehmende Regierung, eine, die das Land zusammenhält, es stärkt, ihre Bürger ernstnimmt? Nur dann können die schlimmen Krisen geschultert werden, ohne dass die Gesellschaft zerfällt…

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