Morgenstunde (643. Blog-Notat)

Das war eine Woche mit Berg- und Talfahrten. Der Allergologie-Prof war am Mittwoch echt in Sorge, ob der schlechten Werte, und empfahl sofort eine Woche Kortison. Der Lungenarzt meinte einen Tag später nur: „Ja, arg eingeschränkte Lungenfunktion, wir lassen erst mal alles wie es ist.“ Die Werte sind um reichlich 10 % abgerutscht, als Folge der Lungenentzündung im Februar. Da stehe ich wieder dort, wo ich vor anderthalb Jahren war, als die Dupixent-Therapie begann. Mist. Gute Nachrichten sehen anders aus. Viel machen kann ich nicht, außer: Keine Panik aufkommen lassen. Einen Notartermin für eine Generalvollmacht (das ist mehr als eine Patientenverfügung!)  für den Liebsten machen wir trotzdem in den nächsten Tagen. Man weiß ja nie, und wer will als Ehepaar schon, dass plötzlich ein staatlich bestellter Betreuer mit am Küchentisch sitzt und meine Dinge gegenüber dem Ehemann regelt. Keiner.  Im Übrigen finde ich diesen Umstand, allein dass das möglich ist und so viele Menschen das gar nicht wissen, verstörend. Man denkt, wir sind doch verheiratet, da ist alles klar… aber nein. Der Staat grätscht sogar bis in die Ehe, kaum zu glauben, aber wahr. Also Generalvollmacht machen und das böse Kortison einwerfen, hoffen auf eine Verbesserung und weiter wie immer: Je nach Tagesform.  

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