Morgenstunde (525. Blog-Notat)

Die erste Ferienpost im Briefkasten gefunden und sie erzählt allseits gleichermaßen von der Erschöpfung der Menschen mit der sie zu Sonnen, Sand und Meer aufgebrochen sind. Unser Schlafbedürfnis will einfach nicht nachlassen. Zehn Stunden ist das Minimum. Es wird Zeit brauchen, den Dauer-Alarm aus 15 Monaten von der Seele zu nehmen. Es ist gut, dass ich derzeit an einem Text arbeite, der Melancholie, die den Deutschen so eigen ist, zulässt, da muss ich nicht einem unbekannten Grundton nachspüren. Der Text erzählt romanhaft von den Brüchen, die jede Generation erleben musste: Weltkriege, Vertreibung, Teilung, Wende, Terror und Naturkatastrophen. Etwas davon erfährt jedes Menschenleben. In dem geteilten Deutschland nur zu unterschiedlicher Zeit und daher denken wohl manche, sie seien unverletzbar. Aber das sind wir nicht.

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