Morgenstunde (22)

Ohne Strom.

Ohne Strom. Gestern gegen 17 Uhr wurden wir auf ungewisse Zeit in Urgroßvaters Zeiten zurückkatapultiert: Kein Licht, kein Wasser, keine Heizung, kein Herd… Bei Kerzenlicht haben wir den Abend verbracht. Ein kleines batteriebetriebenes Radio half uns dabei. Dazu haben wir stundenlang Backgammon gespielt. 1.27 Uhr war das Licht zurück. Der Sturm XAVIER hat uns nicht weiter beschädigt – ein Glück. Aber ohne Strom, da wird einem wieder einmal klar, wie leicht verwundbar wir mit unserer modernen Technik sind. Mit dem schnellen Internet ist zugleich das Festnetztelefon an die Internet-Telefonie angeschlossen – heißt, auch das ging natürlich nicht. Unser Schorfheidedorf liegt im Funkloch … Alternativen via Handy gibt es also nicht. Da sollte wirklich keiner in Not geraten. Ich habe am frühen Abend noch versucht ein Weilchen bei Kerzenlicht etwas zu arbeiten, aber auch das war sehr eingeschränkt. Ein paar Sprüchevögel sind es nur geworden. Produktivität ohne Elektrizität ist eben nicht… Dafür gab es lange, gute Gespräche.

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4 Antworten zu Morgenstunde (22)

  1. Liebe Petra, dies zeigt ja nur, wie zerbrechlich unsere angebliche Zivilisation ist. Schön, dass ihr es gut überstanden habt!

  2. Frank Liebke sagt:

    Ja liebe Petra, aber ist es nicht auch mal wiededr schön von allem ab zu sein und Gespräche zu führen, lange? Erinnert mich an eine Zeit in den 80ern im Osten, wenn Freunde zu Besuch kamen. Die waren einfach da denn telefonisch anmelden ging nicht, weil kein Telefon da 😉 Und dann hat man den Küchentisch gedeckt, den beliebten schwarzen Tee gekocht und Schnittchen gegessen. Und geredet weit bis über Mitternacht hinaus. Ja, das vermisse ich oft. Und da kann eine Stromsperre sogar mal etwas hilfreich sein 😉

    • Petra Elsner sagt:

      Ja, lieber Frank, das war eine der guten Seiten jener Zeit. Die Küchenfetengäste von einst sind immer noch meine Freunde, nur wohnen sie heute anderthalb Autostunden weg, da ist man mit unangesagten Spontanbesuchen vorsichtiger geworden, als wenn man nur um die Ecke stiefeln muss. Und wenn der Freund nicht öffnete, wohnte ja gleich der nächste ein paar Häuser weiter im Viertel… Damals lebte ich bis 1992 in Zeuthen. Da wo Du jetzt steckst (bei Storkow?) hatten wir unsere Badeseen in Bestensee oder Groß Köris – mit dem Rad durch die Hitze … Ich habe fast gute Erinnerungen an die Landschaft dort. Sie ist lieblicher als hier oben der kühle, windigere Norden. Hab ein schönes Wochenende

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