Morgenstunde (184. Blog-Notat)

Der Nordwestwind trägt Rauch vom großen Waldbrand aus Mecklenburg zu uns. Was uns schlecht schlafen ließ, denn wir wohnen auch an einem mordstrockenen Wald, der letztes Jahr schon sieben Mal brannte. Trotz Abkühlung konnten wir nachts die Fenster nicht öffnen. Das ist bestimmt das Geringste. Inzwischen hat sich das Feuer bei Lübtheen auf 600 Hektar ausgeweitet. Man muss sich schon fragen, weshalb Politik und Katastrophenschutz 74 Jahre nach Ende des II. Weltkrieges offenbar so ein Szenario nicht auf dem Schirm haben. Ich meine, dass eben Löschtechnik entwickelt wurde, die so einem Inferno den gar aus machen kann, erst recht, wenn die Nähe dieser Gebiete besiedelt ist. Erdentechnik fliegt zum Mars und in die Weiten der Galaxien, aber was ist hier auf Erden? Brandenburg entfaltet ein Wüstenklima, die Wasserstände sinken, Flora und Fauna leiden. Folgen des Klimawandels. Die Trockenheit ist schon genug Herausforderung für die Blaulichter, aber, dass munitionsbelastete Gebiete nach so vielen Jahren immer noch nicht abgesucht sind, verstehe ich nicht. Ja, die Kosten… ich sage, die Wahl der Prioritäten stimmt einfach nicht. Im Augenblick stinkt es draußen nicht so penetrant, offenbar kommt der Rauch mit den Böen und reißt zwischenzeitlich ab. Wie auch immer, ich wünsche den Männern, die mit dem Feuer kämpfen, mehr wirkliche Unterstützung und Regen.

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6 Gedanken zu „Morgenstunde (184. Blog-Notat)“

  1. Ich hoffe der Brand wird eingedämmt und ihr und auch die betroffenen Menschen in den evakuierten Dörfern bleiben von Unheil verschont. Man sollte den Truppenübungsplatz stillegen und mit Mischwald wieder aufforsten.

    Viele Grüße
    Carl Weltwitz

  2. Lieber Carl, soweit ich weiß, ist der Truppenübungsplatz stillgelegt, nur eben nicht bereinigt… Der Rauch ist seit gestern hier nicht mehr sprübar, aber ich finde, viel zu spät kam die größere Technik zum Einsatz, es mussten erst 1200 Hektar brennen… LG zurück!

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