Morgenstunde (258. Blog-Notat)

Es weihnachtet sehr. Alles ist angerichtet – in Haus und im Herzen schon zum 4. Advent. Es gibt bei uns schon seit Jahren keinen Baum zum Fest mehr. Nur ein paar Zweige sind festlich geschmückt. Geschenke gibt es auch nicht, nur weil Weihnachten ist. Es wird angeschafft, wenn etwas gebraucht wird. Kein Klimbim.  Auf meinem imaginären Wunschzettel steht so etwas:  Ich wünsche mir, es zöge in Land und Herzen Frieden und Großmut ein. Ich wünschte, wir suchen alle miteinander nach Gerechtigkeit und Akzeptanz der menschlichen Würde – mit Bedacht. Denn wir sind in Europa in Gefahr alles zu verlieren, wenn wir nicht aufeinander Acht geben, einander beschützen. Die Gier der superreichen Finanz-Jongleure ist asozial geworden. Sie spielen mit jedermanns Aufstieg und Fall – per Wette mit Rückversicherungen. Ich wünsche mir, diesem Treiben wird Einhalt geboten, damit sie nicht weiter unser aller Existenz gefährden. Ich wünsche mir einen respektvollen Umgangston. Jeder kann etwas dazu beitragen: Mit einem Lied, einem Gedicht, einem guten Zuspruch, einem kunterbunt bemalten Regenschirm, mit Widerspruch, Zuwendung und Herzwärme. Lasst uns menschlich sein und nicht hartleibig.

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