Morgenstunde (796. Blog-Notat)

Volles Haus hatte gestern die Zehdenicker Klosterscheune und ein Wetterchen darüber – zum Hinschmelzen. Die Kurtschlager Sambaspieler gaben mit großer Spielfreude ihr Bestes zum Auftakt und ich wanderte währenddessen von einem Freundesgrüppchen zum nächsten, um wenigsten mit allen ein paar Worte zu wechseln. Ich hatte mir vorgenommen, mich nicht zu ärgern, sollte mich der letzte Winkel auf der linken Empore hinter dem Zeichenschrank treffen. Ist dann doch ein Stich im Herzen, wenn es eintrifft, nun denn. Die Künstler hatten auf die Hängung keinen Einfluss und sahen die Platzvergabe erst am Tage selbst. Wir waren gehalten, zur Eröffnung als Künstlerriege neben den Rednern anzutreten (wie das bei einer Laudatio oder Eröffnung üblich ist). Da standen wir nun und kamen ist Staunen und ins Köpfe senken (was das Foto meines Freundes Ronald gut dokumentiert) darüber, wie lange man reden kann – über die Ankunft auf dem Lande, den privaten Hausbau, erste Künstlerbegegnungen und die Idee zur Künstler-Webseite. Der Namensgeber für die „Buschdorf-Künstler“, wollte hier nicht über die Künstler sprechen, er sprach über sich selbst. Tja und auf einmal war die schöne Stimmung für mich dahin. Der Bilderschau tut das keinen Abbruch, sie steht für die Vielfalt künstlerischer Ansätze, freien Geist, reiche Fantasie und Qualität. Das macht Lust auf Entdeckungsreise zu gehen, auch über die Klosterscheune hinaus und damit ist viel erreicht – auf dem flachen Lande.


Nachtrag: Wir leben im Empörungszeitalter… Damit alles korrekt ist, ich habe am 3. Mai in diesen Text die zwei Worte „für mich“ dazugesetzt, damit ganz deutlich ist – nicht für alle.

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