Morgenstunde (455. Blog-Notat)

Klirre-kalt und kein Schnee. Diese Kahlfröste werden im Garten echt Schaden anrichten. Nachmittags soll auch hier schneien, hoffentlich. Ich stecke tief in meinem Nachdenken zum Klausurtext. Sich in ein Abenteuer zu begeben, heißt ja vor allem, sich die Räume, in denen die Geschichte laufen soll, zu erschaffen. Kleine Welten in der Welt und erfundene Wesen mit Gaben auszustatten, die die Geschichte befördern. Die Symbolkraft der Requisite ist zu hinterfragen, nachzulesen, ggf. zu verwerfen, um präziser auszustatten.  Denn der Text soll wissend pulsieren und melodisch fließen. Das ist der Anspruch. Der Prozess ist ähnlich einer Geburt, nach der frau schnell vergisst, wie schmerzhaft sie war. Will sagen, es dauert. Das macht mich am Anfang einer umfangreicheren Arbeit immer etwas ungeduldig. So ist das Zeichnen zum Texten nicht nur Formgebung, sondern auch Besänftigung. Eine dieser neuen Illustration kann ich schon mal zeigen, weil diese Nebelfee eine Figur ist, die schon durch zwei meiner Geschichten ging, hier aber spielt sie eine ganz andere Rolle, was weiter nicht verraten wird. Ich verschwinde dann mal wieder in meine Gedankenwerkstatt…

 

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