Als ich gestern den Lesegarten nebenher erwähnte, dachte ich anschließend, es wäre doch mal schön, ein paar Erinnerungsfotos zusammenzutragen. Aus der Blütezeit. Entwickelt haben wir diesen Themengarten 2009, als meine Schorfheidemärchen geschrieben waren und ich auf den Druck des kleinen Bändchens im Schibri Verlag wartete. Es dauerte ein Jahr und in der Zwischenzeit warb ich mit diesen Märchenbannern im Lesegarten für meine Geschichten. Der Ort erlebte wunderbare Feste mit entspannten Besuchern. Im Sommer 2019 schwand meine Kraft deutlich und wir stellten die Tage des offenen Ateliers ein. Seit Herbst 19 dämmert der Garten so vor sich hin, die Dinge wachsen zu oder verrotten. Ein bisschen ist es so wie mit mir selbst 😊. Es war einmal in einem Garten…
So herrliche Sonne, doch der kalte Wind vor der Tür – kein Atemwetter. Es ist stets das gemäßigte Wetter, das Menschen mit COPD kurzweilig ihre Lungenkrankheit vergessen lässt. Temperaturen unter Null und über 30 Grad verschlimmern die Symptome. Wind und Luftfeuchte spielen auch mit. Starke Temperaturschwankungen belasten die Lunge. Gestern wars noch halbwegs gut, anderntags nicht…Das schränkt nicht nur das alltägliche Leistungsvermögen ein, das alles kann einem schon mal aufs Gemüt schlagen. Ich habe mir dann angewöhnt irgendwas zu spielen, mich selbst zu erheitern mit meinen Wurzelwesen im Garten zu Beispiel. Sie sollen keine Ausstellungsstücke werden, sie sind nur für mich. Spaß an der Freud…
Sonnenuntergang in Kurtschlag am 5. September 2020, 1930 Uhr.
Gestern von Kraft geträumt und sogar mit dem Rasenmäher einen Weg durch das Gartenland gefräst. Wie unterschiedlich die Tage doch laufen. Heute flau, morgen wow, nicht gerade sportlich, aber immerhin – in Bewegung. Ich weiß nicht, was meine Lunge so beeinträchtigt hat: das Chlor im Wasser (ich habe als Kind Leistungssport als Schwimmerin betrieben, war täglich 4 bis 6 Stunden im Wasser), die Nitroverdünnung, mit der ich als Lehrling Drucksiebe auswaschen musste, der Feinstaub in den Straßen Berlins – Zellen vergessen nie… und natürlich das Nikotin bis noch vor 14 Jahren – vielleicht ist es der Mix, aber weshalb an manchen Tagen fast gar nichts geht und an anderen es besser ist auf flachem Niveau, es wird mir ein Rätsel bleiben. Kurz vor Sonnenuntergang hab ich mir die Kamera geschnappt und bin langsam zur Wiesenlandseite des Dorfes gelaufen. Der Regen hatte sich gerade verzogen und die Luft war frisch. Linkerhand frohlockte beim der Dorfaue ein Polterabend. Ich nahm den rechten Zugang. Vor dem „Mittelpunkt der Erde“ standen zwei Frauen und plauderten. In der Gaststätte tagte der Kulturverein, aus dem ich mich für die Corona-Zeit zurückgezogen habe. In geschlossenen Räumen, dass geht für mich einfach noch nicht (wir empfangen derzeit unsere wenigen Gäste auch ausschließlich auf der Terrasse unter dem Glasdach). Sie wollten mich am liebsten unterhaken und mit hineinnehmen, aber ich drehte mit feuchten Augen ab, dem einen Bild entgegen, was noch ging, bevor eine dicke Wolkenfront das Naturschauspiel bedeckte. Corona macht Lungenkranke einsam und das Verständnis dafür, hält sich in Grenzen. Leider.
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