Morgenstunde (1165. Blog-Notat)

Eigentlich mache ich mir schon seit Jahren keine Gedanken mehr darüber, was bleibt. Es ist ja genug geschrieben und zwischen zwei Buchdeckel gebracht. Hinzu kommen Anthologien und Künstlerbücher, von den Bildern und den über 1000 Zeichnungen mal ganz abgesehen. Es sollte reichen, auch wenn ich zu den Unsichtbaren gehöre. Nun gut. Was mich allerdings so richtig auf die Palme treibt, ist die augenblickliche Entwertung von Wissensarbeit. KI mag manches leichter machen, aber sie bringt auch den Verlust des geistigen Trainings mit sich. Schreiben (Denken) braucht Übung… Heute reist man mit leichtem Gepäck durchs Leben und die Bücher der Eltern nimmt inzwischen nicht einmal mehr ein Antiquariat. Sie platzen aus allen Nähten und gute Bücher landen auf der Halde, wie 1990. Bei diesem Trend sollte ich mir nicht mehr so gewiss sein: Was bleibt…