Nach den heißen Tagen ist der Garten hitzewelk. Die Johannisbeersträucher haben die Ameisen erobert und saugen den Saft der Früchte aus und in der roten Stachelbeere auch. Sie nisten im Wurzelbereich, da kann man so gar nichts machen… Stauden wie gelbes Sonnenauge haben aufgeben, selbst der unverwüstliche Phlox. Die Verluste waren zu erwarten. So ist das seit Jahren in diesem Garten, was die Spätfröste nicht leben lässt, holt die Sommerhitze. Dazu reichen schon ein paar 30-Grad-Tage. Aber fast 40 Grad… Die Sandgärtnerin ist einigermaßen mutlos geworden, nicht lebenssatt, nur müde und alt. Es hilft ja wohl kein Nachsinnen, wir Lüften das Häuschen nach der Stunde Landregen, solange es geht. Die Prognosen sagen für Anfang Juli die nächste Hitzewelle voraus. Ich weiß ja nicht, wie Ihr die jüngsten Tage überstanden habt, wir wurden von Tag zu Tag immer schwächer und dümpelten nur noch herum. Sollen so die zukünftigen Sommer aussehen? Ich werde den Winter lieben lernen…
